28 LBV MAGAZIN 1|26 LBV AKTIVVOR ORT NÜRNBERG | MITTELFRANKEN Ideenreichtum im Bauwagen Im November fand in Alfeld im Nürnberger Land das erste Treffen für Naturschutzinteressierte des LBV statt. Engagierte mit vielfältigen Hintergründen kamen im Bauwagen des Kulturvereins Alfeld zu einem gemütlichen Kennenlernen zusammen. Es wurden auch schon erste Ideen für gemeinsame Projekte gesammelt. Die Stimmung war hervorragend, und es entstanden viele spannende Vorschläge, den Naturschutz vor Ort voranzubringen und Menschen für die Natur vor der Haustür zu begeistern. Alle freuen sich darauf, die Ideen beim nächsten Treffen zu priorisieren und erste Schritte zu planen. FRANZISKA BLÖSSL REGEN | NIEDERBAYERN Voller Einsatz fürs Moor Seit drei Jahren kümmert sich ein Trupp engagierter LBV-Mitglieder in Handarbeit um ein Moor in der Schneiderau bei Rinchnach im Landkreis Regen. Mit Motorsensen und Astscheren entfernen sie Faulbaum, Strauchweiden und junge Fichten, um Platz für typische Moorvegetation wie Moosbeere, Sonnentau, Wollgras und Torfmoose zu schaffen. Der LBV hat hier rund sechs Hektar Grund erworben, um ihn für den Natur- und Klimaschutz zu sichern. Die offene Moorkernfläche ist von Wald und Feuchtgebüsch umgeben und beherbergt seltene Arten. Nach drei Jahren Einsatz zeigt sich Erfolg: Der Faulbaumaufwuchs geht zurück, Torfmoospolster breiten sich aus. Damit sich das Moor weiter erholt, muss die Pflege regelmäßig wiederholt werden – ein wichtiger Beitrag für den Erhalt dieser einzigartigen Landschaft. ROSMARIE WAGENSTALLER BERCHTESGADEN | OBERBAYERN Neuen Lebensraum ausgeheckt Mit vereinten Kräften haben 14 engagierte LBV-Mitglieder aus dem Berchtesgadener Land eine Biosphären-Hecke angelegt. In Rekordtempo setzten sie 160 einheimische Sträucher und sieben Bäume fachgerecht in den Boden und banden die Bäume an Pfosten. Ebenso schnell entstand ein Wildschutzzaun, der die Hecke nun fünf Jahre vor Verbiss schützt. Organisation, Planung und Finanzierung übernahm der Landschaftspflegeverband. Der Eigentümer stellte großzügig die Fläche zu Verfügung. So wurde die Aktion zum lebendigen Beispiel für Naturschutz: Ehrenamtliche schufen Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleinsäuger und werteten die Landschaft ökologisch auf. MARIE TIEFENTHALER FOTOS: FRANZISKA BLÖSSL, MARIE TIEFENTHALER, ROSMARIE WAGENSTALLER
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