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Aktuelle Termine

12.03.2010
Engelsberg
Jahreshauptversammlung der Ortgruppe Engelsberg [...mehr]
12.03.2010
Deggendorf
Frühling in Spanien [...mehr]
12.03.2010
Berching
Vortrag: Weißstörche in Berching [...mehr]
12.03.2010
Bamberg
Vortrag „Vielfalt im Buchenwald“ [...mehr]
12.03.2010
Uffenheim
Diavortrag von hermann Weiß über die Exkursion des AK Botanik zum nördlichen Gardasee [...mehr]
12.03.2010
Ansbach
Der Kormon - ein Problemvogel? [...mehr]
13.03.2010
Arnschwang
Aktion für die ganze Familie - Nistkastenbau für Vögel und Fledermäuse [...mehr]
13.03.2010
Hilpoltstein
Flächenbetreuer AK(offen) in Hilpoltstein [...mehr]
13.03.2010
Feucht
Vogelkundlicher Spaziergang durch die Schwarzachklamm [...mehr]
14.03.2010
Tauberbrücke an der B25
Wasservogelzählung an der Tauber [...mehr]
15.03.2010
-
LBV - Haus- und Straßensammlung Sammler gesucht! [...mehr]
16.03.2010
Bayreuth
Vogelkundlicher Spaziergang [...mehr]
16.03.2010
Zorneding
Naturschutzarbeit im Landkreis [...mehr]
17.03.2010
München
Im Münchner Klärwerk Gut Großlappen [...mehr]
18.03.2010
Rottenbuch
Vortrag bei Obst- und Gartenbauverein Rottenbuch [...mehr]
18.03.2010
Unterbrunnenreuth/Ingolstadt
Film: Wald, Wasser, Sand, - lebendige Kulturlandschaft [...mehr]
18.03.2010
Wullenstetten
Mitgliederversammlung [...mehr]
18.03.2010
Muhr am See
Natur- und vogelkundliche Führung zur Vogelinsel [...mehr]
19.03.2010
Amberg
Kindergruppe Ammerthaler Fledermäuse [...mehr]
19.03.2010
Bayreuth
Vogelkundlicher Spaziergang [...mehr]
19.03.2010
Reckendorf
Der Biber - ein Lebensraumgestalter am Wasser [...mehr]
20.03.2010
Engelsberg
Hasen und Hennen basteln für die Osterdekoration [...mehr]
20.03.2010
Haiming
Wanderung in die Haiminger Au [...mehr]
20.03.2010
Traunreut
Arbeitseinsatz auf der LBV-Streuobstwiese in Pertenstein [...mehr]
20.03.2010
Deggendorf
Rainer Wald Naturjuwel des LBV [...mehr]
20.03.2010
Plankstetten
12.Treffen der BN- und LBV-Kreisgruppen Eichstätt Neumarkt und Roth [...mehr]
20.03.2010
Ulm
Ulm (Stadthaus): LBV-Kormoran-Tagung [...mehr]

Jetzt wieder mit Nisthilfen!

Mitgliederwerbung für den LBV

Ferien-, Schüler- und Studentenjobs: Förderer für den LBV werben....mehr

Neu! Begrüßungsgeschenk für Kinder

"Mein erstes Was fliegt denn da?" vom Kosmos Verlag

Willkommen!

den 300 neuen Mitgliedern im Februar!

LBV - Stiftungsbroschüre

Die LBV Stiftung "Bayerisches Naturerbe" wird immer beliebter. Hier unsere Broschüre bestellen! [zur Stiftung]

LBV Finanzbericht 2008

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Sie sind hier: Service > Naturschutztipps > Winterfütterung 

Winterfütterung

Am 6. Januar 2010 schlägt bayernweit die >>Stunde der Wintervögel. Wie Sie Ihre Beobachtungen am Futterhaus melden können, und warum das sehr wichtig ist, erfahren Sie >>hier.

LBV-Vogelfutter erfüllt strengste Kriterien

Stieglitze und Erlenzeisig an einer Futtersäule (Bild: LBV)

Unabhängiger Test: Keine Ambrosia im LBV-Futter

Der LBV vertreibt Vogelfutter von Vivara. Vivara garantiert Ambrosia-Freiheit. Das Futter wird 2 x gereinigt, Problemsaaten werden nur im ambrosiafreien England eingekauft. Damit setzen wir auf den richtigen Partner, der die Ambrosia-Kontrolle laufend verbessert. Wir lassen die Ware unseres Zulieferers jedoch immer wieder auch unabhängig testen. Die Tests zeigen: In unserem Futter sind keine Ambrosia-Samen!

Öko-Test: LBV-Futter hervorragend!

Schon lange vor den letzten Verbesserungsschritten unsere Zulieferers Vivara bestätigte die Zeitschrift Öko-Test 2007 die Spitzenstellung. Die Tester hatten 18 verschiedene Futter untersucht. Nur einem anderen Mischfutter musste sich das Vivara-Futter damals geschlagen geben. Mit 2,1 Samen/kg lag es deutlich unter der strengen Schweizer Norm, dem einzigen vorhandenen Standard. Er toleriert 0,005 Prozent Verunreinigung, was 9-10 Samen/Kilo entspricht.  Unsere Anmerkungen zum Test der Zeitschrift Öko-Test: 

  • Aus Mischfuttern sind Ambrosia-Samen wesentlich schwieriger zu entfernen, da in diesem Futter auch andere Samen ähnlicher Größe vorkommen. Sonnenblumenkerne sind dagegen wesentlich besser von Amrosia-Samen zu reinigen.
  • Die einzigen drei Produkte, die im Test völlig frei von Ambrosia-Samen waren, sind zwei reine Sonnenblumenkern-Futter und ein Fettfutter. Sie sind nur schwer mit den Mischfuttern zu vergleichen.
  • Die Einteilung in die Bewertungsklassen zwischen "ausreichend" und "ungenügend" liegt offenbar bei 10 Samen/Kilo. Damit erfüllen alle "ausreichenden" Produkte die Schweizer Norm.

Kontrolle vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Auch das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat Futter untersucht und z.T. beunruhigende Ergebnisse festgestellt: Über 1/3 der Proben war zum Teil stark verunreinigt. Auch das Logo Ambrosia-Controlled bietet offensichtlich keine Sicherheit. (>>zur Untersuchung der LGL)Der LBV wird daher seinen Weg weitergehen und nur hochwertiges Futter verkaufen und empfehlen, für das Ambrosiafreiheit garantiert und unabhängig bestätigt wird.

Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Kein Problem! Stellen Sie Ihr Vogelfutter selbst her. (mehr)

Vögel füttern macht Spaß!

Ruafbold am Futterhäuschen: der Kernbeißer (Bild: D. Stahl)

Das Füttern einer bunten Vogelschar ist eine wunderbare Möglichkeit, Natur direkt zu erleben. Gerade für Kinder ist das spannend. Sie lernen, die verschiedenen Arten zu unterscheiden. Später, als Jugendliche und Erwachsene, sind sie leichter fähig, ökologische und damit komplexe Zusammenhänge zu begreifen. Und sie engagieren sich eher dafür, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und die Natur zu schützen. Dass Artenkenntnis auch ein Indikator für Bildung ist, hat die sog. >>"Vogel-PISA" Studie gezeigt. Aber auch für viele ältere Menschen sind die Vögel an ihrem Futterhaus ein lebendiges Schauspiel direkt vor ihrem Fenster. 

Machen Sie mit und zählen Sie die Vögel an Ihrem Futterhäuschen bei der >>Stunde der Wintervögel!

Vögel im Winter zu füttern ist zwar kein Vogelschutz im klassischen Sinne (>>mehr dazu), den Wert der Winterfütterung kann man jedoch nicht hoch genug schätzen.

Welche Vögel kommen an meine Futterstelle?

Feldsperlinge und Grünfinken an einer Futtersäule (Bild: S. Morsch)

Oft kommen viele verschiedene Vögel zu einer Futterstelle. Das Bild zeigt z.B. Feldsperlinge und Grünfinken. Manche Vögel sieht man sonst nur sehr selten, andere sind häufig. Manche führen sich auf wie kleine Könige, andere wiederum stiebitzen nur ein Körnchen am Boden und verschwinden wieder im nächsten Strauch. Damit Sie wissen, wer an Ihrem Futtertisch sitzt, haben wir Ihnen hier die >>Steckbriefe der 20 häufigsten Wintervögel zusammengestellt.

Welche Futterstelle?

Hier finden Sie Anleitungen zu Selberbauen. Fertige Häuschen gibt's im LBV-Shop.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie eine Futterstelle aussehen kann. Den Vögeln dürfte das Aussehen weitgehend egal sein, solange bestimmte Anforderungen erfüllt sind:

leicht zu reinigen
an einer für die Vögel übersichtlichen Stelle aufgestellt
das Futter trocken haltend.

Das klassische Futterhäuschen, bei die Vögel das Futter verkoten können, sollte min. einmal täglich gründlich ausgefegt werden, um die Übertragung von ansteckenden Krankheiten zu vermeiden!

Der LBV bietet Futterhäuschen, -säulen und anderes an, die von unseren Experten getestet worden sind (zum LBV-Naturshop). Sie möchten selbst bauen? Hier finden Sie eine Bauanleitungen für

>>ein Futterhäuschen (pdf)
>>einen Futterautomaten (pdf)

>>Futterglocken (pdf)

Wir wünschen viel Spaß!


Wie erkenne ich gutes Vogelfutter?

Gute Zutaten: Wichtig auch bei Vogelfutter (Bild: CJ Wildbird Foods)

Vogelfutter gibt es viele. Zu ganz unterschiedlichen Preisen. Deswegen haben wir Ihnen hier eine kleine Entscheidungshilfe zusammengestellt, wie sie gutes Vogelfutter von schlechtem unterscheiden können:

- Wieviel Ausfall finden Sie unter Ihrem Vogelhäuschen?
Hintergrund: Viele Anbieter strecken ihr Futter mit Füllmitteln. Da die Vögel sie nicht fressen, bleiben sie liegen. Bei schlechtem Futter haben Sie also einen großen Ausfall. Im LBV-Vogelfutter sind ausschliesslich Samen, die von den Vögeln auch gefressen werden.

- Macht der Anbieter Angaben zum kcal-Gehalt?
Hintergrund: Nur wenn dem Anbieter der Ölgehalt der einzelnen Zutaten genau bekannt ist, kann er diese Angaben machen.

- Kann der Anbieter garantieren, dass sein Futter nicht aus den Ambrosia-Risikogebieten Ungarn oder Nordamerika stammt? Tragen die Produkte das Zeichen "Ambrosia controlled"?
Hintergrund: Die im Umkreis von mehreren hundert Metern allergieauslösende Ambrosia wird auch von schlecht gereinigtem Vogelfutter übertragen.

- Wie oft werden die Produkte gereinigt?
Hintergrund: Je häufiger die Ausgangsstoffe gereinigt werden, desto geringer ist die Verschmutzung des Futters, z.B. mit Ambroisa-Samen aber auch mit anderen Verschmutzungen. Das LBV-Vogelfutter wird 3 x gereinigt, ein sehr intensiver Prozess.

- Ist das Futter von einer Vogelschutzorganisation zertifiziert?
Hintergrund: Hersteller, die hohen Wert auf Qualität legen, lassen ihr Futter von Vogelschutzverbänden wie dem LBV testen und zertifizieren. Wir achten darauf, dass nur Zutaten im Futter sind, die den Vögeln auch wirklich nutzen.

Futterrezepte

Winterfütterung soll Ihnen vor allem schöne Naturerlebnisse ermöglichen und die Wintersterblichkeit der Vögel vermindern. Dafür sollten Sie auf gute Futtermittel achten (s.o.). Die Futtermittel können Sie aber auch billig selbst herstellen.

Körnergemische sollten vorwiegend aus Sonnenblumenkernen, ansonsten überwiegend aus Hanfkörnern bestehen. Beide Samen sind wegen ihres hohen Ölgehalts bei den meisten Körnerfressern sehr beliebt. Als weitere Beimischungen eignen sich z.B. Hirse, Mohn, Distel- und andere Samen, Bucheckern, Getreidekörner, zerkleinerte Haselnüsse. Je vielfältiger das Angebot ist, desto eher können sich die einzelnen Vogelarten aussuchen, was ihnen am meisten schmeckt. Und desto mehr verschiedene Vögel werden Sie an Ihrer Futterstelle beobachten können.

Kohlmeise an einem selbstgemachten Fettfutterblock (Bild: LBV)

Ein Futter, das allen Vögel gerne annehmen, ist ein Fettfuttergemisch aus Rindertalg und Weizenkleie. Dafür schneiden Sie den Talg klein und erhitzen ihn. Nach dem Schmelzen des Fettes wird die Weizenkleie dazugemischt. Damit die Masse auch bei Kälte nicht hart und brüchig wird, können Sie einen Schuss Salatöl hinzugeben. Für die meisten Vogelarten eignet sich ein Mischungsverhältnis von 1-2 Gewichtsteilen Talg auf 1 Teil Weizenkleie. Werden 5-6 Gewichtsteile Talg auf 1 Teil Weizenkleie verarbeitet, so entsteht eine gießfähige Masse, die für Baumläufer, Schwanzmeisen und Spechte an die rissige Borke alter Bäume gestrichen wird.

Futter am Stiel

Eine praktische Anleitung für Vogelfutter "am Stiel" hat uns LBV-Mitglied C. Pippereit geschickt. Der Vorteil: Es bleiben keine Reste wie Meisenknödelnetze o.ä. zurück, und die Fettfutterblöcke sind kinderleicht herzustellen. >>Rezept

Für Meisen und Kleiber kann man dem Gemisch auch Sonnenblumenkerne und Hanfsamen hinzufügen. Es wird dann in Blumentöpfe gegossen, in deren Wasserabzugsloch man einen Ast steckt. Am oberen Ende des Astes kann der Blumentopf aufgehängt werden, am unteren halten sich die Meisen beim Fressen fest (>>Bauanleitung Futterglocke). Käufliche Weichfuttergemische können von minderer Qualität sein und hauptsächlich aus Weißbrotkrümeln bestehen. Man sollte sie daher auf jeden Fall prüfen.

Eine Vogeltränke ist im Winter normalerweise unnötig, da die Vögel genügend Wasser finden. Eine Wasserstelle birgt oftmals eine potenzielle Quelle für Krankheiten. Zudem können unerfahrene Vögel verleitet werden, ein Bad zu nehmen, was im Winter eine gefährliche Auskühlung bedeutet.

Was man nicht füttern sollte

  • salzhaltige Nahrung, z.B. Wurst-, Schinken-, Speck- und Käsereste
  • reines Fett in Form von Margarine oder Butter
  • leicht gefrierbare, in kleine Stücke geschnittene Futtermittel, z.B. Apfel- und Birnenstückchen (Äpfel nur im Ganzen auslegen, die Vögel picken sich geeignete Stücke ab)
  • Brot- oder Kuchenkrümel

Praktische Hinweise zur Fütterung

Futtersäule
  • Damit die Vögel nicht von der Fütterung abhängig werden, sollten sie ihre Nahrung so lang wie möglich selbst suchen. Beginn und Ende der Winterfütterung richten sich deshalb nicht starr nach dem Kalender, sondern nach den jeweils herrschenden Wetterverhältnissen: nur bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke füttern!
  • Die Fütterungen müssen stets überwacht werden. Werden tote Vögel gefunden (vor allem während milder Winterperioden und im Spätwinter), so liegt Verdacht auf Salmonellose vor. Fütterung sofort einstellen, Futterhaus säubern und desinfizieren und alle Futtereste am Boden entfernen. Manche Typen des Krankheitserregers sind auch für den Menschen ansteckend; also Vorsicht beim Anfassen toter Vögel. Gummihandschuhe benutzen, Hände desinfizieren, keine Kinder mit der Säuberung der Futterstellen beauftragen!
  • Salmonellose tritt besonders häufig an großen Futterstellen auf. Deshalb sind mehrere kleine Futterstellen besser als eine große.
  • Das Futterhaus muss so konstruiert sein, dass das Futter nicht nass wird und dass kein Kot ins Futter gelangen kann, der die Ausbreitung von Krankheiten stark fördert.
  • Wer die Vögel zur Brutzeit füttert, handelt verantwortungslos! Die Altvögel füttern die leicht erreichbaren Sonnenblumenkerne an die Jungen, deren Verdauungstrakt nur auf leichtverdauliche Insektennahrung eingestellt ist. Schwerverdauliche Sämereien führen zum Tod der Jungen oder zum Ausfliegen geschwächter Jungvögel.
  • Wenn Tauben oder Rabenvögel von der Fütterung ferngehalten werden sollen, muss man die Futterhäuser entweder entsprechend konstruieren oder mit Maschendraht umgeben, so dass nur die kleinen Singvögel hineingelangen können.
  • Das Futterhaus sollte frei aufgestellt werden, damit die Vögel eine heranschleichende Katze rechtzeitig bemerken.
  • Für bodenbewohnende Vögel, die das Futterhaus nicht nutzen, kann an einer wind- und regengeschützten Stelle eine seitlich umgekippte Kiste mit Futter aufgestellt werden.

Greifvögel und Eulen

Eine wertvolle Hilfsmaßnahme für Greifvögel sind Sitzkrücken an geeigneten Stellen. Solch ein "Hochstand für Greifvögel" ist ein 2-3 m hoher Pfahl mit Querholz. Hier können Greifvögel ihrer Beute auflauern. Die Sitzkrücke ist auch im übrigen Jahr eine wertvolle Hilfe.

Bei geschlossener Schneedecke haben es die Eulen besonders schwer: Ihre Hauptnahrung - Mäuse - ist fast unerreichbar. Da die Schleiereule, ehemals neben dem Waldkauz unsere häufigste Eule, mittlerweile stark gefährdet ist, sind die winterlichen Verluste für sie besonders schmerzlich. Abhilfe ist hier jedoch einfach. Wenn Scheunen oder Kirchtürme für Schleiereulen zugänglich gemacht werden, können sie in den Gebäuden auf Mäusejagd gehen. Dafür reicht schon eine nicht ganz geschlossene Scheunentür oder eine offene Dachluke von 20x20 cm. Kirchtürme und Dachböden bieten der Schleiereule zusätzliche Ruheplätze, um den Tag über zu schlafen.

Wasservögel

Die Fütterung von Wasservögeln - Enten, Gänsen, Schwänen und Rallen - wird oft unnötigerweise durchgeführt. Das »Betteln« von Entenvögeln in Städten ist lediglich gewöhnungsbedingt und durch zu intensive Fütterung hervorgerufen. Die Tiere gewöhnen sich an Futterstellen und suchen sie auch zu anderen Jahreszeiten auf. Probleme mit verkoteten Badewiesen sind nur eine Folge davon. Auf die Fütterung der Wasservögel sollte deshalb verzichtet werden.

Füttern ohne Futterhaus

Die beste und natürlichste Winterfütterung sind heimische Sträucher, die Beeren tragen. Sie sind im Winter eine wichtige Futterquelle vor allem für Drosseln und Amseln. Viele Straucharten sind geeignet und bei den Vögeln sehr beliebt: Eberesche, Holunder, Hartriegel, Hagebutte, Weißdorn, Schlehe, Pfaffenhütchen, Schneeball, Kornelkirsche und viele andere. Als erfreulicher Nebeneffekt bieten die dornigen Sträucher den Vögeln eine Versteckmöglichkeit. Deshalb sollten Bäume und Sträucher bei Bedarf stets erst am Ende des Winters zurückgeschnitten werden. Im Frühling und Sommer schließlich sind die Sträucher den Vögeln ein willkommener Nistplatz.

Daneben sind auch Pflanzen, die Samen produzieren, bei Finken und anderen Körnerfressern sehr beliebt. Die meisten samentragenden Kräuter und Gräser bieten für Vögel Winterfutter. Die Samenstände dürfen deshalb nicht entfernt werden. Generell sollte der Garten nur heimische Pflanzen beherbergen. Besonders geeignet sind z.B. Disteln, Astern und verschiedene Doldenblütler. (Mehr zum vogelfreundlichen Garten)

Noch eine Anmerkung: Vögel füttern und Vogelschutz

Bergfinken sind typische Wintergäste, die an den Winter bei uns hervorragend angepasst sind (Bild: LBV)

Mit dem Begriff »Vogelschutz« verbindet man oft, Vögel im Winter zu füttern  und Nistkästen aufzuhängen. Doch in Deutschland leben rund 250 Brutvogelarten. 16 weitere sind bereits ausgestorben. Auch an gut besuchten Fütterungen kommen aber kaum über 20 verschiedene Vogelarten vorbei, also nur etwa 8% der Brutvögel. Rechnet man Durchzügler und Wintergäste ein, so ist dieser Prozentsatz noch kleiner. Auch werden durch die Fütterung nur die häufigsten Arten unterstützt. Die gefährdeten Arten kommen kaum ans Fensterbrett, da sie entweder Zugvögel oder als Spezialisten an bestimmte Lebensräume der freien Landschaft gebunden sind.

Darüber hinaus haben die Vögel, die ans Futterhaus kommen, schon immer in Mitteleuropa überwintert. Sie sind an die Lebensbedingungen im Winter angepasst und können etwaige Verluste oft dadurch ausgleichen, dass sie mehrmals im Jahr brüten.

Mit der Winterfütterung vermindern wir die Wintersterblichkeit der Nicht-Zugvögel, also der Arten, die im Winter hier bleiben. Diese Vögel können dann aber viele Nischen besetzen, die den später zurückkehrenden Zugvögeln wie Haus- und Gartenrotschwanz oder Halsbandschnäpper fehlen. [Weitere Informationen]

Grundlage des Vogelschutzes: Lebensräume erhalten

Für den Schutz der seltenen Vogelarten ist die wichtigste Schutzmaßnahme, geeigneter Lebensräume zu erhalten, zu pflegen und neu zu schaffen.

Neben staatlichen Schutzgebieten ist es der beste Schutz, wenn Naturschutzverbände diese Lebensräume ankaufen, z.B. Altwasserarme, Sumpfwiesen und anderen Flächen. Der Ankauf oder gar die Neuanlage solcher Lebensräume erfordert jedoch viel Geld. Auch wenn der LBV mit seinem Arche Noah Fonds schon weit über 1.000 ha wertvollster Lebensräume für die Natur gesichert hat: Viele Ankäufe scheitern an der allzu dünnen Finanzdecke. Gleichzeitig werden aber jeden Winter Millionenbeträge für Winterfütterung ausgegeben - Gelder, die sinnvoller in den Biotop- und Artenschutz investiert werden könnten.

Sie als Natur- und Vogelfreunde bitten wir daher, Ihre Ausgaben für die Winterfütterung kritisch zu prüfen. Es ist sinnvoller, zumindest einen Teil dieser Beträge für Ankauf und Pflege erhaltenswerter Lebensräume zur Verfügung stellen. Auf diese Weise kann der Natur und den Vögeln dauerhaft geholfen werden - nicht nur für einen Winter.

Tipps zum Umgang mit Gartenvögeln