VOGELSCHUTZ 3-18

3|18 VOGELSCHUTZ 9 SPESSART I FOTO: MICHAEL KUNKEL Skischaukel-Befürworter daran hindern, einen Bauantrag zu stellen. Genehmigungsbehörde wäre dann aber das Land- ratsamt, dem gegenüber die Bayerische Staatsregierung diesbezüglich nicht weisungsbefugt ist. Der Bayerischen Staatsregierung wären hier die Hände gebunden. Der ein- fachste Schritt, um eine dauerhafte, rechtsverbindliche Ga- rantie für den Verzicht auf die Skischaukel zu erhalten, wäre somit die Rücknahme der Änderung des Alpenplans. Solan- ge dies vom Landtag nicht freiwillig erfolgt, werden wir unse- re Normenkontrollklage vor Gericht aufrechterhalten. Volksbegehren Besonders schmerzhaft ist für uns der Verlust an Natur und die Zerstörung unserer Landschaft durch ausufernde Ge- werbegebiete, Verkehrsinfrastruktur und Wohngebiete. Aus diesem Grund haben wir uns dem Volksbegehren „Beton- flut eindämmen“ angeschlossen. Am 17. Juli 2018 hat der Baye- rische Verfassungsgerichtshof in München den Gesetzentwurf, der den täglichen Flächenverbrauch in Bayern auf 5 Hektar begrenzen möchte, jedoch abgelehnt (Artikel auf S. 32). Das Volksbe- gehren ist damit beendet – nicht jedoch unser Einsatz gegen einen maßlosen Flächenverbrauch, der Natur, Landschaft und Lebensqualität in Bayern gleichermaßen unter Druck setzt. Gemeinsam mit vielen weiteren Verbänden und Par- teien werden wir uns weiter für den Wandel zu einer nach- haltigen und umsichtigen Landesplanung einsetzen. Nur so hat die einzigartige Natur in Bayern in Zukunft eine Chance. oder 200 Jahren uns dafür danken würden. Nehmen wir die- se Verantwortung und historische Dimension ernst! LBV-Forderungen zur Landtagswahl in Bayern „Großflächig nutzungsfreie Schutzgebiete in der Laubwald- zone sowie in den Donauauen“, das ist eine von „7 Forde- rungen für die Natur in Bayern“, die der LBV anlässlich der Landtagswahl im Oktober 2018 erhoben hat (Artikel auf S. 30). Unsere Forderungen reichen von der Sicherung der Bio- diversität in der Agrarlandschaft über den Gewässerschutz, den Erhalt des Alpenplans, mehr Personal für Naturschutz- behörden und eine Begrenzung des Flächenverbrauchs bis hin zu einer besseren finanziellen Ausstattung der Umwelt- bildung. Wir sind der Überzeugung, dass durch die Umset- zung der Verlust an Biologischer Vielfalt in Bayern nicht nur aufgehalten, sondern auch tatsächlich rückgängig gemacht werden kann. Unsere zentralen Anliegen haben wir mit den poli- tischen Parteien sowie zahlreichen Kandidatinnen und Kandidaten intensiv diskutiert. Bitte schauen Sie sich unsere Forderungen an und sprechen Sie, wenn Sie unsere Standpunkte teilen, über diese mit Ihren lokalen Landtagskandidatinnen und -kandi- daten. Vergessen Sie dabei nicht: Wir haben ein Recht auf mehr Natur in Bayern! Alpenplanänderung rückgängig machen Viele Menschen denken, dass durch die Zusage vonMinister- präsident Söder, alternativ zu einer Skischaukel am Riedber- ger Horn unter anderem ein „Zentrum Naturerlebnis alpin“ mit einem Gesamtbudget von rund 20 Millionen Euro zu er- richten, die ursprünglich geplante Skiverbindung vom Tisch ist. Leider teilen wir diese Meinung nicht. Solange die vom Bayerischen Landtag beschlossene Änderung der Grenzzie- hung der streng geschützten Zone C am Riedberger Horn nicht rückgängig gemacht wird, kann niemand einen der Folgen Sie mir auf Twitter unter @N_Schaeffer Das Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ wurde abgelehnt

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