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Sehr gefährdet statt sehr gefährlich

Keruzotter (Bild: E. Pfeuffer)

LBV Amberg sucht Kreuzottern

06.03.10: Der LBV Amberg-Sulzbach erfasst den Bestand der stark gefährdeten Kreuzotter im Landkreis. Dabei bittet er um Mithilfe und ist für jeden Hinweis dankbar. Die gesammelten Daten werden ausgewertet und dienen als Grundlage für ein Schutzprojekt, das im Rahmen des Artenhilfsprojekts Kreuzotter des LfU durchgeführt werden soll. Meldungen bitte an Birgit Simmeth unter Tel. 09661/906894 oder per E-Mail: kreuzotterfunde@web.de.

Schwerpunkte der Erfassung sind dabei die Gebiete zwischen Vilseck und Freihung, rund um Hirschau  und Schnaittenbach sowie bei Freudenberg und Freihöls. Das Projekt wird vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der GlücksSpirale unterstützt.

Alle heimischen Schlangenarten sind inzwischen selten und geschützt. Die Kreuzotter gilt sogar als stark gefährdet. Der Bestand ist in den letzten Jahrzehnten sehr zurückgegangen, besonders in den letzten zehn Jahren. Gebietsweise ist sie völlig verschwunden. In den meisten Teilen Bayerns ist sie sogar vom Aussterben bedroht. Sie besiedelt Moore, extensives Grünland, lichte Wälder und Waldränder, die vielfältige Strukturen wie Verstecke, Sonnenplätze oder offenen Boden aufweisen. In solchen Biotopen leben auch viele andere seltene oder gefährdete Tierarten.

Unsere einzige heimische Giftschlange hat schmale, senkrechte Pupillen, gekielte Schuppen und immer ein durchgehendes Zickzackband auf dem Rücken sowie eine X- oder V-förmige Zeichnung am Hinterkopf. Von dieser Zeichnung auf dem Rücken oder dem Kreuz, leitet sich ihr Name ab. Die Kreuzotter wird etwa 80 cm lang. Junge Kreuzottern fressen kleine Eidechsen und kleine Frösche. Ausgewachsene Kreuzottern haben ein breiteres Beutespektrum und ernähren sich häufig von Mäusen. Das Gift der Kreuzotter ist für den Menschen nicht tödlich, doch sollte im Notfall immer ein kompetenter Arzt aufgesucht werden. Zu Bissunfällen mit einer Kreuzotter kommt es in der Regel nur, wenn das Tier getreten oder angefasst wird.