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Gruppenfoto des Geschäftsstellenteams aus Nürnberg
Bianca Fuchs und Carmen Günnewig(v.l.)

Regionalgeschäftsstelle Nürnberg-Fürth-Erlangen-Höchstadt

Humboldtstraße 98
90459 Nürnberg
Tel.: 0911/454737
E-Mail: nuernberg@lbv.de

>>Aktuelle Programme des LBV Nürnberg

>>Umweltbildung

Musterfutterstelle in Fürth eingerichtet

22. Dezember 2011: Seit Mitte Dezember steht sie - unsere Futterstelle im Schulgarten des Fürther Stadtparks. Wer (nicht nur an den Feiertagen) Lust auf einen kleinen Verdauungspaziergang hat, kann ja mal dort vorbeigehen. Das Futter dürfte allerhand gefiederte Freunde anlocken. Eine ebenfalls dort angebrachte Fototafel hilft bei der Bestimmung.

Die "Fürther Nachrichten" haben bereits darüber berichtet. Hier finden Sie den Artikel als PDF zum Download.

Vom 6. bis 8. Januar findet wieder die große Vogelzählung bei der "Stunde der Wintervögel" statt. Auch das könnte ein Anlass sein, die Musterfutterstelle zu besuchen. Es gibt tolle Sachpreise zu gewinnen!
Zählen Sie mit: www.stunde-der-wintervoegel.de

Mit diesen Nachrichten verabschiedet sich die Geschäftstselle Nürnberg-Fürth-Erlangen in die Weihnachtsferien. Ab 9. Januar 2012 sind wir wieder für Sie da.

Wir wünschen ein frohes Fest und guten Rutsch!

Nordspange rückt in weite Ferne

Behält nun seinen Lebensraum: Schwarzspecht (Bild: W. Nerb)

Flughafen-Anbindung nicht mehr im Verkehrsplan

15.12.11: Der LBV hat zusammen mit anderen ausdauernd gegen sie gekämpft. Nun winkt der Erfolg: Das unsinnige 60-Mio.-Projekt, bei dem u.a. der Lebensraum des stark gefährdeten Schwarzspechts im Reichswald zerstört worden wäre, taucht nicht mehr im Verkehrsplan auf. Damit rückt die Umsetzung der umstrittenen Trasse in weite Ferne. Mehr auf den Seiten der >>abendzeitung

100 neue Nistplätze

LBVler bringen Mauerseglerkästen an den Werkshallen an (Bild: S. Döschner)

LBV-Projekt schafft Lebensraum in der Stadt

26. September 2011: Für Mauersegler, Dohlen, Fledermäuse und Turmfalken wird es in der Stadt immer schwieriger, geeignete Nistplätze zu finden. Durch die energetische Sanierung von Altimmobilien und abgedichtete Neubauten und Fassaden gehen viele Brutplätze für die Gebäudebrüter verloren. 100 neue Nistkästen sollen nun die ärgste „Wohnungsnot“ der Vögel in Nürnberg etwas lindern helfen.

Das Siemens-Werk an der Vogelweiherstraße in Nürnberg will mehr Natur auf dem 20 Hektar großen Areal. Um den Mitarbeiter wenigstens etwas Abwechslung in der Stein- und Werkhallenwüste zu bieten und für die Fauna vor Ort. Zusammen mit dem LBV und unterstützt von der Regierung von Mittelfranken wurde das Projekt „Gebäudebrüter in Nürnberg“ geboren.

Fast 100 neue Nistquartiere werden an Werkhallen und Bäumen befestigt. Denn moderne Neubauten mit fugenlosen Putz-, Glas- oder Metallfassaden und abgeriegelte Dachbereiche nach einer energetischen Sanierung bieten keinen Raum mehr für Mauersegler und Co. Die neuen Kästen werden zum Teil oben an den Werkhallen montiert. Sie bieten Mauerseglern ebenso ein Zuhause wie Fledermäusen. Weitere Kästen auf dem weitläufigen Areal nehmen Dohlen und Turmfalken auf. Der LBV hofft auf weitere Firmen, die mitmachen.

Schnelle Hilfe für verirrte Fledermäuse

Eine Zwergfledermaus in sicheren Händen (Bild: LBV)

Fledermaus-Hilfe rettete letztes Jahr über 1.000 Tiere

04. August 2011: Ab jetzt verlassen junge Fledermäuse ihre Kinderstube, um sich ein eigenes Quartier zu suchen. Dabei können sie sich schon mal verirren und landen in Wohnungen, Klinikfluren oder Büroräumen. Besonders problematisch wird es, wenn die Bewohner im Urlaub sind und die Tiere in eine "Falle" geraten. Wer mit den harmlosen Tieren nicht zurechtkommt, kann sich unter 0911-454737 an den LBV wenden.

Zur Todesfalle für die harmlosen Tiere können gekippte Fenster mit Vorhängen werden. Fahren die Bewohner auch noch in den Urlaub, können Fledermäuse durch das Fenster einfliegen, kommen aber von alleine nicht wieder heraus. Im vorletzten Jahr hatte der LBV 82 Fledermauseinsätze bei denen insgesamt ca. 1.000 Fledermäuse gerettet wurden.

Der LBV appelliert an die Stadtbewohner, beim Anblick der fliegenden Säuger ruhig zu bleiben. „Die meisten Betroffenen tun das Richtige, nämlich in der Dämmerung das Fenster weit öffnen, damit die Tiere von alleine den Weg nach draußen finden“, so Carmen Günnewig, Diplom-Biologin beim LBV. Um sowohl den Bewohnern als auch den Fledermäusen zu helfen, hat der LBV Nürnberg die Fledermaus-Hilfe eingerichtet unter der Nummer 0911-454737

Geht ein Anruf ein, kümmern sich die LBV-Mitarbeiter so schnell wie möglich um die betroffenen Tiere. Im Sommer wird sogar am Wochenende der Anrufbeantworter regelmäßig abgehört. Die Fledermäuse – hierbei handelt es sich meist um Zwerg- oder Mückenfledermäuse – werden eingesammelt und abends an einem geeigneten Ort wieder freigelassen. Verletzte Tiere werden von einer Biologin versorgt.

Mehr Infos auch in der neuen LBV-Information "Fledermäuse" - Jetzt kostenfrei bestellen!

Bundesfreiwillig werden beim LBV

LBV braucht BufDis

Erste BufDis beim LBV

12. August 11: Seit Juli 2011 gibt es den neuen Bundesfreiwilligendienst, diesen können Freiwillige ab sofort auch beim LBV, der NAJU und dem NABU ableisten. Die ersten Bundesfreiwilligen haben ihren Dienst beim LBV bereits angetreten und lösen damit die Zivigeneration ab. Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es keine Altersbeschränkung! Werden Sie aktiv im neuen Bundesfreiwilligendienst und melden sich jetzt an! >>mehr zu den LBV-BFD-Stellen

Enten dürfen in Eulenkästen einziehen

24.05.2011: Was macht man, wenn man zufällig gerade keine Schellentenbrutkästen zur Hand hat? Man schnappt sich ein paar Eulenkästen und hängt sie stattdessen in Baumkronen auf.

Diese Mühe hat sich jedenfalls Dr. Wolfram Schulze von der LBV-Kreisgruppe Erlangen gemeinsam mit seinem Sohn Birk gemacht: Vom 1. bis 16. Mai hängten die beiden fünf Eulenkästen für Schellenten in dem Waldgebiet rund um den Dechsendorfer Weiher auf.

Schellenten brüten sonst in Schwarzspechthöhlen, die gerne von vielen verschiedenen Tieren genutzt werden und deshalb im "Steckerleswald" Mangelware sind. Die Enten brüten also in Höhlen auf bis zu 10 Metern Höhe!

Die Eulenkästen sind wegen der großen Eingangsöffnung gut für Enten geeignet. Noch hat sich kein neuer Bewohner eingefunden. Wie gut die Kästen angenommen werden, wird sich also erst noch zeigen ...

Schnarchen auf dem Kirchof?

Schleiereule (Bild: LBV DGF)
LBVler Hugo Gabriel und Dieter Kaus bringen einen Schleiereulenkasten an (Bild: R. Fengler)

LBVler aktiv für Schleiereulen

01.04.11: Da schnarcht es auf dem Kirchof: Wenn Schleiereulen balzen, kann es eigenartig klingen. Leider stehen sie auf der Roten Liste der bedrohten Arten mit nur noch 200 bis 400 Paaren in Mittelfranken. Mit Räuber-sicheren Nistkästen helfen ihnen die LBVler v.a. in den Landkreisen Neustadt/Aisch, Erlangen/Höchstadt und Nürnberg.

Rund 1.000 Kästen sind in Bayern inzwischen aufgehängt, die meisten in Kirchtürmen und Scheunen. Gerade Landwirte sind auf gefiederten Untermieter gut zu sprechen. Denn die Nachtjäger halten die Mäusepopulation in Schach. Ein Eulenpaar mit Jungen frisst ein paar Tausend Mäuse im Jahr. So freuen sich  rund 80 % der Landwirte, wenn die LBVler bei ihnen Nisthilfen anbringen wollen.
Jetzt suchen die Schleiereulen gezielt nach Brutplätzen. Dunkel und windgeschützt muss es sein und genug Platz bieten für bis zu zehn Junge. Die Brut dauert ca. vier Wochen, noch einmal die gleiche Zeit dauert dann die Aufzucht. Zwar sind die Eulen relativ standorttreu, dennoch wurden auch schon wandernde Tiere beobachtet – etwa, wenn das Nahrungsangebot knapp wird. In Franken beringte Eulen wurden bis an den Atlantik gesichtet.

>>mehr zum "Lebensraum Kirchturm"

Schulklassenführung im Marienbergpark

Negativbeispiel: Beim "Ausputzen" dieses Landgrabens ging Biodiversität verloren. (Foto: LBV)

21.03.2011: Markus Gierisch von der LBV Kreisgruppe Nürnberg begleitete eine Schulklasse der Adolf-Reichwein-Schule. Die Schüler arbeiten zur Zeit an einem Projekt zur "Biodiversität im Stadteil" und untersuchen Themen wie "Tiere" und "Lebensraum Wasser".

Bei wunderschönen Wetter wurde im Marienbergpark dem Frühlingskonzert der Vögel gelauscht und Fragen zum Thema beantwortet. Auf dem Bild wird gerade erklärt, warum beim "Ausputzen" dieses Landgrabens Biodiversität verloren ging. Zu steile Hänge und die Entfernung jeglichen Bewuchses machen es z.B. Libellen unmöglich hier eine Bleibe zu finden.

Federbestimmungskurs im Walderlebniszentrum

Verschiedene Federn (Foto: LBV)

"Wer mit uns ein Hühnchen rupfen will..."

23.02.11: Zum ersten Mal wurde ein Feder-
bestimmungskurs im Erlanger Walderlebniszetrum durchgeführt. Mit Hilfe der zwei Experten Klaus Brünner und Udo Pankratius lernten die 25 Teilnehmer selbst mitgebrachte Federn bestimmen. Darüber hinaus gab es Tipps zum Federnsammeln, der Konservierung von Federn und der rechtlichen Lage.

Ein informativer, interessanter Kurs, der nächstes Jahr bestimmt wieder im Programm zu finden sein wird.

Ödlandschrecke oder MPI in Erlangen?

(Bild: B. Fuchs)

Streitgespräch zwischen Erlangens OB Balleis und LBV-Mitarbeiterin Bianca Fuchs

07.02.11: Die Zukunft des Exerzierplatzes Erlangen steht auf dem Spiel. Bleibt das Naturschutzgebiet - Heimat vom Aussterben bedrohter Arten - erhalten oder wird es entwertet? Der LBV setzt sich für eine naturverträgliche Lösung bei der Erweiterung eines Forschungzentrums ein. Bianca Fuchs, LBV-Geschäftsstellenleiterin vor Ort, führte nun ein Streitgespräch mit Erlangens Oberbürgmeister Balleis. >>zum Streitgespräch

Menschenkette am Exerzierplatz

Jung und Alt demonstrieren gemeinsam für die Erhaltung des Exerzierplatz

23.01.2011: Über 600 Bürger demonstrieren gegen die geplante Bebauung

Am Sonntag erschienen trotz des zurückgekehrten Winters über 600 Menschen zu einer Menschen-
kette, zu der LBV und die Initiative "Rettet unseren Exerzierplatz" augerufen hatten.

Um das einzigartige Biotop und Naherholungs-
gebiet
zu erhalten, wird aber auch in Zukunft noch Widerstand gegen die Bebauungspläne von Nöten sein, denn bereits in der zweiten Februarhälfte sollen die ersten Bäume gefällt werden.

Wir halten sie auf dem Laufenden.

Weitere Informationen:

Seite der Bürgerinitiative | Facebook-Gruppe | Pressereaktion

Rettet unseren Exerzierplatz!

Der LBV hat eine Bürgerinitiative initiiert um den Erlangener Exerzierplatz vor einer Bebauung zu bewahren. Das 11ha große Bebauungsgebiet ist eine der ökologisch wertvollsten Flächen Erlangens auf der sehr viele Rote-Liste-Arten vorkommen (z.B. Kreuzkröte, Zauneidechse, Blauflüglige Ödlandschrecke und Heidelerche).

Auftakt des Widerstands der Bürger war eine Informationsveranstaltung am Freitag den 14.1 an der gut 200 Menschen teilnahmen.

Am Sonntag den 23.1 um 15:00 Uhr ist eine Menschenkette geplant um gegen das Bauvorhaben der Stadt zu protestieren. Treffpunkt ist die Schranke an der Staudstraße (beim Fridericianum).

Weitere Informationen: Seite der Bürgerinitiative | Facebook-Gruppe | Pressereaktion

Zum Vergrößen auf das Bild klicken

Musterfutterstelle in Fürth

Der LBV zeigt wie man richtig Vögel füttert

14.12.2010: Heute wurde die Musterfutterstelle des LBV im Schulgarten im Fürther Stadtpark eröffnet. "Vivara" dazu hat kostenlos Futterstellen und Futter zur Verfügung gestellt und der LBV informiert in einem Schaukasten über richtiges Füttern im Winter und die große Vogelzählaktion "Stunde der Wintervögel". Nachdem alles aufgebaut war und der Pressefotograf (leider) schon gegangen war ließen die ersten Gäste nicht mehr lange auf sich warten: Ein gemischter Trupp aus heimischen und nordeuropäischen Schwanzmeisen probierte die neuen Köstlichkeiten.

Die neue Futterstelle (Bilder: LBV)
Schwanzmeise bei einer "Kostprobe"

Dicke Fische im LBV-Weiher

Dicker Fisch in LBV-Händen
LBV-Aktive beim Abfischen (Bilder: LBV)

Kormoran verursachte praktisch keine Schäden

15.11.10: Alljährliches Abfischen im LBV-Schutzgebiet "Bucher Weiher": Zwei der Weiher wurden wie immer im zweijährigen Turnus "geleert". Neben den eingesetzten Aischgründer Spiegelkarpfen holten die LBV-Aktiven Rotfedern, Hechte, Flußbarsche, Schleien, sogar zwei Waller und leider auch viele Giebel, eine Neozoe, heraus. Zur Freude der Naturschützer zappelten auch einige der seltenen Bitterlinge in den Netzen. Sie wurden sofort in den Nachbarweiher umgesetzt.

Der Kormoran hat dieses Mal kaum zugeschlagen. Der Vorteil der Naturschutzweiher ist, dass Fische durch Schilf und im Teich herabhängende Äste reichlich Deckung haben. Der Kormoran hat so über Wasser kaum Flugschneisen. Unter Wasser fehlen ihm die Räume, in denen er den Fischen nachjagen könnte.

 

Eine neue Infotafel im Eibacher Forst

Die Mitglieder des Bündnisses (Bild: LBV)

26.10.10: Bei einem Pressetermin weiht das Bündnis Eibacher Forst seine neue Infotafel nahe der Schleuse Eibach ein. Sie informiert unter anderem über die Wichtigkeit des Forstgebiets als Rückzuggebiet für seltene Arten wie die Kreuzotter oder den Schwarzspecht, über seine besondere Mischstruktur aus Feucht- und Trockenbiotopen und über seine Bedeutung für die Naherholung der Nürnberger.

Der LBV bei der Biotoppflege an der Schleuse Eibach

23.09.10: An einem herrlichen Spätsommertag bauen LBV Mitglieder unter der Leitung des Umweltpreisträgers Klaus Müller Überwinterungshilfen für Kreuzottern. Die "Nester" aus Heu und Ästen bieten den Schlangen eine Zuflucht für die kalten Monate. Im Sommer lassen sich dann auch Zauneidechsen in den Haufen nieder, die wichtige Beutetiere für die seltenen Kreuzottern sind. Das zwei Kilometer lange Linienbiotop entlang des Main-Donau-Kanals beherbergt inzwischen eine der größten Kreuzotterpopulationen Bayerns.

(Bilder: LBV)

Hohe Auszeichnung für Nürnberger LBVler

(Bild: LBV)

Umweltpreis ging an Klaus Müller

16.09.10: Klaus Müller, LBV-Aktiver aus Nürnberg, hat den Umweltpreis der Stadt Nürnberg erhalten. Er engagiert sich seit vielen Jahren im LBV für die Stadtnatur. Er hat schon vielen Tieren und Pflanzen geholfen zu überleben. Mit Herzblut hängt er aber vor allem am Gebiet um den Hafen. Seit Jahren schützt er es aktiv. In enger und guter Kooperation mit dem Wasserwirtschaftamt hat er die Biologische Vielfalt stark steigern können. Ein außergewöhnlicher Erfolg ist der Aufbau einer sehr stabilen und kräftigen Kreuszotternpopulation. Sie ist in weitem Umkreis das größte Vorkommen der hochbedrohten Art.

Die Preisträger bekommen eine der „ältesten und renommiertesten Auszeichnungen“, die die Stadt zu vergeben hat. Seit 1980 wird der Umweltpreis alle zwei Jahre verliehen. Mit 9.000 Euro ist er dotiert, 3.000 Euro bekommt heuer die Bertolt-Brecht-Schule, jeweils 2.000 Euro erhalten die übrigen Preisträger.

Keine Bebauung der grünen Oase!

Diese Flächen sollen für Mensch und Natur erhalten bleiben. (Bild: R. Scheuerlein)

LBV lehnt Bebauungsplan für Biotop Exerzierplatz ab

10.07.10: LBV setzt sich - zusammen mit dem BN - gegen die Aufstellung
eines Bebauungsplans für den südlichen Teil des ehemaligen Exerzierplatzes ein. Bis zum 9. Juli 2010 konnten die Erlanger Bürger können sich im Rahmen der Bürgerbeteiligung zu Wort melden. Der LBV ist dafür, die Fläche freizuhalten und alternative Standorte zu prüfen. Denn dort, wo heute noch ein landesweit bedeutsames Biotop besteht, plant die Stadt Erlangen derzeit, eine massive Bebauung der Freiflächen des Exerzierplatzes im Röthelheimpark mit Gebäudehöhen bis zu 20 Metern zu ermöglichen. Damit sollen auf einer Fläche von 11,5 Hektar (oder 115.000 Quadratmetern) im südlichen Bereich des beliebten Naturgebietes Neubauten u.a. für das Max-Planck-Institut für Licht entstehen. Der LBV ist nicht gegen den Neubau, wohl aber gegen den aktuell geplanten Standort!

Die geplanten Eingriffe beträfen eines der bedeutendsten Naturgebiete Erlangens. Es handelt sich um ein Kerngebiet der SandAchse Franken wie das Naturschutzgebiet (NSG) Tennenloher Forst bei Tennenlohe, das NSG Hainberg bei Oberasbach, das NSG Büg bei Eggolsheim oder das NSG Muna Bamberg. Es ist nicht nur im staatlichen Naturschutzkataster vollständig als Biotop erfasst, sondern steht auch in Teilbereichen unter dem Schutz des Bayerischen Naturschutzgesetzes (Art. 13d).

Am Exerzierplatz kommt das Wappentier der SandAchse, die Blauflügelige Ödlandschrecke genauso vor wie das Silbergras, die Heide-Nelke und die Sand-Grasnelke. Hier kommen europäisch geschützte Arten wie die Zauneidechse oder die Kreuzkröte vor, hier brüten Heidelerche und sucht der Grauspecht nach Futter, hier jagen geschützte Fledermäuse wir der Große Abendsegler, der Kleine Abendsegler oder die Mückenfledermaus. Tausende von BiologiestudentInnen lernten hier die Besonderheiten der fränkischen Sandlebensräume kennen.

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