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 ...finden Sie im Tagebuch unter "Aktuelles".

 

Bekannt und Beliebt - trotzdem gefährdet

Weißstörche am Nest (v. Lindeiner)

Ein Vogel mit Geschichte

Als Kindersegen bescherender "Klapperstorch", weiser Ratgeber "Adebar" und als Glücksbringer hat er seinen festen Platz in unserer Märchen- und Sagenwelt. Sicher auch deshalb, weil sich der Storch als Kulturfolger dem Menschen anschließt: Viele Verbreitungsgebiete hat ihm der Mensch erschlossen, als er Wälder rodete, um das Land zu bewirtschaften. Kein anderer Vogel unserer Kulturlandschaft sucht die Nähe des Menschen so intensiv wie unser Weißstorch. Schon deshalb fühlt sich der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. diesem Vogel verpflichtet.

Als Endglied der Nahrungskette und wegen seiner hohen Ansprüche an den Lebensraum stellt der Weißstorch einen guten Indikator für die Qualität des von ihm genutzten Lebensraumes dar. Er steht stellvertretend für eine Reihe anderer gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Bekannt wie kaum ein anderer Vogel, spricht der Weißstorch breite Bevölkerungskreise an. An seinem Beispiel lassen sich deshalb auch für die anderen Arten des Feuchtgrünlandes Verluste und Gefährdungsursachen aufzeigen.

Anbringung einer Weißstorch-Nisthilfe (LBV-Archiv)

Der LBV setzt sich zum Schutz des Weißstorches ein:
Lebensraumschutz durch Ankauf von Feuchtwiesen sowie Sicherung, Wiederherstellung und Management von Nahrungsbiotopen, Vermeidung von Biozideinsatz und Überdüngung.
Verhinderung des Todes an Freileitungen durch Anbringen von Schutzeinrichtungen, Änderung der Isolatoren, Erdverkabelungen der Starkstromleitungen.
Erhaltung von Nistmöglichkeiten durch Nisthilfen, Instandhaltung vorhandener Horste, Erhaltung der als Nistplatz geeigneten Gebäude.
Schutz im Winterquartier durch internationale Naturschutzvereinbarungen, verringerten Biozideinsatz, Berücksichtigung ökologischer Belange bei Landschaftseingriffen, finanzielle Unterstützung bei Naturschutzprojekten in Afrika, Umwelterziehung und -aufklärung vor Ort.
Öffentlichkeitsarbeit für den Weißstorch durch Schaffung von Infozentren, Information der Landwirte über alternative Bewirtschaftung, Zusammenarbeit mit Schulen, intensive Medienarbeit.
Zusammenarbeit mit dem LfU und dem StMUG im Artenhilfsprogramm Weissstorch.

Das Artenhilfsprogramm Weißstorch wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) gefördert. Infos über deren weitere Arbeit erhalten Sie auf den entsprechenden Internetseiten.