VOGELSCHUTZ 1-19
1|19 VOGELSCHUTZ 17 Alpenvögel: Verminderung von Störungen Der Druck durch Freizeit und Tourismus in den Alpen steigt. Steinadler und Birkhuhn sind davon besonders be- troffen: Sie brauchen Ruhezonen, in denen sie ungestört brüten und Junge aufziehen können. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Aktiven des LBV haben daher im All- gäu Schutzmaßnahmen umgesetzt: Hubschrauber- und Gleitschirmpiloten halten jetzt Sicherheitsabstände, der Bruterfolg hat sich seitdem fast verdoppelt und zwei neue Steinadlerreviere konnten nachgewiesen werden. Ähn- liche Regelungen sind für das Birkhuhn geplant. Für die Diskussionen zum Riedberger Horn spielten die vom LBV erarbeiteten Fachgrundlagen eine entscheidende Rolle. LBV-Gebietsbetreuer/innen: Umsetzer vor Ort In einigen SPA in Bayern sind Gebietsbetreuer/innen aktiv. Der LBV ist Träger von zehn solchen Ge- bietsbetreuerstellen, die alle einen direkten Bezug zu FFH- und Vogelschutzgebieten oder relevanten Arten haben. Die Palette reicht vom Karwendel mit Isar über die Allgäuer Hochalpen, die voralpinen Moore imLandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, das Ammerseegebiet, den Starnberger See, das Donau- tal bei Straubing, das fränkische Seenland bis hinauf in die Agrarlandschaft rund um Würzburg und die Wiesenbrütergebiete bei Cham und im Landkreis Coburg. Die Gebietsbetreuer unterstützen die Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie nicht nur tatkräftig bei der naturschutzfachlichen Planung und bei Maßnahmen vor Ort, sie sind auch Ansprechpartner für Behörden und zahlreiche Nutzergruppen. im Landeanflug Steinadler Gruppenbild der bayerischen Gebietsbetreuer/innen Gebietsbetreuer Steinadlerreviere in den Bayerischen Alpen 45 Heute haben wir wieder circa
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