FOTO: UDO BAAKE Warum Fördermittel für Arten- und Biotopschutz unverzichtbar sind Was fehlt, wenn Wie viele Mittel stellt der Freistaat in den kommenden Jahren für Naturschutz und Landschaftspflege bereit? Was bringt die nächste EU-Agrarreform? Wie geht es mit der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur in Europa weiter? Diese Fragen werden derzeit zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz, Landwirtschaft und Politik heiß diskutiert, auf bayerischer, nationaler und europäischer Ebene. Oft wirken die dahinterstehenden Prozesse und Gesetze abstrakt und theoretisch. Doch sie haben konkrete Auswirkungen auf die praktische Arbeit von zahlreichen engagierten Menschen in Naturschutz und Landschaftspflege. Diese Arbeit wiederum prägt und gestaltet die Natur direkt vor unserer Haustür und ist nicht zuletzt überlebenswichtig für einige selten gewordene Arten. Im vergangenen Jahr haben finanzielle Engpässe im bayerischen Landeshaushalt Naturschützende vielerorts vor die Frage gestellt: Was tun, wenn für unsere Arbeit kein Geld mehr da ist? Was Menschen im Freistaat für den Naturschutz vor Ort leisten und wie sie von politischen Entscheidungen abhängig sind, zeigen Beispiele aus der LBV-Projektarbeit. VON KATHRIN HAWELKA POLITIK Dank der jahrelangen Zusammenarbeit zwischen engagierten Landwirten und dem unermüdlichen Einsatz der Naturschützerinnen und Naturschützer können im Rahmen eines Artenhilfsprogramms (AHP) Rückzugs- und Brutgebiete für den vom Aussterben bedrohten Ortolan erhalten werden. Doch die Mittel wurden 2025 stark gekürzt. In Unterfranken warben deshalb der LBV und Landwirte Anfang Dezember gemeinsam für eine bessere Finanzierung des AHP. Die Abgeordneten hörten zu und versprachen, das Anliegen mit in den Bayerischen Landtag zu nehmen – so wird der unterfränkische Ortolan hoffentlich auch in München gehört. Zusätzliche 10 Millionen Euro für den bayerischen Naturschutzhaushalt im Jahr 2026, wie sie vom Ministerrat angekündigt wurden, könnten ein Anfang sein. Foto: Marcus Bosch BIN DANN MAL WEG – FÜR IMMER! Gemeinsam Bayerns Natur schützen LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern BERGMOLCH Bergmolch Foto: Marcus Bosch BIN DANN MAL WEG – FÜR IMMER! Gemeinsam Bayerns Natur schützen LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern HOLUNDER-KNABENKRAUT Holunder- Knabenkraut Foto: Hans-Joachim Fünfstück BIN DANN MAL WEG – FÜR IMMER! Gemeinsam Bayerns Natur schützen LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern KIEBITZ Kiebitz Foto: Christoph Bosch BIN DANN MAL WEG – FÜR IMMER! Gemeinsam Bayerns Natur schützen LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern GROSSER BRACHVOGEL Großer Brachvogel Foto: Helmut Weller BIN DANN MAL WEG – FÜR IMMER! Gemeinsam Bayerns Natur schützen LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern BRAUNKEHLCHEN Braunkehlchen Foto: Dr. Christoph Moning BIN DANN MAL WEG – FÜR IMMER! Gemeinsam Bayerns Natur schützen LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern BIRKHUHN Birkhuhn GEMEINSAM FÜR DEN ORTOLAN 40 LBV MAGAZIN 1|26 Mit verschiedenen Bannern „Bin dann mal weg – für immer!“ machten die LBV-Kreisgruppen bei Presseterminen darauf aufmerksam, welche Art in ihrem Landkreis von Finanzierungslücken betroffen wäre.
RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=