Bayerns wunderschöne Natur schützen

Mit unserer Arbeit erhalten wir ihre Schönheit und Vielfalt

Sie lieben die Natur? - Wir auch! Über die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in Bayern sind gefährdet. Dabei ist die natürliche Vielfalt auch die Lebensgrundlage von uns Menschen. Der LBV schützt Bayerns wunderschöne Natur und will seine Landschaften und Schönheit erhalten. Alle News aus den vergangenen Jahren finden Sie in unserem Archiv.


LBV begrüßt die Klage der Europäischen Komission gegen Vogelmord

Das letzte Vorkommen des Ortolans in ganz Süd- und Westdeutschland liegt in Bayern (Foto: Heinz Tuschl)
Das letzte Vorkommen des Ortolans in ganz Süd- und Westdeutschland liegt in Bayern (Foto: Heinz Tuschl)

16.12.16 - Der LBV begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, Frankreich wegen der unzureichenden Umsetzung der EUNaturschutzrichtlinien zu verklagen. Seit vielen Jahren tolerieren die Behörden dort den illegalen Fang des Ortolans. Die Singvogelart, von der es in Bayern wohl nur noch gut 100 Brutpaare gibt, ist auch vielerorts in der restlichen EU vom Aussterben bedroht. Ein Einschreiten war für den LBV deshalb überfällig. "In Deutschland investieren wir seit Jahren intensivste Schutzbemühungen und umfangreiche Steuergelder in die Rettung der letzten Vorkommen des Ortolans. Zugleich werden in Frankreich Jahr für Jahr widerrechtlich bis zu 50.000 dieser Vögel gefangen und mit grausamen, tierschutzwidrigen Methoden für französische Feinschmecker gemästet - und die Behörden schauen tatenlos zu", kritisiert Dr. Norbert Schäffer, der Vorsitzende des LBV. >> Mehr erfahren


Zahl der überwinternden Weißstörche steigt erneut stark

Verkehrte Welt in manchen Regionen Bayerns: Störche im Winter (Foto: H.-J. Fünfstück)
Verkehrte Welt in manchen Regionen Bayerns: Störche im Winter (Foto: H.-J. Fünfstück)

15.12.2016 - Verkehrte Welt in manchen Regionen Bayerns, denn statt im Sommer sind dort derzeit mitten im Winter Weißstörche zu beobachten. Insgesamt ist die Anzahl der in Bayern überwinternden Störche erneut deutlich angestiegen. Mit über 250 vom LBV erfassten Vögeln wurde der Vorjahresrekord um mehr als 50 Störche übertroffen. Diese Vögel ziehen es vor, den gefährlichen Flug ins Winterquartier nach Afrika erst gar nicht mehr anzutreten. Derzeit erreichen uns mehrere Meldungen aus Bad Aibling, wo sich immer noch sechs bis acht der Vögel aufhalten, die auch im Sommer dort leben. Besonders auffällig sind natürlich die Winterstörche weit abseits ihrer im Sommer besetzten Nester, wie aktuell im Großraum München. >> Mehr erfahren


Erster Luchs-Nachwuchs dokumentiert seit 2012

03.11.16 – Zum ersten Mal seit vier Jahren gibt es wieder einen gesicherten Nachweis von jungen Luchsen im Lamer Winkel (Lkr. Cham). Das beweisen Videoaufnahmen des LBV, die mithilfe einer Wildtierkamera im Sommer aufgezeichnet wurden. Die Videos zeigen zwei junge Luchse und deren Mutter im zeitlichen Abstand von einigen Monaten. Doch die Überlebenschance der Tiere ist fraglich, da genau in diesem Gebiet des Bayerischen Waldes in den vergangen Jahren immer wieder Luchse verschwunden sind. Es wird deshalb auch als „bayerisches Bermudadreieck für Luchse“ bezeichnet. „Diese Entdeckung gibt uns Hoffnung, aber wir müssen nun alles daran setzen, dass die jungen Luchse dort überleben und nicht wieder Opfer von kriminellen Handlungen werden“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. >> Zu den Videos


Jetzt aufmerksam nach dem "Glücksvogel" Ausschau halten

Tausende Kraniche machen sich auf den Weg in den Süden (Foto: K. Schulze)
Tausende Kraniche machen sich auf den Weg in den Süden (Foto: K. Schulze)

25.10.16 – Zehntausende Kraniche machen sich in diesen WocheKranichen auf den Weg in ihre Winterquartiere in Südwesteuropa und Nordafrika. Dabei überfliegen viele von ihnen seit wenigen Jahren auch Bayern. Wer in den Genuss dieses großartigen Herbstschauspiels kommen will, sollte daher in den kommenden Wochen aufmerksam den Himmel beobachten, empfiehlt der LBV. Kraniche ziehen in Trupps und sind an ihrer keilförmigen Formation und den trompetenartigen Rufen leicht zu erkennen. Die Routen führen entlang des Alpenrandes nach Westen sowie in Südwestrichtung von Thüringen und Sachsen über Unterfranken hinweg. >> Mehr erfahren


Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

Für das 2017 haben LBV und NABU den Waldkauz als Vogel des Jahres gekürt (Foto: R. Rössner)
Für das 2017 haben LBV und NABU den Waldkauz als Vogel des Jahres gekürt (Foto: R. Rössner)

14.10.16 - Seit 1971 küren LBV und NABU jährlich den „Vogel des Jahres“. Auswahlkriterium ist die Gefährdung der Art oder ihres Lebensraums. Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen begleiten ein Jahr lang die Schutzmaßnahmen für den Vogel des Jahres.

Mit dem Waldkauz wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren. Gleichzeitig macht der Waldkauz auf alleTiere der Nacht aufmerksam: Man sieht sie nicht oder nur selten, kann sie aber sehr wohl akustisch erleben. Sie haben sich in einer jahrtausendelangen Entwicklung an das Leben im Finstern angepasst. Die nächtlichen Rufe, der lautlose Flug und das Sehen bei fast völliger Dunkelheit begeistern nicht nur Vogelkundler. >> Mehr über den Waldkauz


Aufruf zur Großdemonstation gegen TTIP und Ceta in München

CETA und TTIP, die Abkommen der EU mit Kanada und den USA, drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. Im Herbst geht diese Auseinandersetzung in die heiße Phase: EU und USA drücken aufs Tempo und wollen TTIP bis zum Jahresende fertig verhandeln. Kurz vor diesen Entscheidungen tragen wir unseren Protest gegen CETA und TTIP auf die Straße! Getragen von einem breiten Bündnis demonstrieren weit über hunderttausend Menschen am Samstag, den 17. September in sieben Städten – in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Damit fordern wir auch die Landesregierungen auf, im Bundesrat CETA und TTIP nicht zuzustimmen.
>> Meh erfahren


Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen

Einer der Verlierer: Wiesenpieper (F.: C.-P. Herbolzheimer)
Einer der Verlierer: Wiesenpieper (F.: C.-P. Herbolzheimer)

25.08.2016 - Ein Fachgremium hat heute die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands veröffentlicht. LBV, Deutscher Rat für Vogelschutz (DRV) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) sehen mit Sorge, dass gerade bisherige „Allerweltsarten“ wie Rauch- und Mehlschwalbe oder auch der Haussperling immer seltener werden. Der negative Trend bei ehemals häufigen Arten, wie Mauersegler, Feldlerche und Kiebitz, der uns aus verschiedenen Regionen Deutschlands gemeldet wurde, hat sich bundesweit bestätigt. Die Vogelschutzverbände freuen sich jedoch gleichzeitig darüber, dass sich die Bestände ehemaliger Sorgenkinder des Naturschutzes wie Weißstorch und Seeadler dank erfolgreicher Schutzbemühungen deutlich erholt haben.>>Warum sich Natur- und Vogelschutz nicht nur auf Schutzgebiete beschränken darf.

 


„Berichte zum Vogelschutz“ Heft 52 erschienen

23.08.16 - Das neu erschienen Heft 52 der „Berichte zum Vogelschutz“, herausgegeben vom Deutschen Rat für Vogelschutz, bietet auf 176 Seiten ausführliche Informationen zu verschiedenen aktuellen Themen des Vogelschutzes. Thematischer Schwerpunkt ist in dieser Ausgabe die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. Daneben werden die Erfolgsfaktoren von Habitatmanagement-Maßnahmen für Wiesenvögel diskutiert und die Bedeutung der von Calluna-Heiden dominierten EU-Vogelschutzgebiete für den Schutz der Leitarten von Sandheiden dargestellt.

Weitere Artikel, u.a. zu den Untersuchungen am Birkhuhn im Gebiet des Riedberger Horns und zu Auswirkungen von Feuerwerken auf Vögel, sowie einige Kurzbeiträge und Buchbesprechungen interessanter Neuerscheinungen runden dieses sehr informative Heft ab. Ein Muss für alle Ornithologen und Vogelschützer, die auf dem Laufenden bleiben wollen. Weitere Informationen zu den Berichten zum Vogelschutz und zum DRV unter www.drv-web.de.

Das Heft kann im LBV-Shop für 18 € (zzgl. 2 € Versandkosten) bestellt werden (Abonnentenpreis: 14 €) >> Jetzt bestellen


Zum ersten Mal über 400 Weißstorchpaare in Bayern

Störche auf einem Kirchendach in Öttingen
Störche auf einem Kirchendach in Öttingen

09.08.16 – Entgegen dem bundesdeutschen Trend, der ein schwieriges Jahr für Weißstörche sieht, steigt die Anzahl der Brutpaare in Bayern erneut weiter an. Aufgrund vieler Neuansiedlungen kommen wir 2016 sogar auf rund 415 Storchenpaare im Freistaat. Dabei wachsen nicht nur die bereits bestehenden Storchen-Kolonien weiter, sondern es bilden sich auch neue. Ansiedlungswillige Paare lassen sich gerne in der Nähe bestehender Nester nieder. Da die Unwetterfronten den Bruterfolg in Bayern 2016 weniger beeinflusst haben, als noch im späten Frühjahr befürchtet, verzeichnet der LBV beim bayerischen Storchennachwuchs für dieses Jahr zumindest eine durchschnittliche Bilanz. >> Mehr erfahren


LBV-Klage gegen Windpark Hain/Küps abgelehnt

Der Rotmilan ist besonders gefährdet durch Windkraftanlagen (Foto: Z. Tunka)
Der Rotmilan ist besonders gefährdet durch Windkraftanlagen (Foto: Z. Tunka)

29.07.16 - Mit Enttäuschung reagiert der LBV auf die Ablehnung seiner Klage gegen die Errichtung eines Windparks bei Hain/Küps (Lkr. Kronach) durch das Verwaltungsgericht Bayreuth. „Wir haben deutlich auf die unzureichende Umsetzung der Vorgaben des Windkrafterlasses bei der Erhebung kollisionsgefährdeter Arten wie Schwarzstorch oder Rotmilan hingewiesen“, erklärt Cordula Kelle-Dingel, Vorsitzende der LBV Kreisgruppe Kronach. Der LBV hat auch die nicht erfolgte Prüfung von Auswirkungen der benachbarten Windkraftanlage Schimmendorf im Landkreis Kulmbach kritisiert. >> Mehr erfahren


Seltener Bierschnegel entdeckt

Der Bierschnegel (Foto: Thomas Stahl)
Der Bierschnegel (Foto: Thomas Stahl)

22.07.16 – Zum ersten Mal seit 22 Jahren ist in Bayern wieder ein Bierschnegel entdeckt worden. Die ungewöhnliche gelbe Nacktschnecke mit den blauen Fühlern ist tatsächlich nach ihrer Vorliebe für alte feuchte Gewölbe, wie es sie in traditionellen Bier- und Vorratskellern gibt, benannt. Der mancherorts auch Kellerschnecke genannte Bierschnegel gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht (Rote Liste Kategorie 1), denn mit moderner Lagertechnik sind intakte alte Kellergewölbe selten geworden. In den letzten Jahren gab es deutschlandweit nur wenige Nachweise. Diese Entdeckung ist eine kleine Sensation und selbstverständlich wird sich der LBV nun darum kümmern, den Bestand zu schützen und zu erhalten. >> Mehr erfahren


Staatsregierung erwägt Abschaffung des Alpenplans

Wie wird Markus Söder den Birkühnern einen Umzug wohl erklären?
Wie wird Markus Söder den Birkühnern einen Umzug wohl erklären?

19.07.16 - Die Auseinandersetzungen um den Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn spitzen sich auf bedrohliche Weise zu. Die Bayerische Staatsregierung hat in einer Kabinettssitzung beschlossen, dass es in den betroffenen Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein eine Bürgerbefragung geben soll. Bei entsprechendem Votum will sie die notwendigen Schritte zur Genehmigung der Skischaukel einleiten und die Schutzgebietsgrenzen entsprechend verschieben. Alternativ, so heißt es in einer Erklärung der Staatsregierung, solle geprüft werden, wie man den Landesentwicklungsplan so ändern könne, dass in der Zone C des Alpenplans Skigebietserschließungen möglich seien.Wir sind schockiert: Das kommt einer Abschaffung des Alpenplans gleich. Was nach Bürgerbeteiligung klingt, ist in Wahrheit eine Nebelkerze. Die Bürgerbefragung soll verschleiern, dass sich die Bayerische Staatregierung in eine Klemme manövriert hat, aus der sie alleine nicht mehr herauskommt. >> Mehr erfahren


Rote Liste bedrohter Vögel in Bayern 2016 vorgelegt

Der am Boden brütende Kiebitz hat es besonders schwer, einen geeigneten Brutplatz zu finden
Der am Boden brütende Kiebitz hat es besonders schwer, einen geeigneten Brutplatz zu finden

23.06.16 – Das bayerische Landesamt für Umwelt hat heute die neue „Rote Liste der Brutvögel in Bayern“ vorgelegt. Dabei gehören bekannte Vogelarten wie Kiebitz, Feldlerche und nun sogar die Mehlschwalbe zu den größten Sorgenkindern. Viele Arten werden durch die intensive Landwirtschaft bedroht. Wo die Landschaft von Chemieeinsatz und intensiver Nutzung geprägt ist und es keine Randstrukturen mehr gibt, da können Vögel weder geeigneten Lebensraum noch ausreichend Nahrung finden. Am kritischsten steht es um Vögel der Äcker und Wiesen: Die Bekassine, der Große Brachvogel und das Braunkehlchen stehen im Freistaat kurz vor dem Aussterben (Gefährdungsgrad 1) und auch der ehemals weit verbreitete Kiebitz ist stark gefährdet (2). Neben der Feldlerche gelten nun auch Mauersegler und Mehlschwalbe als gefährdet (3). Die Kulturfolger Rauchschwalbe und Haussperling stehen neuerdings auf der Vorwarnliste. >> Mehr erfahren


Bayern ist Wolfsland

Bayern muss sich auf den Wolf gut vorbereiten (Foto: W. Lorenz)
Bayern muss sich auf den Wolf gut vorbereiten (Foto: W. Lorenz)

09.06.16 – Nachdem in den letzten fünf Monaten bayernweit acht Wölfe eindeutig nachgewiesen werden konnten, ist der Wolf nun endgültig im Freistaat angekommen. „Im Hinblick auf den Wolf beginnt ab jetzt ein neues Zeitalter. Er ist da und ist keine Ausnahmeerscheinung mehr, darüber freuen wir uns“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Hinzu kommt, dass in derselben Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit noch etliche weitere Tiere unbemerkt geblieben sind. Deshalb kann nicht mehr von Einzelmeldungen gesprochen werden, sondern von einem regelmäßigen Auftreten. Wölfe lassen sich nicht geografisch eingrenzen. Gerade junge Männchen wandern sehr lange Strecken und können mittlerweile jederzeit und überall in Bayern auftauchen. Wir sehen natürlich auch, dass dies zu Schwierigkeiten führen kann. Bayern muss sich deshalb fit für die Rückkehr des Wolfs machen. >> Mehr erfahren


Bayerische Weißstörche brechen 4. Rekord in Folge

Weißstörche im Nest in Katzwang (Foto: M. Kittsteiner)
Weißstörche im Nest in Katzwang (Foto: M. Kittsteiner)

02.06.16 - Es ist bereits der vierte Rekord in Folge. Auch 2016 können sich alle Storchenfreunde über noch mehr Weißstörche in Bayern freuen. Seit 2005 registrieren wir ein kontinuierliches Wachstum des bayerischen Brutbestands und zählen dabei bereits seit vier Jahren immer über 300 im Freistaat lebende Paare. Insgesamt wurden uns bisher 395 besetzte Storchennester gemeldet, 55 wurden neu bezogen. Aufgrund der guten Überwinterungsbedingungen und verkürzten Zugstrecken gibt es weniger Verluste im Winterquartier und mehr Störche kommen ins Brutgebiet zurück und suchen Nistplätze. Außerdem gibt es auch an vielen Nestern schon Nachwuchs. Die Eisheiligen und das Sturmtief am letzten Wochenende haben bei uns bisher nur zu wenigen Verlusten geführt. Trotzdem blickten wir mit etwas Sorge auf den prognostizierten Dauerregen der kommenden Tage. >> Mehr erfahren


Feuersalamander durch Pilz kurz vorm dem Aussterben

31.03.16 - Der Feuersalamander ist in Bayern auf Grund des Verlustes seiner Lebensräume ohnehin schon gefährdet. Doch nun ist unsere schillernde heimische Salamanderart auch noch akut durch einen tödlichen Hautpilz bedroht. Nachdem der so genannte "Salamanderkiller“ den Feuersalamander in großen Teilen der Niederlande bereits ausgerottet hat, gelangte der Pilz nun auch nach Deutschland. Dies kann bedeuten, dass der Feuersalamander, sowie andere Molch- und Salamanderarten, in Bayern in naher Zukunft aussterben könnten. >> Hier mehr erfahren


6. landesweite Wiesenbrüterkartierung 2014/2015

Bei der 6. landesweiten Wiesenbrüterkartierung 2014/2015 haben über 190 ehrenamtliche Kartiererinnen und Kartierer mit großem Engagement 845 Wiesenbrütergebiete in ganz Bayern untersucht und somit die größte Flächenabdeckung aller bisherigen Wiesenbrüterkartierungen erreicht. Das Bayerische Landesamt für Umwelt stellt Ihnen die Ergebnisse zum Herunterladen zur Verfügung.

Fazit und Aussicht
Generell lassen die Kartierergebnisse eine deutliche Verschärfung der Situation einiger Wiesenbrüter erkennen (vor allem bei Uferschnepfe und Braunkehlchen), während es bei anderen Arten eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu geben scheint (vor allem Großer Brachvogel und Grauammer). Bei allen Arten wurde jedoch ein Rückzug aus der Fläche beobachtet und eine Konzentration in wenigen (Schutz-) Gebieten. In der offenen Kulturlandschaft der Europäischen Union leben heute geschätzt 300 Millionen weniger Vögel als noch vor 30 Jahren (EUROPEAN BIRD CENSUS COUNCIL 2012). Es besteht dringender Handlungsbedarf im Wiesenbrüterschutz in Bayern.


Toter Uhu an schlecht gesichtertem Strommast

Uhu an einem Strommast in Ansbach
Uhu an einem Strommast in Ansbach

05.02.2016 – Nach dem Fund eines toten Uhus im Landkreis Ansbach fordert der LBV umgehende Schutzmaßnahmen der Netzbetreiber an Mittelspannungsmasten mit falscher Sicherung. Solange mehrere tausend ungenügend gesicherte Masten nicht nachgebessert werden, befürchten die Naturschützer zahlreiche weitere tote Großvögel wie Uhu oder Weißstorch. Dabei müssen die Nachbesserungen durch die Netzbetreiber zusätzlich zur ohnehin überfälligen Sicherung von über 25.000 noch völlig ungesicherten Masten erfolgen, da sie sich nicht an eine gesetzliche Frist gehalten hatten. >> Hier mehr erfahren


Entdeckung eines seltenen Spechts

Erstes Foto des Blutspechts (F.: K. Richter)
Erstes Foto des Blutspechts (F.: K. Richter)

28.01.16 - Zum ersten Mal wurde ein Blutspecht in Deutschland eindeutig nachgewiesen. Der Erstnachweis erfolgte in einem Garten im Landkreis Kronach in Oberfranken. Der Blutspecht, der normalerweise in Südosteuropa zuhause ist, ist sehr leicht mit dem bei uns häufigen Buntspecht zu verwechseln. Im Zuge der Stunde der Wintervögel kamen einer aufmerksamen Vogelfreundin bei genauerer Betrachtung eines vermeintlichen Buntspechts jedoch Zweifel.  >> Hier mehr erfahren


Immer mehr Weißstörche überwintern in Bayern

Immer öfter bleiben Weißstörche in Bayern
Immer öfter bleiben Weißstörche in Bayern

09.12.2015 – Von Jahr zu Jahr überwintern immer mehr Weißstörche in Bayern. Mittlerweile haben wir über 200 Störche erfasst, die es vorziehen, nicht mehr in den Süden zu ziehen. Somit sparen sie sich den gefährlichen Flug ins Winterquartier nach Afrika. Die Zunahme dieses Phänomens ist jedoch kein Indikator für den Klimawandel, da das Verhalten der meisten dieser Störche durch menschliches Eingreifen beeinflusst wurde. Mit der möglichen Kälte kommen die überwinternden Vögel gut zurecht. Wo in den Süden hingegen einige der bayerischen Störche hingezogen sind, das können Naturfreunde auf unserer Satelliten-Telemetrie-Karte live mitverfolgen. Dort finden sie die genauen Zugrouten und Aufenthaltsorte von Jungstörchen, die mit Satellitensendern ausgestattet wurden. >> Hier mehr erfahren


Kranichzug am bayerischen Himmel zu beobachten

Kranichtrupp im Landeanflug (F.: L. Sommer)
Kranichtrupp im Landeanflug (F.: L. Sommer)

30.10.15 - Deutschland- und europaweit ist der Zug der Kraniche in vollem Gange. Wir erwarten deshalb in den kommenden Tagen auch ziehende Kraniche am Himmel über Bayern. Wer in den Genuss dieses großartigen Herbstschauspiels kommen will, dem empfehlen wir: "Kopf hoch und Ohren aus dem Fenster!". Die Großvögel ziehen mit 50 bis 70 km/h und sind für den Naturbeobachter an ihrer keilförmigen Formation und den trompetenartigen Rufen leicht zu erkennen. Dass Bayern von ziehenden Kranichen überflogen wird ist zwar immer noch ungewöhnlich, eine neue so genannte Südroute wird aber seit wenigen Jahren immer regelmäßiger beflogen. Momentan ziehen die Kraniche aber nicht nur entlang des Alpenrandes nach Westen, sondern auch in Südwestrichtung von Thüringen und Sachsen über Franken hinweg. >> Mehr erfahren


Ferdinand Baer erhält Bayerischen Tierschutzpreis

Ferdinand Baer mit einem jungen Seeadler an der Vogelauffangstation
Ferdinand Baer mit einem jungen Seeadler an der Vogelauffangstation

20.10.15 – Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hat Ferdinand Baer von der LBV-Vogelstation in Regenstauf gestern Abend mit dem Bayerischen Tierschutzpreis ausgezeichnet. Der 29-jährige Amberger engagiert sich bereits seit 20 Jahren in der offiziellen Auffangstation des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) und ist seit fünf Jahren auch ihr fachlicher Leiter. Der hauptamtliche Musiklehrer leitet dort ein Team von ehrenamtlichen Helfern, das verletzte Wildvögel gesundpflegt, um sie wieder auszuwildern. Der zeitliche Einsatz Baers für die verletzten Vögel beläuft sich allein für die letzten fünf Jahre auf mindestens 4.000 ehrenamtliche Stunden. „Ich freue mich sehr über diesen Preis, schließlich zeigt er, dass ich bei meiner Arbeit offenbar doch Vieles richtig mache, auch wenn man es nicht immer allen Recht machen kann“, so Ferdinand Baer. >> Hier mehr erfahren


Stieglitz wird zum Vogel des Jahres 2016 gekürt

Der Stieglitz als Botschafter für mehr Farbe im Agrarraum ist Vogel des Jahres 2016
Der Stieglitz als Botschafter für mehr Farbe im Agrarraum ist Vogel des Jahres 2016

09.10. 15 - Auf den Habicht, Vogel des Jahres 2015, folgt mit dem Stieglitz ein Singvogel, der zu den farbenfrohesten Vögeln Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Vogel steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräsern und Bäumen. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangen Jahren stark zurückgegangen. Mit der Verkündung des Stieglitzes als Jahresvogel starten NABU und LBV die Aktion "Bunte Meter für Deutschland". Ziel ist es, möglichst viele Meter wildkrautreicher Grünflächen als neue Lebensräume für den Stieglitz und andere Singvögel zu schaffen. >> Hier mehr erfahren


5-Punkte-Rettungsplan für Weltnaturerbe Steigerwald

Alte Buche (Foto: T. Stephan)
Alte Buche (Foto: T. Stephan)

08.10.15 - Auf einer Pressekonferenz in München haben wir zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern, dem WWF und dem Bürgerverein Nationalpark Nordsteigerwald einen Fünf-Punkte-Rettungsplan für eine glaubwürdige und aussichtsreiche Weltnaturerbe-Bewerbung für den Steigerwald vorgelegt. Damit soll kurzfristig sichergestellt werden, dass eine derartige Bewerbung überhaupt noch möglich bleibt. Gleichzeitig bekräftigen die Organisationen ihre Forderungen nach einem Nationalpark Steigerwald. In einer gemeinsamen Erklärung kritisiert das Bündnis zudem die Staatsregierung für ihre Blockadehaltung beim Waldschutz im Steigerwald scharf. Die Aufhebung des geschützten Landschaftsbestandteiles bei Ebrach sei ein skandalöser "Raubbau am ökologischen Erbe Bayerns", mit dem die Staatsregierung den Einschlag dicker Altbäume im großen Stil ermöglichen will, die noch zu tausenden im vormaligen Schutzgebiet vorkommen. >> Hier mehr erfahren


DNA-Abgleich bestätigt: Einer der getöteten Luchse ist "Leo"

Eine der letzten Aufnahmen des lebenden "Leo" (F: Luchsprojekt Bayern)
Eine der letzten Aufnahmen des lebenden "Leo" (F: Luchsprojekt Bayern)

29.09.15 - Bisher war es nur eine Vermutung, nun ist es offiziell: Einer der beiden im Mai im Lamer Winkel bei Cham getöteten Luchse ist das schon seit längerem vermisste und dort heimische Luchs-Männchen "Leo". Ein noch intensiverer DNA-Abgleich mit den abgetrennten Luchs-Vorderbeinen hat nun ergeben, dass diese eindeutig dem vermissten Tier aus dem Bayerischen Wald zugeordnet werden können. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Regensburg heute gegenüber dem LBV. "Einer der beiden getöteten Luchse hat nun ein Gesicht, es ist tatsächlich Leo", so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Zusammen mit dem Weibchen "Leonie" war "Leo" einer der Hoffnungsträger der Luchspopulation im Bayerischen Wald.  >> Hier mehr erfahren


Demo in München: "Hände weg vom Alpenplan" am 06.10.

Verbindung der Skigebiete soll nun doch gebaut werden (Foto: Henning Werth)
Verbindung der Skigebiete soll nun doch gebaut werden (Foto: Henning Werth)

25.09.15 - Unter dem Motto "Hände weg vom Alpenplan - Rettet das Riedberger Horn" lädt CIPRA Deutschland und seine Mitgliedsorganisationen, zu denen der LBV gehört, zur Demo am 06. Oktober, 11.30 in München vor der bayerischen Staatskanzlei ein. Die beiden Skigebiete von Balderschwang und Grasgehren mit Lift und Piste sollen nun doch verbunden werden. Das Riedbeger Horn liegt in der Schutzzone C des bayerischen Alpenplans, der schon seit dem Jahr 1972 existiert. Er wurde als vorbeugendes Konzept zur Verhinderung von Übererschließung, zur Sicherung des Naturraumes und zur Sicherung des Gebietes für die Erholung aufgestellt. Seit 1976 ist der Alpenplan Bestandteil des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Der Alpenplan wurde in seinem über vierzigjährigem Bestehen noch nie verletzt! Das Riedberger Horn wäre daher ein Präzedenzfall! >> Hier mehr erfahren


LBV warnt vor Gefahren für viele bedrohte Tierarten

Rohrweihe mit einer Maus als Beute (Foto: Till Brandt)
Rohrweihe mit einer Maus als Beute (Foto: Till Brandt)

17.09.15 – Aufgrund der regional hohen Feldmausdichten und der dadurch befürchteten Ernteausfälle hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine befristete Notfallzulassung für die Verstreuung von Feldmausködern erteilt, die nun auch in Bayern umgesetzt werden soll. Die Köder enthalten den Wirkstoff Chlorphacinon, der die Blutgerinnung hemmt und aufgrund der Gefahren für Tiere und den Naturhaushalt seit 2007 in der EU verboten ist. Wir verurteilen die Erlaubnis zum offenen Ausbringen des Giftstoffes auf landwirtschaftlichen Flächen und warnt vor Gefahren für Greifvögel, Eulen und verschiedene bedrohte Arten wie den Feldhamster. Bis die naturschutzfachlichen Bedenken restlos ausgeräumt sind, fordern wir, die Zulassung in jedem Fall auszusetzen. >> Hier mehr erfahren


Umweltministerin lobt Engagement für Große Hufeisennase

Norbert Dirscherl, Norbert Schäffer und Ulrike Scharf (Foto: Christoph Bauer)
Norbert Dirscherl, Norbert Schäffer und Ulrike Scharf (Foto: Christoph Bauer)

10.09.15 – Hohenburg im Landkreis Amberg-Sulzbach ist die Heimat des deutschlandweit letzten Vorkommens der Großen Hufeisennase, einer Fledermausart. Finanziert durch die EU und mit der Unterstützung des  Bayerischen Naturschutzfonds führt der LBV seit 2012 hier ein LIFE-Natur-Projekt durch, um die Art vor dem Aussterben zu bewahren. Seitdem hat sich die Zahl der Tiere von 67 auf 142 mehr als verdoppelt. Aus diesem Grund sah sich Umweltministerin Ulrike Scharf gemeinsam mit dem LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer die Erfolge des Gemeinschaftsprojektes im Fledermaushaus Hohenburg genauer an. >> Hier mehr erfahren


Verwaister Jung-Uhu mit Umweltministerin Scharf freigelassen

Norbert Schäffer, Ulrike Scharf, Ferdinand Baer und Christoph Bauer (F.: C. Geidel)
Norbert Schäffer, Ulrike Scharf, Ferdinand Baer und Christoph Bauer (F.: C. Geidel)

10.09.15 – Umweltministerin Ulrike Scharf entließ gestern einen verwaisten Jung-Uhu bei Beratzhausen im Landkreis Regensburg wieder in die Freiheit. Das Muttertier wurde ganz in der Nähe im Juni mit dem verbotenen Gift Carbofuran getötet. Aktive des LBV machten sich auf die Suche und konnten den halb verhungerten Jungvogel der bedrohten Art retten. Das Tier wurde in den vergangenen Wochen in der LBV-Vogelstation in Regenstauf gepflegt. Umweltministerin Scharf hat die Patenschaft für den Vogel übernommen. Im Beisein des LBV-Landesvorsitzenden Dr. Norbert Schäffer, sowie mehrerer Politiker und Behördenvertreter aus der Region, setzte sie mit der Freilassung ein klares Zeichen gegen Umweltkriminalität. Dabei würdigte sie den Einsatz des LBV. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat die Ermittlungen mittlerweile ergebnislos eingestellt.  >>Hier mehr erfahren


Der LBV klagt gegen geplanten Windpark im Landkreis Kronach

Schwarzstörche befinden sich im Umfeld des geplanten Windparks (F.: Z. Tunka)
Schwarzstörche befinden sich im Umfeld des geplanten Windparks (F.: Z. Tunka)

07.09.15 - Nach der Gemeinde Küps hat nun auch der LBV beim Verwaltungsgericht Bayreuth Klage gegen die Genehmigung des Windparks bei Hain eingereicht. Die Kreisgruppe Kronach des LBV wurde am Genehmigungsverfahren zwar nicht offiziell beteiligt, hat jedoch mehrmals auf die Vorkommen sogenannter kollisionsgefährdeter Vogelarten in dem Planungsgebiet hingewiesen. Intensive Beobachtungen im Frühjahr 2015 ergaben nun so schwerwiegende Konflikte mit dem Artenschutz, dass der Bau der Windräder an diesem Standort nicht vertretbar wäre.  >>Hier mehr erfahren


Hoffnung für eine Wiesenweihe durch "geschiftete" Federn

Misshandelte Wiesenweihe ohne Schwungfedern (Foto: Ferdinand Baer)
Misshandelte Wiesenweihe ohne Schwungfedern (Foto: Ferdinand Baer)

04.09.15 - Update zu den misshandelten Wiesenweihen im Kreis Würzburg: Eine der beiden Jungvögel kann dank der Hilfe der LBV-Mitarbeiter in der Vogelauffangstation Regenstauf wieder fliegen. Die andere ist allerdings so stark verletzt, dass ihr Schicksal zumindest bis zum nächsten Jahr ungewiss ist. >> Hier mehr erfahren


Uhu-Jungtier im Landkreis Landshut erschossen

Uhu-Betreuer des LBV in Landshut Stefan Riedl mit dem getöteten Tier (Foto: LBV)
Uhu-Betreuer des LBV in Landshut Stefan Riedl mit dem getöteten Tier (Foto: LBV)

03.09.15 – Schon wieder ein skandalöser Fall von Umweltkriminalität in Bayern: Am Dienstag, den 25. August, fand ein Spaziergänger am Waldrand bei Oberwattenbach im Landkreis Landshut einen toten Uhu und informierte umgehend den LBV. Da sich der Finder erinnern konnte, am Vortrag drei Schrotschüsse im Bereich des Fundortes gehört zu haben, unterzog der LBV die tote Eule einer umfassenden Untersuchung. In Bein und Nacken des Uhus wurden Schrotkugeln gefunden, womit eindeutig eine Straftat festgestellt werden konnte. Der LBV erstattete Anzeige bei der Landshuter Polizei. >>Hier mehr erfahren


Dank Eilantrag dürfen Bäume vorerst nicht gefällt werden

Bis Ende des Jahres haben die Bäume erstmal eine Atempause (Foto: T. Stephan)
Bis Ende des Jahres haben die Bäume erstmal eine Atempause (Foto: T. Stephan)

01.09.15 - Das Eilverfahren zum Schutz der Waldbestände im ehemaligen Schutzgebiet im Ebracher Forst von BUND Naturschutz in Bayern (BN) und LBV war der erste Etappensieg und verschafft den Bäumen eine Atempause bis Ende des Jahres. Wie aus einer Erklärung der Landesanwaltschaft Bayern hervorgeht, bleiben die Bäume im Waldschutzgebiet „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ jetzt zumindest bis zur Entscheidung des Eilverfahrens erst mal vom Fällen verschont. Im Eilantrag beantragen BN und LBV, dass die Verordnung zur Aufhebung des Schutzgebietes - sozusagen der „Persilschein“ zum weiteren Holzeinschlag - bis zur Entscheidung über die eigentliche Klage, die Normenkontrollklage, außer Vollzug gesetzt wird. Durch die Normenkontrollklage, die ebenfalls von BN und LBV eingereicht wurde, soll die Ungültigkeit der Aufhebung bewiesen werden. >>Hier mehr erfahren


LBV und BN klagen für Schutzgebiet im Steigerwald

Der scheue Schwarzstorch brauch unberührte Waldgebiete (F.: T. Stephan)
Der scheue Schwarzstorch brauch unberührte Waldgebiete (F.: T. Stephan)

28.08.15 - Der LBV und der BUND Naturschutz in Bayern haben vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Klage eingereicht, um das auf Bestreben des Ministeriums offiziell aufgehobene Waldschutzgebiet "Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst" vor einem geplanten Holzeinschlag zu schützen. Die Aufhebung träte am 1.September in Kraft. Eine Normenkontrollklage wurde nun eingeleitet und soll die Rechtmäßigkeit der Ausweisung des Schutzgebietes durch das Landratsamt Bamberg bestätigen. Die Naturschutzverbände werden notfalls bis vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen. Durch einen gleichzeitig gestellten Eilantrag soll die Aufhebung der Schutzgebietsverordnung bis zur endgültigen Klärung außer Vollzug gesetzt werden. Denn der Forstbetrieb Ebrach hat angekündigt, dieses Jahr schon jetzt, im Sommer, mit dem Holzeinschlag zu beginnen. >>Hier mehr erfahren


Neue Satelliten-Weißstörche nun live verfolgen

Satelliten-Storch "Reichertshofen" (Foto: E. Leppelsack)
Satelliten-Storch "Reichertshofen" (Foto: E. Leppelsack)

20.08.15 – Im Rahmen des Satelliten-Telemetrie-Projekts zum Weißstorch vom LBV konnten auch 2015 mehrere Vögel mit neuen Satellitensendern ausgestattet werden. Ziel des Projektes ist es, das Zugverhaltens von jungen Weißstörchen auf ihrem Weg in den Süden zu untersuchen.

Aktuell sind schon erste Zugbeobachtungen zu sehen, einige Vögel haben Bayern bereits verlassen und liefern spannende neue Ergebnisse. Storch Sophie ist zum Beispiel schon im Sudan angekommen und Sepp treibt sich in Libyen herum. >> Hier geht's zur Live-Karte der Satelliten-Weißstörche


Spurensicherung nach Bekanntwerden der Taten mangelhaft

Die gefunden Vorderbeine der zwei getöteten Luchse (F.: LfU)
Die gefunden Vorderbeine der zwei getöteten Luchse (F.: LfU)

13.08.15 - Nachdem Naturschützer genau heute vor drei Monaten im Lamer Winkel bei Cham vier abgetrennte Luchsbeine fanden, die in der Nähe von Wildtierkameras ablegt worden waren, treten die Behörden bei den Ermittlungen immer noch auf der Stelle. Alle bisher durchgeführten Untersuchungen haben zu keinen konkreten Hinweisen geführt, eine verheerende Bilanz nach drei Monaten. Wie auch in den anderen drei bekannt gewordenen schweren Delikten von Umweltkriminalität in den letzten vier Monaten, agieren die Ermittler hilflos. Im Falle eines vergifteten Uhus bei Beratzhausen wurden die Ermittlungen aktuell sogar ergebnislos eingestellt. Die Einrichtung einer Spezialeinheit gegen Umweltkriminalität wird daher umso dringlicher! >> Mehr hier erfahren


Jahrhundertealte Buchen nicht mehr unter Naturschutz

"Hoher Buchener Wald im Ebracher Forst" nun kein Naturschutzgebiet mehr
"Hoher Buchener Wald im Ebracher Forst" nun kein Naturschutzgebiet mehr

12.08.15 - Die Regierung von Oberfranken hat den Naturschutzstatus des Landschaftsbestandteiles „Hoher Buchener Wald im Ebracher Forst“ im Steigerwald aufgehoben und wird nun vom LBV scharf kritisiert. "Das Verfahren verkommt zur Farce, wenn wenige Tage nach Ablauf der Beteiligungsfrist bereits das Ergebnis feststeht“, betont Dr. Norbert Schäffer. >> Hier mehr erfahren


Unbekannter beschneidet Flügel zweier Jungvögel

05.08.15 - Innerhalb von wenigen Tagen wurden Ende Juli im Landkreis Würzburg bei Ochsenfurt zwei vorsätzlich verstümmelte junge Wiesenweihen gefunden. Die Flügel der streng geschützten Greifvögel wurden von einem Unbekannten mit einer Schere gezielt beschnitten. Die flugunfähigen Vögel wären so in Kürze verhungert. Nach dem Abbrennen eines Sumpfohreulennests bei Schrobenhausen, der Tötung zweier Luchse bei Cham und der Vergiftung eines Uhus bei Regensburg erreicht dieser symbolische Akt der bewussten Tierquälerei eine nächste Eskalationsstufe. Da die Behörden bei allen Fällen weiterhin im Dunkeln tappen, fordert der LBV nun noch eindringlicher eine speziell geschulte Polizeieinheit gegen Umweltkriminalität! >> Hier mehr erfahren!


Uhu mit vergiftetem Huhn getötet

03.07.15 - Schon wieder ist eine hochgeschützte Tierart in Bayern Opfer von Umweltkriminalität geworden. Dem LBV wurde bei Beratzhausen im Landkreis Regensburg ein toter Uhu gemeldet. Die Eule wurde Opfer eines mit Carbofuran vergifteten Huhns, was eine Untersuchung im Auftrag des LBV an der LMU München ergab. Das hochtoxische Kontaktgift ist seit 2008 EU-weit verboten. Sowohl der Vertrieb, als auch Verkauf und Besitz sind strafbar. Der Eulenvogel wurde auf einem Feldweg sichergestellt, in dessen Bereich möglicherweise weitere vergiftete Köder zu finden sind. Diese können von anderen Greifvögeln, wie etwa den stark gefährdeten Rot- und Schwarzmilanen, oder auch anderen Wildtieren jederzeit aufgenommen werden. Der Giftköder war aller Wahrscheinlichkeit nicht für den Uhu, sondern für einen Fuchs bestimmt, da Eulen im Normalfall keine Hühner jagen. >> Hier mehr erfahren!


LBV fordert längst überfällige Stabsstelle für Umweltkriminalität

21.05.15 - Mitte Mai wurden im Landkreis Cham vier abgeschnittene Vorderbeine von Luchsen gefunden. Diese wurden in der Nähe einer Fotofalle abgelegt, die dort im Rahmen des wissenschaftlichen Luchs-Monitorings für ein grenzübergreifendes Luchsprojekt aufgestellt wurde. Ein solch krimineller Akt ist bislang beispiellos und eine neue Eskalationsstufe der Luchsgegner in der Region. Die Trägergemeinschaft "Ausgleichsfonds Große Beutegreifer" ist tief betroffen und fordert Bevölkerung wie Ermittlungsbehörden auf, alles zu tun, um die Täter zu identifizieren. >> Mehr über diesen Fall hier


Extrem seltene Sumpfohreulen-Brut zerstört

06.05.2015 – Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurde  einer der äußerst seltenen Brutversuche der Sumpfohreule durch einen illegal gelegten Flächenbrand vernichtet. Die Anzeige des Vorfalls durch Aktive des LBV bei der zuständigen Polizeidienststelle blieb jedoch bisher ohne Folgen. Zwar gibt es erste Hinweise auf einen Tatverdächtigen, doch die Indizien reichen bisweilen nicht aus, um ihn zur Verantwortung ziehen zu können. Dieser gezielte Akt von Umweltkriminalität ist ein abschreckendes Beispiel dafür, warum wir so dringend eine speziell geschulte Einheit für derartige Vergehen fordern. Damit bleibt ein grober und vorsätzlicher Verstoß gegen das Artenschutzgesetz erneut ungeahndet. >>> Hier mehr erfahren


Früher ein seltener Gast, ist er nun häufig zu beobachten - Noch kein Brutvogel

Silberreiher auf Beutefang. (F: Z. Tunka)
Silberreiher auf Beutefang. (F: Z. Tunka)

13.02.15 - In den letzten Jahren häuften sich beim LBV die Hinweise auf immer mehr Silberreiher. So auch jetzt wieder bei der Stunde der Wintervögel. Dabei fällt der große und elegante weiße Reiher auch vielen Menschen auf, die sich selbst nicht zu den ausgemachten Vogelexperten zählen. Oft stehen die stattlichen Vögel gut erkennbar in größeren Gruppen auf Wiesen und Äckern und suchen dort nach Nahrung. Doch die Zunahme des Silberreihers in Bayern hinterlässt viele offene Fragen.
>> Warum es immer mehr Silberreiher in Bayern gibt.


Geben Sie der Vogel- und Umweltstation Regenstauf eine Zukunft

Wir brauchen Ihre Hilfe

06.09.12: Die LBV Vogelstation wird immer bekannter. Um mehr als 500 gefiederte Patienten haben wir uns im letzten Jahr gekümmert. Ganz aktuell versorgen wir zum Beispiel einen Storch: Er wurde mit Schrot beschossen!

Der ständig steigende Aufwand für Futter und medizinische Versorgung überseigt unsere Kapazitäten.

>> Bitte helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende!

>> zur Seite der Vogelstation Regenstauf

 


Das LBV-News-Archiv der vergangenen Jahre

In all den Jahren LBV-Aktivität hat sich so einiges angesammelt. Um alle News aus der vorherigen Zeit anzuschauen, einfach durchs Archiv klicken. >> Lesen Sie mehr...


Vorgehen bei Greifvogelverfolgung

Wer Greifvögel tötet, begeht eine Straftat. Wie Hinweise darauf aussehen können und was dann zu beachten ist. >> Lesen Sie mehr...


Neues von Bayerns Weißstörchen

Ob Storchennester, Satelliten-Telemetrie oder Webcams: Alles, was Sie über Bayerns Weißstörche erfahren möchten gibt es hier. >> Lesen Sie mehr...


Die LBV-Schutzgebiete: Natur in guten Händen

Der LBV besitzt rund 2.750 Hektar eigene Schutzgebiete. Eine Fläche von 4.000 Fußballfeldern! Hier zählt nur eines: der Schutz der Natur! >> Lesen Sie mehr...

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Zählen Sie Ihre Wintervögel!
Das LBV-News-Archiv

Noch mal in den Nachrichten der vergangen Jahre stöbern?
Hier geht's zum Archiv!

Kostenlose Infos bestellen!

Wir schicken Ihnen unseren Naturreiseführer und ein ausführliches Info-Paket (über LBV-Projekte, Arbeit, Bildung etc.) gerne zu - natürlich kostenlos!

Video:Der LBV in 90 Sekunden
Mitglied werden
Zum Newsletter anmelden
Futtersäule geschenkt!

Unser Vereinsjahr 2013/2014 mit Berichten aus allen Regionen Bayerns und den LBV Projekten als praktisches E-Paper.

LBV QUICKNAVIGATION