VOGELSCHUTZ 1-19

1|19 VOGELSCHUTZ 27 Die Kreisgruppe Pfaffenhofen verlieh den von der Familie Scheller gestifteten Preis im Jubiläumsjahr an ein außerge- wöhnliches Schulprojekt: Zehn Schüler/innen des Schyren- Gymnasiums kartierten für ihre Seminararbeiten z.B. Trau- erschnäpper, Dachs und Großen Brachvogel im Landkreis. Damit leisteten sie wichtige Beiträge für den Naturschutz vor Ort. Inspiriert und unterstützt wurden sie von ihrer Fachbetreuerin Elke Leppelsack, die auch Jugendbeauftrag- te der Kreisgruppe ist. ANKE BRÜCHERT In der ausgeräumten und intensiv genutzten Agrarland- schaft können Freiflächen-Solaranlagen wichtige Bioto- pe darstellen – wenn sie richtig gepflegt werden. Doch die Landshuter LBV-Kreisgruppe kam einem drastischen Miss- stand auf die Spur: In vielen Solarparks wird mehrmals im Jahr mit Mulchern der gesamte Tier- und Pflanzenbestand kleingehäckselt. Und zwar trotz Mulchverbot! Für die Aktiven ist diese Situation nicht akzeptabel. Im Rahmen eines Solar- park-Monitorings erfassen sie daher seit vergangenem Jahr den Mulchereinsatz in den etwa 50 Landshuter Solarparks, kontrollieren die einzelnen Areale und dokumentieren, ob beweidet, gemäht oder gemulcht wird. Die Ergebnisse stel- len sie ins Internet und liefern damit die Grundlage für Ge- spräche mit Betreibern und Aufsichtsbehörden. Ziel ist eine naturschutzfachlich akzeptable Pflege der Parks und eine konsequente Umsetzung der Genehmigungsauflagen. Mehr unter: www.landshut.lbv.de/faktenerhebung-solarparks CHRISTIAN BRUMMER LANDSHUT | NIEDERBAYERN FOTOS: ANDREAS ENGL (3), ANKE BRÜCHERT, KATRIN STRULLER, PRIVAT Freiflächen-Solaranlagen: Verschenkte Biotope? MEMMINGEN | SCHWABEN Demokratie und Naturschutz Naturschutz oder Tourismus? Wie viel Natur will unsere Ge- sellschaft – und wer darf überhaupt bestimmen, wo und wann Naturschutz Vorrang hat? Mit diesen spannenden Fra- gen beschäftigten sich die Schüler/innen der Q11 am Mem- minger Vöhlin-Gymnasium bei der Veranstaltung „Bürger- beteiligung in der Politik – Chancen und Herausforderungen der direkten Demokratie“. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit hatte sie gemeinsam mit dem Schweizer Generalkonsulat organisiert. Kathrin Struller vom LBV und Tobias Klöck von der Unterallgäu Aktiv GmbH stell- ten die Interessen und Positionen von Naturschutz und Tou- rismus im Allgäu vor. Die Schüler durften zuletzt ganz prak- tisch per Abstimmung entscheiden: Soll der Tourismus im Unterallgäu zu Lasten der Natur ausgebaut werden? Schnell wurde klar, dass eine klare Fragestellung und fundierte Infor- mationen oft fehlen, um sich als Bürger eine Meinung bilden zu können. Eine Entweder-oder-Entscheidung wollten dann auch die wenigsten Schüler treffen. Ihr Fazit: Demokratie ist gut, aber nicht immer einfach. KATHRIN STRULLER L B V V O R O R T LBV trauert um Reimut Kayser Als ehrenamtlicher Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Dillingen hat Reimut Kayser unsere Verbandsarbeit enorm bereichert. Sein Antrieb war es, Na- tur und Mitgeschöpfe vor Bedrohung durch den Menschen vorbehaltlos zu schützen. Darauf gründete sein unermüdlicher Einsatz für den Artenschutz. Er wurde als Gutachter, Berater und Freund weit über die Landkreisgrenzen hinaus geschätzt. THERESA RAUNEKER Naturschutzpreis der Kreisgruppe Pfaffenhofen PAFFENHOFEN | OBERBAYERN DILLINGEN | SCHWABEN Bei richtiger Pflege können Freiflächen-Solaranlagen wichtige Biotope sein (v. l. n. r.): Nest unter der Solaranlage, Wespen- spinne, Kleiner Fuchs.

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