VOGELSCHUTZ_2_18
FOTOS: DR. EBERHARD PFEUFFER (2), BIRGIT HELBIG (2), HEIDRUN ALBRECHT, MARKUS GLÄSSEL, CLAUDIA BECHER, FRANK DERER, JAN EBERT Krefeld ist überall! Sie lesen klimaneutral E D I T O R I A L 4 VOGELSCHUTZ 2|18 Liebe Leserinnen und Leser, 16 Meldebogen zur Stunde der Gartenvögel PLUS* 36 14 20 16 28 10 Aktionen für Kinder im Naturschutzgebiet Buchleite Insektensterben vielen Dank für Ihre zahlreichen Rückmeldungen zu unserem neuen Magazinlayout und Design. Die über- wiegend positiven Zuschriften zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und ermutigen uns, so weiter- zumachen. Eine Anregung, die wir uns zu Herzen ge- nommen und gleich in dieser Ausgabe umgesetzt ha- ben, ist eine verbesserte Lesbarkeit der Schrift. Einige Leser wiederum meinten Änderungen erkannt zu ha- ben, die allerdings gar keine waren. So ist das Papier immer noch das gleiche und unsere Bilder sind insge- samt auch nicht dunkler geworden. Überhaupt nicht nachvollziehen können wir hin- gegen das reflexartig erfolgte Abstreiten des von Kre- felder Forschern über zwei Jahrzehnte dokumentierten und somit erwiesenen Insektensterbens von Seiten des Bauernverbands, wie: „Voreilige Schlüsse in Richtung Landwirtschaft verbieten sich.“ Seit Oktober ist das Thema in aller Munde, was uns bestärkt hat, diesen Tie- ren eine ganze Ausgabe zu widmen. Seitdem haben es die kleinen Krabbeltiere sogar in den Koalitionsvertrag, die Reden des damals noch designierten Bayerischen Ministerpräsidenten Söder und das Singspiel am Nock- herberg geschafft. Dennoch weist der Bauernbund Brandenburg die Verantwortung der Landwirtschaft am Insektenster- ben zurück und unterstellt, die Daten hätten „Natur- schutzfreunde“ und nicht Wissenschaftler erhoben. Der Deutsche Bauernverband, so auch sein Vorsitzender Joachim Ruckwied, forderte lediglich ein weiteres um- fassendes Monitoring. Auf die Spitze trieb es jedoch der CSU-Europaabgeordnete Albert Deß, der auf seinem Facebookprofil ein mittlerweile gelöschtes Bild vom Kühlergrill seines Diesel-BMW postete, ganz nach dem Motto, es gäbe doch gar kein Insektensterben. Noch habe er tote Insekten an seinem Auto kleben. Doch Krefeld ist überall. Das Insektensterben ist eine Tatsache, auch bei uns in Bayern. Ihr Markus Erlwein Chefredakteur
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