Ergebnisse Brutsaison 2017

Die fränkischen Ortolanbestände konnten sich leicht erholen

Nachdem der fränkische Ortolan-Bestand im Vorjahr einen erschreckenden Rückgang von 21 % erlebte, konnten die Ortolan-Schützer in diesem Jahr wieder etwas aufatmen: die Anzahl der Reviere nahm 2017 wieder leicht zu.

Ortolan_Männchen sitzt auf offenem Boden|© H.-J. Fünfstück © H.-J. Fünfstück
Ortolan-Männchen (Emberiza hortulana)
OrtolanSingwartenkartierungEntwicklungbis2017
Ergebnisse der Probeflächenkartierung: Entwicklung der Anzahl der Reviere seit dem Jahr 2003. (Grafik: © LBV)

Dieses Jahr wurde der Ortolan-Bestand Frankens in zehn Probeflächen kartiert – zwei Probeflächen in den Landkreisen Neustadt a.d. Aisch und Kitzingen kamen dazu, da dort bei der flächendeckenden Kartierung 2015 eine beachtliche Anzahl von Ortolan-Revieren erfasst wurde. Im letzten Jahr musste bedauerlicherweise ein Rückgang der fränkischen Ortolan-Reviere um 21% festgestellt werden. Außerdem wurden die klimatischen Bedingungen während der Brutzeit im Vorjahr als sehr ungünstig eingeschätzt, was einen negativen Einfluss auf den Bruterfolg und damit auch die darauffolgende Brutsaison haben kann.

Getreideanbau neben Maisacker in Unterfranken |© LBV © LBV
Getreideanbau neben Maisacker als Brutfläche für den Ortolan

Dieses Jahr konnten allerdings wir mit einer gewissen Erleichterung feststellen, dass es 2017 zu keinem weiteren Rückgang kam. Im Gegenteil: über alle Probeflächen gemittelt nahm die dokumentierte Anzahl von 75 auf 80 singende Männchen zu (ein leichtes Plus von 6%; bei diesen Zahlen sind die neuen Probeflächen nicht mit einbezogen). Dennoch liegt dieser Bestand –mit Ausnahme des niedrigen Ergebnisses von 2016- unter dem der letzten acht Jahre und gibt immer noch Anlass zur Sorge.


Dank der hervorragenden Kooperationsbereitschaft der fränkischen Landwirte werden jedes Jahr viele Maßnahmen zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Ammernart in der Agrarlandschaft umgesetzt. Heuer legten 60 Landwirte auf ganzen 195 Flächen Schutzmaßnahmen mit einer Gesamtfläche von 57,48 ha an. Damit konnten etwas mehr Einzelmaßnahmen vermittelt werden als im Vorjahr. Ab 2018 werden erstmals auch im Landkreis Neustadt a.d. Aisch Ortolan-Maßnahmen umgesetzt werden, um die dortige Population zu unterstützen.

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