VOGELSCHUTZ 2-19
6 VOGELSCHUTZ 2|19 Zum Kommentar „Leiser Tod“ (01/19) Zum Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ Zum Artikel „Über 100 Jahre LBV“ (03/18) Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben Sie uns unter leserbriefe@lbv.de oder per Post an Redaktion VOGELSCHUTZ, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein. Die Redaktion behält sich aus Platzgründen eine Auswahl und das Kürzen von Leserzuschriften vor. Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. i Sie haben ja so recht. So ein Mähroboter kann bei Flora und Fauna viel Unheil anrichten. Ein Aber jedoch kann ich Ihnen nicht ersparen. Der Ro- boter macht ja nichts anderes als ein ganz normaler, motorgetriebener Rasenmäher. Er wird in der Regel ein Mal pro Woche in Gang gesetzt, um das Gras kurz zu halten. Der Roboter per se ist die falsche Adresse für eine Klage über das Unheil, das er angeblich anrichtet. Man sollte die Hersteller der Mähroboter auf- fordern in ihren Prospekten eindringlicher auf die Gefahren hinzuweisen. Ich habe mir einen solchen „Mähknecht“ gekauft. Ich bin jetzt 90 Jahre alt und das Mähen mit einem normalen Rasenmäher war mir zu beschwerlich. Unser Garten hat ca. 650 qm, davon sind etwa 400 qm Woh- nungsangebot für Igel, Mäuse, Vögel, Wespen, Wildbienen, Schmetter- linge, Hornissen, etwa 50 Zauneidechsen und so weiter. Außerdem gibt es kaum einen Monat, an dem nicht irgendwo irgendetwas blüht. Mein schlechtes Gewissen hält sich in Grenzen. Kaum gibt es einen Aufruf zu einer Aktion wie „Rettet die Bienen“, schreien die Landwirte schon. Zuallererst der Bauernverband, der sich weitge- hend ohnehin nur für die agrarindustriellen Groß- bauern einsetzt. Die kleinen Höfe werden in keiner Weise berücksichtigt und gefördert, wobei gerade hier ein großes Potenzial für den Artenschutz läge. Zum Weiterbewirtschaften sind die Kleinen un- rentabel, aber gerade diese Kleinstbetriebe (meist nur einige Hektar groß) könnte man entsprechend unterstützen für den Arten- und Naturschutz. Fa- tal, das Land fördert nur Betriebe ab drei Hektar. Die großen Betriebe mit mehreren hundert Hekt- ar Ackerland, meist in Monokulturen, muss die Re- gierung in die Verantwortung nehmen und zwar mit entsprechenden Vorschriften. Mähknecht ohne schlechtes Gewissen Auch die Ausgabe „Vogelschutz 3/2018“ habe ich in gewohnter Weise interes- siert gelesen. So ist mir gleich aufgefal- len, dass im Beitrag über die Geschich- te des LBV eine Lücke klafft. Ich bin als Schüler im Januar 1965 dem LBV beige- treten und habe die Haubenmeise als Anstecker sowie die Mitgliedskarte mit der Nachtigall erhalten. Demnach hat es in der Geschichte des LBV zwischen 1932 und 1970 mindestens ein weite- res Logo gegeben. Als Nachweis habe ich ein Foto von meiner Mitgliedskarte und Anstecker angehängt. Egon Gerl, 93053 Regensburg Georg Nowak, 95030 Hof Dr. Hans Steger, 83135 Schechen Weiteres LBV-Logo aufgetaucht Bauernverband spricht nicht für die kleinen Höfe Post L E S E R B R I E F E FOTOS: GEORG NOWAK, BIRGIT HELBIG, THOMAS RÖDL Zum Artikel „Natürliche Vogelfütterung“ (04/18) Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Natürliche Vogelfütterung“ im aktu- ellen LBV-Magazin gelesen. Sie empfehlen auch den Efeu. Nun habe ich am Haus reichlich Efeu und er macht mir Sorgen, weil er Gebäudeschäden verursacht, z.B. wächst er unter die Dachziegel, unter die Fassadenverkleidung und was er an der Drainage anrichtet, will ich lieber nicht so genau wissen. Ich denke deshalb schon länger darüber nach, ihn zu roden. Gibt es eine Alternative zum Roden, wie die Gebäudeschäden vermieden werden können und der Efeu erhalten wer- den kann? Antwort unserer Gartenexpertin: Das mit dem Efeu am Haus ist ziemlich kniffelig, ich habe da selber auch meine Erfahrungen. Ich schneide ihn mittlerweile am Haus zweimal jährlich zurück, das hält ihn ganz gut im Zaun. Leider ist Efeu ja so ziemlich die einzige Pflanze, die ins Dunkle hinein, also auch un- ter Ziegeln und Verkleidungen wächst. Alternativ kann man den Efeu an Bäume, Büsche oder auch freistehen- des, stabiles Totholz oder Wälle pflanzen, er ist ja kein Schmarotzer, schadet den Pflanzen also nicht. In mei- nem Garten wächst ein mittlerweile fast 30-jähriges Exemplar an einer großen Lärche (siehe Foto). Das ist natürlich optimal für die Tiere und ohne weiteren Pflegeaufwand. Am Haus kann ich leider auch nur regelmäßigen, beherzten Rückschnitt empfehlen bis zu den Stellen, an denen die Wand Anschlüsse (Traufe, Fensterlaibungen usw.) hat, um die Pflanze und das Gebäude zu erhalten. BIRGIT HELBIG Efeu verursacht Gebäudeschäden Erhard Goller, 95028 Hof
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