LBV magazin 3-26

In Bayern gibt es endlich wieder rund 220 Wiesenweihenpaare. Das ist ein großer Erfolg unserer langjährigen Schutzmaßnahmen. Bei der Arbeit vor Ort unterstützen uns zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Ab Mitte April beginnen wir mit der Suche nach Nistplätzen. Diese befinden sich vor allem in Getreidefeldern und sind dort durch Erntemaschinen in Gefahr. Deshalb beobachten wir im Mai die balzenden Paare und grenzen die Nistplätze weiter ein. Mit Hilfe einer Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, spüren wir die Gelege auf. Ab Ende Juni kontrollieren wir die Nester zur Altersbestimmung der Jungvögel, um den Ausflugtermin der Jungen vorauszuberechnen. Falls die Jungvögel vor der Ernte noch nicht flügge sind, markieren wir einen ca. 50 x 50 Meter großen Bereich um den Horst mit gut sichtbaren Stangen. Dieser wird bei der Ernte ausgespart. Landwirte bekommen dafür eine Ausgleichszahlung von der Naturschutzbehörde. Wiesenweihen kehren aus dem Winterquartier zurück. Sie halten Ausschau nach potenziellen Brutplätzen. Wir beobachten Balz- oder Brutverhalten und nehmen Kontakt zu Landwirten auf. Unsere Schutzmaßnahmen beginnen: Zäune werden aufgestellt und die ersten Jungen schlüpfen. Die Ernte beginnt. Jetzt müssen wir die Jungvögel vor den Erntemaschinen schützen. Die Jungvögel sind flügge und ziehen ab August Richtung Süden. UNSER EINSATZ DIE SAISON APRIL MAI JUNI JULI AUG LBV MAGAZIN 3|26 27

RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=