VOGELSCHUTZ 3-20

26 VOGELSCHUTZ 3|20 Auch die Veranstaltungen der Ortsgruppe Dorfen mussten wegen der Corona-Beschränkungen ausfallen. Besonders betroffen waren davon in dieser Zeit Familien mit kleinen Kindern. Sophia Ringler, Leiterin der örtlichen Kindergrup- pe, entwickelte deshalb eine Natur-Schnitzeljagd. An sieben Stationen in der Umgebung Dorfens wurden verschiedene Naturerlebnisse organisiert. Dazu zählten der Besuch eines Hühnerstalls, die Besichtigung einer Eisvogel-Brutwand und die eingehende Inspektion eines Insektenhotels. An jeder Station musste nach einem Buchstaben für ein Lösungs- wort gesucht werden. Am Ende erwartete die Kinder ein kleiner Preis. Sie hörten aufmerksam zu und lernten dabei viel Interessantes. Gerade bei den Jüngsten ist es wichtig, das Verständnis für die Natur und den schonenden Um- gang mit ihr zu fördern. WOLFGANG WEIDENHAMMER Wer als Beamter oder Beamtin von Post, Postbank oder Telekom innerhalb von drei Jahren 1.000 Stun- den ehrenamtlich ableistet, kann seit 2018 abschlags- frei früher sein reguläres Arbeitsleben beenden. Diese als „Engagierter Ruhestand“ bezeichnete Vor- ruhestandsregelung gilt auch für den Bundesfreiwil- ligendienst oder die Familienpflege. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber einverstanden ist. Nachdem das Programm erfolgreich ist, wurde inzwischen eine Verlängerung im Bundesrat bis 2024 beschlossen. Auch der LBV erhielt zunehmend Anfragen, ob ein „Engagierter Ruhestand“ abgeleistet werden kann. Die möglichen Einsatzstellen sind dabei sehr vielfältig und über ganz Bayern verteilt. Neben den vier hier Vorgestellten, gehören zur ersten Gene- ration des „Engagierten Ruhestands“ im LBV: Hen- ry Dressel als „guter Geist“ in Coburg, Ralph Lottes in der Geschäftsstelle Nürnberg, Markus Liebl als Fledermausberater in Neustadt-Weiden, Hermann Schmidt als Projektunterstützung in Garmisch, Mar- got Backes am Lindenhof im Büro und bei der Tier- pflege sowie Alfred Fleischer in Regenstauf bei der Annahme, Aufzucht und Fütterung der Vögel. Der LBV freut sich über die Begeisterung der „En- gagierten Ruheständler*innen“ für ihre Tätigkeiten, und dass manche sich über das Programm hinaus engagieren möchten. Viele kannten den LBV vorher nicht und sagen nun: „Den LBV find ich toll – muss man unbedingt haben!“ Wer interessiert ist, kann sich gerne an den LBV vor Ort oder die zentrale LBV- Engagementbeauftragte wenden (anke.bruechert@ lbv.de ). DORFEN | OBERBAYERN Natur-Schnitzeljagd für Kinder Engagierter Ruhestand FOTOS: SIMONA ZERR, HENKELMANNS, PIXABAY, KERSTIN HARRER, VON PRIVAT (3), WOLFGANG WEIDENHAMMER Jeden Herbst bringen unzählige hilfsbedürftige Igel die Tier- heime an ihre Grenzen. Viele leiden unter Pilzinfektionen oder übermäßigem Parasitenbefall. Selbst wenn sie wieder gesund sind, können sie oft nicht an ihren Fundort zurück. Im Landkreis Starnberg haben sich deshalb engagierte Igelschützer*innen und der LBV zusammengetan, um das Tierheim zu unterstützen. Über eine Anzeige wurden Inte- ressierte zur Mithilfe aufgerufen. Am Tag der offenen Tür konnten sie sich informieren, wie sie Winterquartiere für genesene Pflege-Igel bereitstellen. Mehr als 60 Igelfreun - dinnen und -freunde wollten helfen und registrierten sich. Seitdem werden sie durch eine WhatsApp-Gruppe über ab- gabebereite Igel des Tierheims informiert. So fanden zahl- reiche Igel einen Schlafplatz für den Winter und meist ein neues Zuhause fürs nächste Igeljahr. CLAUDIA TREPTE STARNBERG | OBERBAYERN Aufbau eines Igel-Netzwerkes L B V V O R O R T Angehende Pensionäre sind ehrenamtlich für den LBV tätig

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