NAJU Das Rebhuhn ist ein heimlicher Bewohner unserer Felder – ein Vogel, der so gut getarnt ist, dass man ihn oft erst bemerkt, wenn er mit einem lauten “rep-rep-rep” davonflattert. Wusstest du, dass Rebhühner richtige Teamplayer sind und im Winter in kleinen Gruppen, den sogenannten Ketten, zusammenleben? Oder dass sie ihre Küken schon nach wenigen Stunden über die Wiese führen, als wären es kleine Abenteurer? Dieser mutige Bodenbewohner braucht unsere Hilfe und du kannst selbst spielerisch entdecken, wie spannend das Leben eines Rebhuhns wirklich ist und wie du ihm helfen kannst! Wissenswertes und Spiele zum Vogel des Jahres MISSION REBHUHN FOTO: ZDENEK TUNKA Das Rebhuhn ist klein und leise. Aber wenn ganze Klassen und Gruppen anfangen, die Landschaft anders zu sehen, wird daraus etwas ziemlich Großes. Drei Spielideen für draußen Jetzt aber zu euch, denn ihr könnt dem Rebhuhn, dem Vogel des Jahres 2026, helfen, eine Bühne und damit die erforderliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Stell dir vor, ihr habt Unterricht: nicht im Klassenzimmer, sondern mitten im „Rebhuhn-Revier“. Ein Feldweg, ein Ackerrand, ein wilder Wegstreifen entlang eines brachliegenden / unbestellten Ackers – fertig ist euer OutdoorKlassenzimmer. Das Rebhuhn ist ein kleiner Feldvogel, der große Fragen stellt: Wie lebendig sind unsere Felder und Äcker noch? Wo finden dort Tiere Platz? Und was hat das mit dem Rebhuhn zu tun? Ihr könnt selbst erleben, wie ein Rebhuhn unsere Kulturlandschaft sieht und welche Verbesserungen ihm beim Überleben helfen. Hier geht es darum, was ihr daraus machen könnt – in eurer Kinder- oder Jugendgruppe oder in der Schule mit eurer Klasse. Und das natürlich spielerisch: 1. Draußen: Rebhuhn-Detektive Ziel: Eure Umgebung mit Rebhuhn-Augen sehen. So geht’s: Sucht euch ein offenes Gelände mit einer Wiese, einem Feld und Wegen in der Nähe. In Kleingruppen lauft ihr eine Runde und beobachtet: Wo gäbe es Deckung für ein Rebhuhn? Wo ist es offen und „gefährlich“? Gibt es blühende Streifen, Säume, Hecken, Altgras? Kommen dort Insekten vor? Jedes Team bekommt eine einfache „Rebhuhn-Checkliste“. Beispiele für eure Rebhuhn-Checkliste: - Hecke / Gebüsch - Blühstreifen / Wildkräuter - Altgras / „unordentliche“ Ecken / brachliegender Acker - Weg- oder Grabenrand - riesige nackte Ackerflächen (Minuspunkt) - komplett kurz gemähte Ränder (Minuspunkt) - keine Abwechslung in der Landschaft, alles sieht gleich aus (Minuspunkt) Am Ende bekommt die Landschaft einen „Rebhuhn-Score“: 0–2 Punkte: „Rebhuhn? Keine Chance.“ 3–5 Punkte: „Rebhuhn auf der Durchreise.“ 6–10 Punkte: „Willkommen im Rebhuhn-Revier!“ Optional: In der Gruppe zeichnet ihr eine Skizze oder macht Fotos und beschriftet sie. Im Anschluss könnt ihr euch überlegen, was man umsetzen müsste, um einen höheren RebhuhnScore zu erreichen. Wer könnte was machen? Könnt ihr dazu etwas beitragen? Rebhuhn-Fakten für Neugierige Familienclan: Rebhühner leben als „Kette“, eine Familie, die bis in den Winter zusammenbleibt. Unsichtbar-Modus: Ihr gesprenkeltes Gefieder ist die perfekte Tarnung. Zwischen Stoppeln, Erdklumpen und Gras sieht man sie oft erst, wenn sie sich bewegen. Bodenbrüter im Risiko: Die Nester liegen direkt am Boden. Zu frühe Mahd, Bodenbearbeitung oder starker Freizeitdruck können Gelege zerstören. Warnlampe: Zweimal Vogel des Jahres – ein deutliches Zeichen, dass mit unserer Feldlandschaft etwas nicht stimmt. Wie das Rebhuhn zu seinem Namen kam Eigentlich müsste das Rebhuhn „Repphuhn“ heißen – denn der Name ist von seinem Alarmruf „repprepp-repp“ abgeleitet, der bei Gefahr ertönt. Zur Balz und Anlockung von Weibchen rufen Hähne ein charakteristisches „kirreck kirreck“ oder knurrend-knarzende Laute. Ein echter Rapper, das Rebhuhn. Also, ab auf die Bühne mit dem Rap-, ähh, Rebhuhn. 34 LBV MAGAZIN 1|26
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