VOGELSCHUTZ 3-19
6 VOGELSCHUTZ 3|19 Zum Artikel „Naturnahe Freizeitgestaltung: Was geht und was nicht?“ (02/19) Ich bin weder Fotograf noch Ornithologe. Ich bin Naturfreund und Tierliebhaber. Gerne nehme ich jährlich an der Stunde der Gartenvögel teil. Als mich meine Frau um die Mittagszeit plötzlich laut rief: "Kommmal schnell! Schaumal! Was ist das denn für ein Vogel?" Leider kam ich zu spät. Sie hatte aber Gott sei Dank schnell ein Foto mit dem Smartphone gemacht (leider unscharf). Ich war sehr überrascht und traute meinen Augen kaum. Schnell mein Tierbüchlein raus und: Wiedehopf. Unglaublich! Ein kurzer Anruf bei meinem Vater: "Unglaublich! Da hattet ihr aber seltenes Glück. Möglicherweise ein Rückkehrer aus Afrika." Aus reinem Interesse bin ich auf die LBV-Webseite, um nach einem Kontakt zu schauen, wo ich das Bild hinschicken kann. Da stolpere ich bei den News über den Artikel "Wiedehopfe auf demDurchzug!" Das war dann die zweite Überraschung des Tages. Und dann rief plötzlich meine Frau wieder: "Schnell. Komm her. Der Wiedehopf ist wieder da." Ich zumHandy gegriffen, die Stufen runter in denWintergar- ten und draufgehalten. So entstand ein über 2-minütiges Video. Was für ein glücklicher Tag! Michael und Johanna Plagens mit Linus, 97074 Würzburg Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben Sie uns unter leserbriefe@lbv.de oder per Post an Redaktion VOGELSCHUTZ, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein. Die Redaktion behält sich aus Platzgründen eine Auswahl und das Kürzen von Leserzuschriften vor. Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. i Während beim aufmerksamen Lesen anderer Artikel im Heft deutlich wird, dass unser Freizeitverhalten längst Toleranz- grenzen der Natur erreicht hat und überschreitet, huldigen die beiden Heftseiten dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Man suggeriert, dass wir unseren ex- zessiv verbrauchenden, spaßorientierten und reizsuchenden Lebensstil ohne Furcht vor schädlichen Auswirkungen auf die Natur fortführen können, wenn wir nur ein paar Dinge be- achten oder unterlassen. Dabei geht es bei den vorgestellten Tätigkeiten keineswegs um Existenzsicherung, sondern um beworbene Freizeitaktivitäten, ohne die ein Leben zumindest vorstellbar ist. Dr. Gertrud Scherf, 84359 Simbach am Inn Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass Wiedehopf im Garten Ich habe das neue LBV-Heftl bekommen und grade durchgeschaut. Ich möchte Ihnen sagen, dass es suuuper ist. Von vorn bis hinten. Die Themen, die Aufmachung, der Stil, alles. Besonders „Das Volksbegehren im eigenen Garten“ hat mir aus der Seele gesprochen, und „Fair aber hart“ ist toll. Ich freu mich so über den LBV! Bärbel Schafhirt, 93051 Regensburg Zum Titelthema „Freizeit vs. Natur“ (02/19) Die aktuelle Ausgabe des LBV-Magazins bringt ein Thema auf den Punkt, das mich sehr bewegt. Ob am Wasser oder am Fels und im Gebirge – die Rückzugsräume der Natur werden immer knapper und die Konkurrenz der Nutzungsansprüche wird immer heftiger. Auch in meinem W-Seminar gehe ich mit Schülern dieser Problematik nach. Ein Seminararbeits- thema lautet: Alpine Trendsportarten und ihre Umweltver- träglichkeit. Die Doppelseite „Naturnahe Freizeitgestaltung: Was geht und was nicht?“ bietet ja eine ideale Übersicht dazu. Hochinteressant auch das Interviewmit dem DAV-Vize- präsidenten Rudi Erlacher. Herzlichen Dank! Dagmar Horn, 86157 Augsburg Ideale Übersicht Von vorne bis hinten super Post L E S E R B R I E F E FOTOS: HENNI PASCOE, MICHAEL PLAGENS, HERBERT HENDERKES, JOSEF BAURIEDL | GRAFIK: LONGSUNDAY.COM - MATHIAS VETTERLEIN Bild-Einsendung von Henni Pascoe, 80802 München Klebefallen, sogenannte Gelbsticker, werden oft als gift- freie Alternative zur Bekämpfung von Schädlingen ange- priesen. Leider werden sie immer wieder für Vögel und Fledermäuse zum Verhängnis. Denn auf der Suche nach Nahrung in Ställen, Obstwiesen oder Gärten können die Tiere beim Kontakt mit den Klebeflächen hilflos in den Fallen hängen bleiben. Außerdem bleiben auch andere Insekten (Nützlinge) wie Käfer, Ameisen und Schmetter- linge kleben. Gelbsticker sollten daher möglichst nur im Innenbereich verwendet werden, und wenn man sie un- bedingt im Garten verwenden möchte, sollte unbedingt ein Schutzgitter um die Falle, zum Beispiel aus Kaninchen- draht mit mindestens fünf Zentimeter Abstand zur Klebe- fläche, angebracht werden. ANNE SCHNEIDER, LBV-Referat Artenschutz Anm. der Redaktion Zum Titelthema „Freizeit vs. Natur“ (02/19) !
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