Neue Agrarpolitik jetzt!

Unsere Steuergelder für eine faire, gesunde und naturverträgliche Landwirtschaft

58 Milliarden Euro Agrarsubventionen fließen jedes Jahr in die Landwirtschaft. Doch nur ein Bruchteil davon wird für Maßnahmen ausgegeben, von denen Verbraucher, Landwirte und Umwelt gleichermaßen profitieren. Das muss sich jetzt ändern - mit einer Reform der EU-Agrarpolitik!

Die Feldlerche als Agrarvogel verschwindet immer mehr aus unserer Landschaft

Jedes Jahr fließen 114 Euro von jedem EU-Bürger in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union. Eine ganze Menge Geld! Es macht rund die Hälfte des Einkommens der landwirtschaftlichen Betriebe aus. Diese Subventionen bestimmen damit ganz wesentlich, wie unsere Lebensmittel produziert werden. Doch leider bleibt am Ende für Natur und Umwelt wenig übrig.

Landwirtschaft lohnt sich meist nur für den, der das Maximum aus seinen Feldern oder Tieren herausholt, mit viel Dünger und Pestiziden. Pro EU-Bürger gehen geschätzt weniger als vier Euro jährlich in die Naturschutzförderung. Das Insekten- und Vogelsterben, vielerorts zu hohe Nitratwerte im Grundwasser und fehlende Perspektiven für Bauern, die es anders machen wollen, sind nur einige Zeichen dafür, dass unser Geld von der Agrarpolitik völlig falsch verwendet wird.

Was können Sie selbst für eine bessere Agrarpolitik tun?

Bunte Blumenwiese |  © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning

Was im Europaparlament entschieden wird, bestimmt die Umweltschutzgesetze in Deutschland maßgeblich mit: EU-Richtlinien und Verordnungen müssen in nationales Recht umgesetzt werden. Die Europaabgeordneten im Parlament (MdEPs) haben daher einen großen Einfluss auf die Gestaltung des Natur- und Umweltschutzes bei uns.

Sagen Sie Ihrem Abgeordneten, dass wir eine neue Agrarpolitik brauchen – für Mensch und Natur. Als Wähler haben Sie eine große Macht! Jahr für Jahr fließen derzeit 114 Euro von Ihnen und jedem anderen EU-Bürger über die Steuern in die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Doch nur ein Bruchteil davon wird für Maßnahmen zur Rettung der Feldlerche und anderer Feldvögel ausgegeben.

Das muss sich bei den anstehenden Neuverhandlungen der EU-Agrarpolitik ändern, bevor es zu spät ist!

Machen Sie mit: Meine 114 Euro für die Natur

Nutzen Sie den „Geldschein“  und sagen Sie damit Ihrem MdEP, wofür Ihre 114 Euro verwendet werden sollen.

So geht's:

  • Schauen Sie sich Ihre Region an – was sind die Probleme in der Agrarlandschaft bei Ihnen vor Ort? Was müsste anders gemacht werden? Was würde den Tieren und Pflanzen in der Agrarlandschaft aus Ihrer Sicht am meisten helfen?
  • Schreiben Sie Ihre Vorschläge in das Feld „Meine 114 Euro für …“ auf der Karte. Je mehr Bezug zur eigenen Region, desto wirksamer ist die Botschaft bei Ihrem MdEP!
  • Geben Sie Ihren Namen sowie Ihre Postleitzahl an. So können wir Ihren direkten MdEP identifizieren.
  • Schicken Sie die Postkarte an die Bundesgeschäftsstelle unseres Partners NABU. Wir übergeben Ihre Karte im Laufe der nächsten Monate bis zur Abstimmung über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) an die verantwortlichen Politiker.

Setzen Sie mit dieser Aktion ein Zeichen für eine naturverträgliche Agrarpolitik – zum Schutz der Feldlerche, für Sie, Ihre Kinder und Enkel!

HIER POSTKARTE BESTELLEN

Wie kommen wir auf 114 Euro?

Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 sind im EU-Haushalt insgesamt 408.312.052.000 Euro für die beiden Säulen der GAP vorgesehen. Das macht pro Jahr im Durchschnitt 58.330.293.143 Euro. Geteilt durch die Einwohnerzahl der EU im Jahr 2017 – etwa 511,5 Millionen – ergibt das einen Betrag von 114 Euro von jedem EU-Bürger für die GAP.

Wie wird die GAP umweltfreundlich?

Die wiederholten Versuche, die GAP „grüner“ zu machen, sind gescheitert. Entweder gab es zu viele Schlupflöcher in den Vorschriften, wie beim berühmten „Greening“ der letzten GAP-Reform. Oder zu wenig Geld bei den Förderprogrammen, die wirklich Potenzial haben – in der sogenannten Zweiten Säule. Es lohnt sich schlicht nicht, naturverträglich zu produzieren, denn weder die GAP noch die Preise der Abnehmer honorieren dies bisher ausreichend. Das muss sich ändern – und noch besteht die Chance dazu, vielleicht die letzte. Denn derzeit wird die GAP für die Jahre 2021 bis 2027 von den EU-Regierungen und dem EU-Parlament verhandelt.

Wofür soll unser Steuergeld verwendet werden?

Es gibt eine Alternative, die für Bauern und Natur gleichermaßen gut wäre. Es geht nicht nur um deutlich mehr Geld zur Honorierung von Naturschutzmaßnahmen der Landwirte, sondern auch um Investitionshilfen für den Umbau von Tierhaltung und Ackerbau. Betriebe müssen unterstützt werden, damit sie dauerhaft die zwingend notwendigen höheren Umwelt- und Tierschutzauflagen einhalten können.

Darüber hinaus müssen Nachfrage und Preise für nachhaltig erzeugte Lebensmittel steigen, damit die Betriebe nicht dauerhaft von Subventionen abhängen. Auch dies muss ein Ziel der GAP werden.

Kostenloses Faltblatt "Feldlerche - Vogel des Jahres" inklusive Postkarte "Meine 114 Euro"

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