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Mit dem BIRDPEN gegen Vogelschlag!
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den 150 neuen Mitgliedern im Juli!
Die LBV Stiftung "Bayerisches Naturerbe" wird immer beliebter. Hier unsere Broschüre bestellen! [zur Stiftung]
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LBV-Füllanzeigen können Sie einfach hier herunterladen und dann bitte veröffentlichen.
Vielen Dank!
Am 6. Januar 2010 schlägt bayernweit die >>Stunde der Wintervögel. Wie Sie Ihre Beobachtungen am Futterhaus melden können, und warum das sehr wichtig ist, erfahren Sie >>hier.
LBV-Vogelfutter erfüllt strengste KriterienUnabhängiger Test: Keine Ambrosia im LBV-Futter Der LBV vertreibt Vogelfutter von Vivara. Vivara garantiert Ambrosia-Freiheit. Das Futter wird 2 x gereinigt, Problemsaaten werden nur im ambrosiafreien England eingekauft. Damit setzen wir auf den richtigen Partner, der die Ambrosia-Kontrolle laufend verbessert. Wir lassen die Ware unseres Zulieferers jedoch immer wieder auch unabhängig testen. Die Tests zeigen: In unserem Futter sind keine Ambrosia-Samen! Öko-Test: LBV-Futter hervorragend! Schon lange vor den letzten Verbesserungsschritten unsere Zulieferers Vivara bestätigte die Zeitschrift Öko-Test 2007 die Spitzenstellung. Die Tester hatten 18 verschiedene Futter untersucht. Nur einem anderen Mischfutter musste sich das Vivara-Futter damals geschlagen geben. Mit 2,1 Samen/kg lag es deutlich unter der strengen Schweizer Norm, dem einzigen vorhandenen Standard. Er toleriert 0,005 Prozent Verunreinigung, was 9-10 Samen/Kilo entspricht. Unsere Anmerkungen zum Test der Zeitschrift Öko-Test:
Kontrolle vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Auch das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat Futter untersucht und z.T. beunruhigende Ergebnisse festgestellt: Über 1/3 der Proben war zum Teil stark verunreinigt. Auch das Logo Ambrosia-Controlled bietet offensichtlich keine Sicherheit. (>>zur Untersuchung der LGL)Der LBV wird daher seinen Weg weitergehen und nur hochwertiges Futter verkaufen und empfehlen, für das Ambrosiafreiheit garantiert und unabhängig bestätigt wird. Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Kein Problem! Stellen Sie Ihr Vogelfutter selbst her. (mehr) |
Vögel füttern macht Spaß!
Das Füttern einer bunten Vogelschar ist eine wunderbare Möglichkeit, Natur direkt zu erleben. Gerade für Kinder ist das spannend. Sie lernen, die verschiedenen Arten zu unterscheiden. Später, als Jugendliche und Erwachsene, sind sie leichter fähig, ökologische und damit komplexe Zusammenhänge zu begreifen. Und sie engagieren sich eher dafür, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und die Natur zu schützen. Dass Artenkenntnis auch ein Indikator für Bildung ist, hat die sog. >>"Vogel-PISA" Studie gezeigt. Aber auch für viele ältere Menschen sind die Vögel an ihrem Futterhaus ein lebendiges Schauspiel direkt vor ihrem Fenster. Machen Sie mit und zählen Sie die Vögel an Ihrem Futterhäuschen bei der >>Stunde der Wintervögel! Vögel im Winter zu füttern ist zwar kein Vogelschutz im klassischen Sinne (>>mehr dazu), den Wert der Winterfütterung kann man jedoch nicht hoch genug schätzen. |
Welche Vögel kommen an meine Futterstelle?Oft kommen viele verschiedene Vögel zu einer Futterstelle. Das Bild zeigt z.B. Feldsperlinge und Grünfinken. Manche Vögel sieht man sonst nur sehr selten, andere sind häufig. Manche führen sich auf wie kleine Könige, andere wiederum stiebitzen nur ein Körnchen am Boden und verschwinden wieder im nächsten Strauch. Damit Sie wissen, wer an Ihrem Futtertisch sitzt, haben wir Ihnen hier die >>Steckbriefe der 20 häufigsten Wintervögel zusammengestellt. |
Welche Futterstelle?Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie eine Futterstelle aussehen kann. Den Vögeln dürfte das Aussehen weitgehend egal sein, solange bestimmte Anforderungen erfüllt sind: leicht zu reinigen Das klassische Futterhäuschen, bei die Vögel das Futter verkoten können, sollte min. einmal täglich gründlich ausgefegt werden, um die Übertragung von ansteckenden Krankheiten zu vermeiden! Der LBV bietet Futterhäuschen, -säulen und anderes an, die von unseren Experten getestet worden sind (zum LBV-Naturshop). Sie möchten selbst bauen? Hier finden Sie eine Bauanleitungen für >>ein Futterhäuschen (pdf) Wir wünschen viel Spaß! |
Wie erkenne ich gutes Vogelfutter?Vogelfutter gibt es viele. Zu ganz unterschiedlichen Preisen. Deswegen haben wir Ihnen hier eine kleine Entscheidungshilfe zusammengestellt, wie sie gutes Vogelfutter von schlechtem unterscheiden können: - Wieviel Ausfall finden Sie unter Ihrem Vogelhäuschen? - Macht der Anbieter Angaben zum kcal-Gehalt? - Kann der Anbieter garantieren, dass sein Futter nicht aus den Ambrosia-Risikogebieten Ungarn oder Nordamerika stammt? Tragen die Produkte das Zeichen "Ambrosia controlled"? - Wie oft werden die Produkte gereinigt? - Ist das Futter von einer Vogelschutzorganisation zertifiziert? |
Winterfütterung soll Ihnen vor allem schöne Naturerlebnisse ermöglichen und die Wintersterblichkeit der Vögel vermindern. Dafür sollten Sie auf gute Futtermittel achten (s.o.). Die Futtermittel können Sie aber auch billig selbst herstellen.
Körnergemische sollten vorwiegend aus Sonnenblumenkernen, ansonsten überwiegend aus Hanfkörnern bestehen. Beide Samen sind wegen ihres hohen Ölgehalts bei den meisten Körnerfressern sehr beliebt. Als weitere Beimischungen eignen sich z.B. Hirse, Mohn, Distel- und andere Samen, Bucheckern, Getreidekörner, zerkleinerte Haselnüsse. Je vielfältiger das Angebot ist, desto eher können sich die einzelnen Vogelarten aussuchen, was ihnen am meisten schmeckt. Und desto mehr verschiedene Vögel werden Sie an Ihrer Futterstelle beobachten können.
Ein Futter, das allen Vögel gerne annehmen, ist ein Fettfuttergemisch aus Rindertalg und Weizenkleie. Dafür schneiden Sie den Talg klein und erhitzen ihn. Nach dem Schmelzen des Fettes wird die Weizenkleie dazugemischt. Damit die Masse auch bei Kälte nicht hart und brüchig wird, können Sie einen Schuss Salatöl hinzugeben. Für die meisten Vogelarten eignet sich ein Mischungsverhältnis von 1-2 Gewichtsteilen Talg auf 1 Teil Weizenkleie. Werden 5-6 Gewichtsteile Talg auf 1 Teil Weizenkleie verarbeitet, so entsteht eine gießfähige Masse, die für Baumläufer, Schwanzmeisen und Spechte an die rissige Borke alter Bäume gestrichen wird. Futter am Stiel Eine praktische Anleitung für Vogelfutter "am Stiel" hat uns LBV-Mitglied C. Pippereit geschickt. Der Vorteil: Es bleiben keine Reste wie Meisenknödelnetze o.ä. zurück, und die Fettfutterblöcke sind kinderleicht herzustellen. >>Rezept Für Meisen und Kleiber kann man dem Gemisch auch Sonnenblumenkerne und Hanfsamen hinzufügen. Es wird dann in Blumentöpfe gegossen, in deren Wasserabzugsloch man einen Ast steckt. Am oberen Ende des Astes kann der Blumentopf aufgehängt werden, am unteren halten sich die Meisen beim Fressen fest (>>Bauanleitung Futterglocke). Käufliche Weichfuttergemische können von minderer Qualität sein und hauptsächlich aus Weißbrotkrümeln bestehen. Man sollte sie daher auf jeden Fall prüfen. Eine Vogeltränke ist im Winter normalerweise unnötig, da die Vögel genügend Wasser finden. Eine Wasserstelle birgt oftmals eine potenzielle Quelle für Krankheiten. Zudem können unerfahrene Vögel verleitet werden, ein Bad zu nehmen, was im Winter eine gefährliche Auskühlung bedeutet. |
Praktische Hinweise zur Fütterung
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Eine wertvolle Hilfsmaßnahme für Greifvögel sind Sitzkrücken an geeigneten Stellen. Solch ein "Hochstand für Greifvögel" ist ein 2-3 m hoher Pfahl mit Querholz. Hier können Greifvögel ihrer Beute auflauern. Die Sitzkrücke ist auch im übrigen Jahr eine wertvolle Hilfe.
Bei geschlossener Schneedecke haben es die Eulen besonders schwer: Ihre Hauptnahrung - Mäuse - ist fast unerreichbar. Da die Schleiereule, ehemals neben dem Waldkauz unsere häufigste Eule, mittlerweile stark gefährdet ist, sind die winterlichen Verluste für sie besonders schmerzlich. Abhilfe ist hier jedoch einfach. Wenn Scheunen oder Kirchtürme für Schleiereulen zugänglich gemacht werden, können sie in den Gebäuden auf Mäusejagd gehen. Dafür reicht schon eine nicht ganz geschlossene Scheunentür oder eine offene Dachluke von 20x20 cm. Kirchtürme und Dachböden bieten der Schleiereule zusätzliche Ruheplätze, um den Tag über zu schlafen.
Die Fütterung von Wasservögeln - Enten, Gänsen, Schwänen und Rallen - wird oft unnötigerweise durchgeführt. Das »Betteln« von Entenvögeln in Städten ist lediglich gewöhnungsbedingt und durch zu intensive Fütterung hervorgerufen. Die Tiere gewöhnen sich an Futterstellen und suchen sie auch zu anderen Jahreszeiten auf. Probleme mit verkoteten Badewiesen sind nur eine Folge davon. Auf die Fütterung der Wasservögel sollte deshalb verzichtet werden.
Füttern ohne FutterhausDie beste und natürlichste Winterfütterung sind heimische Sträucher, die Beeren tragen. Sie sind im Winter eine wichtige Futterquelle vor allem für Drosseln und Amseln. Viele Straucharten sind geeignet und bei den Vögeln sehr beliebt: Eberesche, Holunder, Hartriegel, Hagebutte, Weißdorn, Schlehe, Pfaffenhütchen, Schneeball, Kornelkirsche und viele andere. Als erfreulicher Nebeneffekt bieten die dornigen Sträucher den Vögeln eine Versteckmöglichkeit. Deshalb sollten Bäume und Sträucher bei Bedarf stets erst am Ende des Winters zurückgeschnitten werden. Im Frühling und Sommer schließlich sind die Sträucher den Vögeln ein willkommener Nistplatz. Daneben sind auch Pflanzen, die Samen produzieren, bei Finken und anderen Körnerfressern sehr beliebt. Die meisten samentragenden Kräuter und Gräser bieten für Vögel Winterfutter. Die Samenstände dürfen deshalb nicht entfernt werden. Generell sollte der Garten nur heimische Pflanzen beherbergen. Besonders geeignet sind z.B. Disteln, Astern und verschiedene Doldenblütler. (Mehr zum vogelfreundlichen Garten) |
Noch eine Anmerkung: Vögel füttern und Vogelschutz
Mit dem Begriff »Vogelschutz« verbindet man oft, Vögel im Winter zu füttern und Nistkästen aufzuhängen. Doch in Deutschland leben rund 250 Brutvogelarten. 16 weitere sind bereits ausgestorben. Auch an gut besuchten Fütterungen kommen aber kaum über 20 verschiedene Vogelarten vorbei, also nur etwa 8% der Brutvögel. Rechnet man Durchzügler und Wintergäste ein, so ist dieser Prozentsatz noch kleiner. Auch werden durch die Fütterung nur die häufigsten Arten unterstützt. Die gefährdeten Arten kommen kaum ans Fensterbrett, da sie entweder Zugvögel oder als Spezialisten an bestimmte Lebensräume der freien Landschaft gebunden sind. Darüber hinaus haben die Vögel, die ans Futterhaus kommen, schon immer in Mitteleuropa überwintert. Sie sind an die Lebensbedingungen im Winter angepasst und können etwaige Verluste oft dadurch ausgleichen, dass sie mehrmals im Jahr brüten. Mit der Winterfütterung vermindern wir die Wintersterblichkeit der Nicht-Zugvögel, also der Arten, die im Winter hier bleiben. Diese Vögel können dann aber viele Nischen besetzen, die den später zurückkehrenden Zugvögeln wie Haus- und Gartenrotschwanz oder Halsbandschnäpper fehlen. [Weitere Informationen] |
Für den Schutz der seltenen Vogelarten ist die wichtigste Schutzmaßnahme, geeigneter Lebensräume zu erhalten, zu pflegen und neu zu schaffen.
Neben staatlichen Schutzgebieten ist es der beste Schutz, wenn Naturschutzverbände diese Lebensräume ankaufen, z.B. Altwasserarme, Sumpfwiesen und anderen Flächen. Der Ankauf oder gar die Neuanlage solcher Lebensräume erfordert jedoch viel Geld. Auch wenn der LBV mit seinem Arche Noah Fonds schon weit über 1.000 ha wertvollster Lebensräume für die Natur gesichert hat: Viele Ankäufe scheitern an der allzu dünnen Finanzdecke. Gleichzeitig werden aber jeden Winter Millionenbeträge für Winterfütterung ausgegeben - Gelder, die sinnvoller in den Biotop- und Artenschutz investiert werden könnten.
Sie als Natur- und Vogelfreunde bitten wir daher, Ihre Ausgaben für die Winterfütterung kritisch zu prüfen. Es ist sinnvoller, zumindest einen Teil dieser Beträge für Ankauf und Pflege erhaltenswerter Lebensräume zur Verfügung stellen. Auf diese Weise kann der Natur und den Vögeln dauerhaft geholfen werden - nicht nur für einen Winter.