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Die aktuell besetzten Nester finden Sie auf der Verbreitungskarte, weitere Informationen hierzu unter dem Punkt "Aktuelles".
Weißstorch-Bestand in Bayern 20092009 war wiederum ein mäßig gutes Weißstorchjahr! Zwar stieg der Gesamtbestand weiter an auf rund 187 besetzte Nester (hier wird sich bei der letzten Datenkontrolle nur noch geringfügig etwas ändern). Nach wie vor gibt es Todesfälle an Strommasten zu beklagen, so starben in Mittelfranken gleich zwei Störche an bisher als weniger gefährlich eingestuften Abspannmasten! Dies ist eine Todesursache, die durch das Bundesnaturschutzgesetz bis 2012 flächendeckend ausgeschlossen werden soll, die Umsetzung in Bayern erfolgt jedoch leider teilweise nur zögerlich (weitere Infos hierzu finden Sie unter "Sicherung von Freileitungen"). Die ersten frühen Rückkehrer werden schon gesichtet, vermutlich sind dies Vögel, die z.B. nur eine Winterflucht gemacht und evtl. am Bodensee oder woanders in nicht allzuweiter Entfernung ausgeharrt haben. Unten stehend sehen Sie die Verbreitungskarte der Weißstörche in Bayern aus dem Jahr 2009.
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Entwicklung des bayerischen Weißstorchbestandes 1900 – 2007Der Weißstorch ist in Europa, Nordafrika und Asien zu finden. Der Weißstorch ist einer der meistuntersuchten Vögel, zu dem es seit Beginn des 19-ten Jhds. Bestandserhebungen gibt, seit 1934 auch deutschlandweit flächendeckend. So konnte eindrucksvoll ein erheblicher Bestandsrückgang bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts festgestellt werden, eine wichtige Grundlage für die Einleitung von Schutzmaßnahmen. Seitdem erholt sich der Bestand langsam wieder. Ursachen sind wohl bessere Überwinterungsbedingungen in Westafrika sowie landwirtschaftliche Veränderungen in Osteuropa. Weitere Daten finden Sie im aktuellen Weißstorchrundbrief.
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Adebar wird das Wasser abgegraben
Hauptgrund für den erschreckenden Rückgang der Weißstorchzahlen ist der Nahrungsmangel. Feuchtwiesen, die der Mensch einst erschloß, waren ideale Nahrungsquellen. Heute nimmt er sie dem Vogel durch stetige Intensivierung der Landwirtschaft wieder weg. Mit Einführung der Technik, also Motorisierung in der Landwirtschaft mit immer größeren Traktoren, Mähmaschinen etc., Erfindung von Kunstdünger, Durchführung von Flurbereinigungen und Flussbegradigungen gingen ganze Landstriche für den Weißstorch verloren, so z.B. das Maintal mit Einzugsbereich. Eine verfehlte Agrarpolitik fördert die Überschußproduktion, begünstigt so die Trockenlegung von Feuchtgebieten und zerstört die Lebensgrundlage der Störche. Viele sattgrüne Wiesen täuschen: Was wie naturnahe Landschaft erscheint, ist nur noch ein Grasacker aus fetten Kulturgräsern. Die ursprüngliche Vielfalt der Nahrungstiere für den Storch sucht man hier vergebens. Zudem werden auch noch die letzten Flußauen und Überschwemmungsgebiete eingedeicht und trockengelegt - die Kulturlandschaft kann eine Storchenfamilie nicht mehr ernähren. |
Wenn den Storch der Schlag trifft...Luft hat keine Balken. Aber für den Storch hat sie die lebensgefährlichen Freileitungen der Überlandstromnetze. Mehr als zwei Drittel aller Todesfälle beim Storch gehen auf das Konto von Stromstößen und Leitungsanflügen, bei denen sich die Vögel die Knochen brechen. Gut 10% der Jungstörche sterben noch im ersten Lebensjahr an diesen Leitungen. Und die "Verdrahtung" unserer Landschaft nimmt weiterhin zu... |