VOGELSCHUTZ 1-20

6 VOGELSCHUTZ 1|20 Zur Anzeige unseres Partners birdingtours haben uns zahlreiche Zuschriften erreicht. Zum Leserfoto „Gelbe Klebesticker“ (03/19) Aufgrund des Hinweises Ihres Lesers mit dem Foto des toten Vogels auf der Gelbsticker-Klebefalle möchte ich darauf hin- weisen, keines der zum Verkauf angebotenen „Vogelschutz- netze“ zu verwenden. Diese sind zu grobmaschig und ich musste früher des Öfteren Vögel, die sich darin verfangen hatten, mit größter Mühe wieder herausschneiden. Seither benutze ich feinmaschige Fliegenschutzgitter, die es auch in Meterware zu kaufen gibt. Seither kann sich kein Vogel mehr darin verfangen. Eigentlich sind die normalen Vogelschutz- netze tödliche Fallen. Schön wäre es, wenn der LBV darauf hinwirken könnte, dass die üblichen „Vogelschutznetze“ aus dem Verkehr gezogen werden. Erich Kimmerle, 94436 Simbach Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben Sie uns unter leserbriefe@lbv.de oder per Post an Redaktion VOGELSCHUTZ, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein. Die Redaktion behält sich aus Platzgründen eine Auswahl und das Kürzen von Leserzuschriften vor. Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. i Wir alle lieben unsere Vögel und unsere Natur – hier in Bay­ ern und weltweit. Im Sinne des Natur- und Klimaschutzes sollte die Redaktion von ganzseitigen Anzeigen von „bir- dingtours“, die für Reisen mit Vogelbeobachtung in Marok- ko, Thailand und Vietnam werben, absehen. Ein typischer Zielkonflikt von Credo und Einnahmen durch Werbung! Ludwig Findler, 82515 Wolfratshausen Typischer Zielkonflikt Vogelschutznetze als Fallen Post L E S E R B R I E F E FOTOS: WOLFGANG MÜLLER, LBV-ARCHIV, DOMINIK EULBERG, R. BRÜCHER, SABINE RÖSLER Anm. der Redaktion Zur Werbeanzeige unseres Partners birdingtours erhielten wir zahlreiche Zuschriften. Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder so aufmerksam auf die Problematik von Flugreisen reagieren und uns direkt ansprechen. Wir versichern Ihnen, es gibt kaum einen Reiseveranstalter, der sich mehr Ge­ danken um das Thema Natur- und Artenschutz macht und bewusster mit der Problematik von Fernreisen umgeht, als unser Kooperationspartner. Fliegen verursacht circa fünf Prozent der klimaschädlichen Emissionen weltweit. Allein deutschlandweit hat sich die Anzahl an Passagierflügen innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte fast verdoppelt. Als nachhaltiger Reiseveranstalter ist sich unser Partner birdingtours dieser Tatsache be­ wusst und möchte seinen ökologischen Fußabdruck und auch den seiner Gäste verkleinern. Leider gibt es manchmal keine andere Möglichkeit, als in ein Flugzeug zu steigen. Viele Ziele sind ausschließlich auf diesem Wege oder nur durch einen sehr großen Zeitaufwand zu erreichen. Und dazu kommt: Wenn nicht die Kunden von birdingtours in weit entfernte und oft auch arme Länder reisen würden, würden dort die Nationalparks und Naturreser­ vate nicht mehr existieren. Ein Verzicht auf diese Besuche wäre ein Bä­ rendienst für die Natur. Um die Belastung der Atmosphäre durch CO 2 zu mindern, spendet birdingtours für jeden Flugreisenden einen Baum für das Wiederaufforstungsprojekt eines stetig wachsenden Sekundär-Re­ genwaldes in Costa Rica. Für jeden Gast einer Deutschland-Reise spendet birdingtours fünf Euro direkt an das Wiedehopf-Projekt des Landschafts­ pflegehof Höhbeck in Niedersachsen. In Zukunft werden wir trotzdem darauf verzichten, in diesem Magazin Werbung für Fernreisen zu machen. In Ihrem letztem LBV-Magazin 4/2019 fühlte ich mich be- sonders vom Artikel „Vögel füttern am Balkon“ angespro- chen, denn auch bei mir ist, wie in jedem Jahr, ein Vogelfut- terhaus aufgebaut. Natürlich mit gutem, passenden Futter versehen und ringsum irgendwie nett arrangiert. Dabei versuchte ich das Futterhaus an die Stelle zu stellen, an der ich durch das Fenster alles bestens beobachten und auch fotografieren kann. Unter anderem setzte ich besonderes Augenmerk auf den immer mal wieder vorbeischauenden Eichelhäher. Viele nette Aufnahmen konnte ich von ihm, wie auch von anderen Vögeln, machen. Wolfgang Müller, 83661 Lenggries Eichelhäher am Balkon Zum Leserbrief „ Lichtverschmutzung “ (04/19) Frau Neumayr spricht ein gravierendes Problem an, das an Aktualität gewinnt. Gerade im ländlichen Raum ist oftmals nicht die Gemeinde, sondern der örtliche Stromversorger der Eigentümer der Straßenbeleuchtung. Von dort wird oftmals die „Modernisierung" der Straßenbeleuchtung der Gemeinde aufgedrängt. Im Falle meiner Heimatgemeinde hat die zuständige LEW dem Gemeinderat beschieden, für die bei uns bislang vorhandene und noch gar nicht mal so alte „verschmutzungsarme“ und eher sanft orange leucht- enden Natriumdampfleuchten wären keine Ersatzteile mehr verfügbar, der Austausch gegen neue LED-Leuchten somit zwingend. Im Ergebnis wurden dann alle Leuchten binnen kurzer Zeit durch hochgrelle und weit in die Um- gebung abstrahlende LED-Leuchten ersetzt. Natürlich ver- kauft der Stromversorger dies als „Fortschritt“; das Thema der Lichtverschmutzung wird völlig ignoriert. Es wäre des- halb sehr zu begrüßen, wenn von LBV und anderen Um- weltverbänden Argumentationsmaterial für ein sinnvolles und umweltverträgliches Beleuchten im öffentlichen Raum erstellt und in die kommunalen Gremien gebracht wird, welches ganz gezielt die Sprache der örtlichen Entschei- dungsträger spricht und klare Leitlinien aufzeigt. Manfred Schulze, 86854 Amberg Lichtverschmutzung durch Stromversorger

RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=