VOGELSCHUTZ 3-19

20 VOGELSCHUTZ 3|19 Wiedehopf Von den neuen Gesetzen des erfolgreichen Volksbegehrens Artenvielfalt werden in den kom- menden Jahren auch zahlreiche stark bedrohte Arten in Bayern direkt profitieren. Ihr Lebens- raum ist in Zukunft besser geschützt. Wir stellen Ihnen einige der Gewinner vor. Rettung in letzter Sekunde Viele tausend Feldhasen und Wie- senbrüter wie Feldlerche, Kiebitz und Wachtelkönig werden jedes Jahr Op- fer der Mahd, wenn Felder von außen nach innen gemäht werden. Das Volks- begehren hat diese Form der Mahd verboten. Bei der Mahd von innen nach außen haben die Tiere die Mög- lichkeit, im Schutz der noch stehenden Vegetation aus der Fläche zu fliehen. Das vom Aussterben bedrohte Rebhuhn kann gerettet werden: Mit der Schaffung eines Biotopverbunds werden die so wichti- gen Brachen, Blühflächen und Hecken neu entstehen. Mit der Ausweitung des Öko- landbaus wird das Nahrungsangebot in der Feldflur deutlich besser und auch die Ge- wässerrandstreifen entlang aller Bäche ver- größern den Lebensraum für das Rebhuhn. Gemeinden können einen Beitrag mit Blüh- flächen im Außenbereich leisten. Feldhase Rebhuhn T H EMA Der Wiedehopf ist ein klassischer, aber sehr seltener Bewohner alter Streuobstwiesen. Er lebt vor allem von Großinsekten wie Grillen, Käfern und Engerlingen. Daher ist er auf strukturreiche Lebensräume wie die blütenreichen Streuobstwiesen an- gewiesen. Für sein Nest benötigt er große Baumhöhlen, wie sie in alten, knorrigen Obstbäumen zu finden sind. Der Schutz und die Förderung von Streuobstwiesen bedeuten Hoffnung für den Wiedehopf.

RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=