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Schaffen Sie Wohnraum für tierische Nachbarn!Mit Nistkästen mehr Vögel sehen Sie können viel für die Tiere in Ihrer Nähe tun, indem Sie Nisthilfen anbringen. Vom einfachen Brettchen für Schwalben bis hin zum großen Eulenkasten helfen Sie damit den Vögeln in Ihrem Garten. Und Vögel, die in Nistkästen brüten, kann man meist gut beobachten. Aber auch Insekten und sogar Fledermäuse werden gerne Ihre Wohnungsangebote annehmen: Nistkästen bereiten Freude! Deshalb haben wir Ihnen >>alles Wichtige für Ihre Nistkästen und Nisthilfen zusammengestellt. Viel Spaß!
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Nisthilfen woher?Sie können Nistkästen einfach selbst bauen. Hier finden Sie unsere praktischen Anleitungen: - Halbhöhlenkasten (pdf) Nistkasten-Bausätze gibt es auch im >>LBV-Shop. In der Tabelle unten sind für viele Vogelarten die Größen der Einfluglöcher angegeben. So können Sie bestimmte Arten gezielt fördern. Bitte verwenden Sie unbehandeltes Holz, das Sie nach dem Zusammenbau des Kastens außen mit einer Lasur behandeln können, damit es wasserabweisend wird. Innen können Sie das Holz angerauhen, damit Jungvögel besser hinaufklettern können. Bestellen Sie auch unsere Broschüre "Wohnen nach Maß" für weitere Informationen. |
Die Monate Februar bis August sind mit den Ziffern 02 bis 08 abgekürzt. Die Nistkastenmaße (innen) sind Mindestmaße. Reihenfolge der Maße: Breite x Tiefe x Höhe.
Vogelart Aufhängehöhe | Aufhängehöhe der Nisthilfe | Flugloch Ø [mm] | Nistkastenmaße (innen) BxTxH [mm] | Legebeginn | Lebensraum Brutplatz |
Blaumeise | 1,5 - 3,5 m | 26-28 | 140x140x250 | Mitte 04 | Laub- und Mischwald, Parks, Gärten, Feldgehölze |
Kohlmeise | 1,5 - 3,5 m | 32-34 | 140x140x250 | Ende 03/Anfang 04 | wie Blaumeise, auch in Nadelwäldern |
Haubenmeise | 1,5 - 3,5 m | 26-28 | 140x140x250 | Mitte 04 | Nadelwald |
Sumpfmeise | 1,5 - 3,5 m | 26-28 | 140x140x250 | 04 bis 05 | wie Blaumeise |
Tannenmeise | 1,5 - 3,5 m | 26-28 | 140x140x250 | Ende 03/Anfang 04 | Nadelwälder, Parks, Gärten mit alten Nadelbäumen |
Trauerschnäpper | 1,5 - 3,5 m | 32-34 | 140x140x250 | 05 | Wälder, Parks, Gärten |
Gartenrotschwanz | 1,5 - 3,5 m | 47 | 140x140x250 | Anfang 05 | Laub-, Mischwälder, Gärten |
Kleiber | 1,5 - 3,5 m | 32-47 | 140x140x250 | 04 | Laub-, Mischwald, Parks, Gärten |
Haussperling | 1,5 - 3,5 m | 32-34 | 140x140x250 | Mitte bis Ende 04 | menschliche Siedlungen |
Feldsperling | 1,5 - 3,5 m | 32-34 (oval 30x45) | 140x140x250 | Ende 04 | Dörfer, Hecken, Feldgehölze, Obstgärten, Waldränder |
Bachstelze | 1,5 - 3,5 m | 50 durchgeh. Schlitz | 140x140x160 | 04 | am Wasser, Feld, menschliche Siedlungen, offene Kulturlandschaft |
Hausrotschwanz | 1,5 - 3,5 m | 50 durchgeh. Schlitz | 140x140x160 | 04 | Fels-, Gebäudebrüter in Dörfern, Städten, Kiesgruben, Gebirge |
Grauschnäpper | 1,5 - 3,5 m | 50 durchgeh. Schlitz | 140x140x160 | 05 | Waldränder, Lichtungen, Parks, Gebäude |
Star | 3 - 10 m | 45-50 | 160x160x320 | Mitte 04 | Wälder, Gärten, Alleen, Feldgehölze |
Wiedehopf | 3 - 10 m | 70 | 220x250x350 | Anfang 05 | offene Landschaften |
Sperlingskauz | 3 - 10 m | 45-50 | 220x250x350 | 04 bis 05 | Wälder mit reichlich Nadelholzanteil, reich gegliedert |
Zwergohreule | 3 - 7 m | 65-70 | 180x180x380 | 05 bis 05 | Haine, offene Landschaften, Dorfränder, Alleen |
Hohltaube | 6 - 15 m | 85 | 250x250x350 | 04 bis 08 | lichte Altholzbestände mit Äckern u. Wiesen, ruhige Parks, größere Gehölze, Alleen |
Dohle | 6 - 15 m | 85 | 250x250x350 | 04 | Städte, Steinbrüche, Burgen, Türme, lichter Wald |
Waldkauz | 4 - 10 m | 120 | 300x300x470 | 02/03 | wie Hohltaube, auch Friedhöfe und Städte |
Schleiereule | 3 - 20 m | 200x150 | 1000x500x500 | 03 | Kirchtürme, Scheunen, Taubenschläge, Dachböden, Schlösser, Ruinen bis 600 m ü.d.M. |
Rauhfußkauz | 6 - 15 m | 85 | 250x250x350 | 03 bis 05 | große Nadelwälder |
Steinkauz | 3 - 10 m | 80 | 160x160x900 | 04 bis 05 | Streuobstwiesen, Kopfweiden, Höhlen |
Turmfalke | 6 - 10 m | 160 durchgeh. Schlitz | 410x230x250 | 04/05 | Städte, Steinbrüche, Feldgehölze, Hochgebirge |
Wasseramsel | 1 - 5 m | 120 durchgeh. Schlitz | 210x180x140 | 03 | schnell fließende Bäche, Flüsse, vereinzelt auch in Dorf u. Stadt |
Mauersegler | 8 - 20 m | 32x64 oval | 170x280x110 | Mitte 05 | Steinbauten in Städten u. Dörfern |
Gänsesäger | (2) 4 m | 150 | 300x300x770 | 03 bis 05 | Seen, Flüsse, Baum-, Felshöhlen in Wassernähe |
Rauchschwalbe | 2 - 4 m | - | 120x120 | 05 | innerhalb landwirtschaftlicher Gebäude |
Mehlschwalbe | 2 - 4 m | - | 120x120 Stützbrett | 05 | außerhalb von Gebäuden |
Fledermäuse | 3-10 m | 45-50 unten anbringen | 160x160x320 Holz anrauen | Flug ab 04 | überall wo es Insekten gibt |
Mit kleinen Fluglochgrößen kann man die kleinen Vogelarten gezielt fördern. Umgekehrt können kleine Arten wie Meisen oder Kleiber auch große Kästen nutzen.
Sie können aber auch fertige Nistkästen beim LBV Naturshop bestellen. Sie erhalten nicht nur Holz- und Holzbetonkästen, sondern auch Mauersteine, Dachplatten u. ä., die bei Neu- oder Umbauten in das Gebäude integriert werden können.
Nisthilfen richtig anbringena) Wann? Bringen Sie Nisthilfen im Herbst an, damit sie auswittern können. Außerdem nutzen viele Arten das Angebot als Nachtquartiere. b) Wo? Nistkästen können prinzipiell überall aufgehängt werden, aber wichtig ist Katzen- und Mardersicherheit. Dafür kann man die Kästen frei an einen einzelnen Ast hängen oder an einer glatten Hauswand anbringen. Bei Bäumen empfiehlt es sich, eine Manschette anzubringen, so dasss Räuber nicht hinaufgelangen. c) Höhe: Je nach Art, die Sie unterstützen möchten, können Sie die Nistkästen unterschiedlich anbringen. In Gärten und umzäunten Grünflächen können Nisthilfen für Singvögel in Augenhöhe (1,5 bis 1,8 m) angebracht werden. Sonst werden sie etwa 2,8 bis 3,5 m hoch gehängt. Für größere Tiere empfiehlt sich eine Höhe von 4 bis 6 m. d) Ausrichtung: Wichtig ist für alle Nisthilfen, dass sie nicht der prallen Sonne ausgesetzt sind. Das Flugloch wird idealerweise nach Südosten ausgerichtet. Wind und Regen sollten nicht in die Flugöffnung eindringen können. Vögel mögen es auch nicht, wenn der Nistkasten frei im Wind schaukelt. e) Wie?: An Bäumen befestigt man die Nisthilfen am Besten mit einem Aluminiumnagel. Dieser schadet dem Baum nicht, lässt sich leicht entfernen und schadet im Fall der Fälle der Kreissäge nicht. Der Nistkasten kann an diesem Nagel mit einem Draht aufgehängt werden, oder über eine Holzleiste fest am Baum vernagelt werden. Oder man hängt den Kasten mit einer Drahtschlaufe an einem dicken Ast auf. |
Nistkästen pflegenEin Nistkasten sollte im Herbst oder Winter gereinigt werden. Indem Sie das alte Nest entfernen fördern Sie die Neubelegung im kommenden Jahr und Sie entfernen eventuell vorhandene Parasiten (Vogelflöhe und Milben). So bleiben die Vögel gesünder. Dabei reicht es völlig, wenn Sie das alte Nest gründlich entfernen. Verwenden Sie bitte keine Chemikalien. Ist ein Untermieter, vielleicht ein Siebenschläfer, in den Kasten eingezogen? Lassen Sie ihn in Ruhe und reinigen Sie den Kasten später. Weitere Tipps und Fragen zum Nistkastenbau beantworten wir gerne: am Telefon unter 09174/4775-0 oder per Email. Bücher finden Sie auch im LBV-Naturshop. Noch ein Tipp: Führen Sie ein Logbuch führen. Wenn Sie über die Belegung der Nistkästen Buch führen (Welcher Vogel hat gebrütet? Wieviele Jungen sind ausgeflogen?), können Sie im nächsten Jahr gezielt neue Nistkästen für seltene Arten anbringen. |
Die ursprünglichen Lebensräume unserer Gartenvögel sind lichte Wälder oder Offenlandschaften mit vielen Bäumen. Sie zeichneten sich u. a. durch einen hohen Totholzanteil aus. Totholz wird nicht nur als Nahrungsquelle genutzt - viele Insekten leben darin - sondern vor allem als Nistmöglichkeit. Viele Vogelarten nutzen Höhlen in Bäumen zur Aufzucht der Jungen. An erster Stelle steht natürlich der Specht, der eine Höhle zimmert. Danach ziehen die verschiedensten Arten ein, je nach Größe und Beschaffenheit der Höhle. Ist das Einflugloch noch klein, nutzen kleine Singvögel wie Meisen, Kleiber und Baumläufer die Höhle. Fault die Höhle aus und wird das Einflugloch größer, nutzen auch große Arten wie Tauben, Käuze oder Dohlen die Höhle. Aber nicht nur Vögel nutzen die Höhlungen, auch Siebenschläfer oder Baummarder nehmen diese Nischen als Quartier an.
Heutzutage gibt es allerdings in den wenigsten Gebieten noch genügend Totholz und somit auch nicht genügend Nisthöhlen. Diesem Mangel kann man mit künstlichen Nisthilfen oder – höhlen abhelfen. Allerdings können z.B. Spechte diese Angebote nicht nutzen, da sie ihre Höhlen selbst anlegen. Entwickelt wurden die ersten Nisthilfen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie dienten in erster Linie der biologischen Schädlingsbekämpfung in den Wirtschaftswäldern. Man erkannte damals, dass Vögel Insekten fressen und somit Schädlinge vernichten, die in Wirtschaftswäldern großen Schaden anrichten können. Mit der Zeit wurden immer mehr Nisthilfen für die verschiedenen Arten entwickelt.
Das Aufhängen von Nisthilfen kann Vögeln helfen. Allerdings nur in einer guten Umgebung. Darum: Legen Sie einen vogelfreundlichen Garten an. Sie werden viel Freude mit "Ihren" Vögeln haben!
Buchtipps:
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