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würde wenig passieren. Aber die Arbeit all dieser Gruppen muss koordiniert werden, weil sonst kei- ne Nachhaltigkeit bestehen würde, die wir im Na- turschutz brauchen. VS: War das Wachstum denn vor 20 Jahren noch nicht absehbar, also hätte man damals nicht gleich einen größeren Neubau errichten sollen? Koller: Wir haben damals vorgesorgt und beim Bau der LBV-Geschäftsstelle 1996 bereits das 12 mal 12 Meter große Areal, auf dem jetzt ein zwei- stöckiger Fachbürobereich errichtet werden soll, unterkellert. Daher sparen wir uns nun die Kosten für den Keller und brauchen nur nach oben bauen. VS: Was ist konkret geplant? Koller: Effektiver Naturschutz verlangt auch effizi- ente Organisations- und Verwaltungsstrukturen. Deshalb möchten wir zum einen die ausgelager- ten Referate Landschaftsökologie und die NAJU zurück ins Haus holen und zum anderen den Ver- sand- und LBV-Shop-Bereich, der sich momentan im Untergeschoss befindet, ebenerdig ansiedeln, um effizienter arbeiten zu können. Dazu wollen wir eine kleine Lager- und Arbeitshalle errichten, die eine schnelle Anlieferung, eine vernünftige Aufbewahrung und einen problemlosen Versand Ann Grösch, Gerhard Koller, Ludwig Sothmann, Klaus Hübner und Norbert Schäffer bei einer LBV-Sitzung 1981 Die LBV-Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein heute Richtfest im Jahr 1996 Wenn Sie mit uns in die Zukunft bauen möchten, können Sie uns mit Ihrer Spende unterstützen. Weitere Infos finden Sie auf der nächsten Seite. der mittlerweile jährlich ca. 17.000 Pakete ermöglichen soll. Zudem können wir so endlich eine vernünftige zentrale Lage- rung unserer Ausstellungsmodule, unserer Arbeitsgeräte und unserer Registratur schaffen. Bislang haben wir diese Sachen auf sieben Garagen in Hilpoltstein verteilt. VS: Wann soll es losgehen? Koller: Im Oktober 2017 hatte die Delegiertenversammlung in Amberg den Bau befürwortet. Das Vorhaben wurde dann mit der Planungsbehörde besprochen und soll Ende März starten, wenn die Finanzierung definitiv steht. Geplanter Ein- zugstermin ist Ende Oktober 2018. Das klingt ambitioniert, doch laufen die Vorbereitungen schon seit etwa einem Jahr. So haben wir bereits mit unserem Planer, der übrigens seit langem LBV-Mitglied ist, und mit Baufirmen und Herstellern von Baumaterialien gesprochen. Letztendlich konnten wir so einen Festpreis von 926.000 Euro aushandeln. VS: Wie sieht die Finanzierung aus? Koller: Die Finanzierung erfolgt zu rund einem Fünftel durch Eigenmittel. Ferner hoffen wir, dass uns LBV-Mitglieder und Förderer mit einem nochmals gleich hohen Spendenbetrag, also etwa 200.000 Euro, unterstützen. Den Rest finanzieren wir über günstige Kredite unserer Hausbank, die uns auch Sondertilgungsraten eingeräumt hat. VS: Und wie werden die Bauarbeiten ablaufen? Koller: Ich möchte betonen, dass wir wie 1996 auch jetzt zweckmäßig und ökologisch bauen wollen. Wo sich dabei Geld sparen lässt, werden wir das tun, und möglichst viel in Eigenleistung machen. So haben wir beispielsweise noch nie Maler beauftragt, sondern alles von Grund auf selbst an Wo- chenenden gestrichen. Unser LBV-Shopleiter Uwe Kerling hat nicht nur den LBV-Shop hervorragend entwickelt, sondern ist auch ein genialer Handwerker, der schon Wände eingezogen und Fußböden verlegt hat. In Hilpoltstein gibt es viele ande- re Menschen wie ihn, die uns bei Bedarf ehrenamtlich helfen würden. Und auch die Kollegen sind immer wieder gern zu „Streichtaten“ und anderen Arbeiten bereit. VS: Wo können sich LBV-Spender und Mitglieder über den Baufortschritt informieren? Koller: Wir werden die von uns gewohnte Transparenz auch bei diesem Projekt gewährleisten. Außerdem werden wir alle Spender zu einem Tag der offenen Tür einladen und uns so nochmals persönlich bei allen Unterstützern bedanken. INTERVIEW: THOMAS KEMPF FOTOS: RICHARD FISCHER. LBV ARCHIV 1|18 VOGELSCHUTZ 21
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