1. Internationales Rebhuhnsymposium in Hof
Die LBV-Ökostation Helmbrechts lädt Experten ein Am 5. November 2010 findet unter der Leitung der LBV-Ökostation Helmbrechts das 1. Internationale Rebhuhnsymposium statt. Zu Gast sind auch internationale Akteure aus der Rebhuhnforschung, wie etwa das Schweizer Forscherteam von der Vogelwarte Sempach, die gerade ein großes Rebhuhn-Wiederansiedlungsprojekt in Genf durchführt, sowie Dr. Francis Buner vom Game & Wildlife Conservation Trust Fordingbridge England. Außerdem nehmen noch viele namhafte Rebhuhnspezialisten, Jäger, Landwirte und Naturschützer, die über das für und wider von Rebhuhnauswilderungen kritisch diskutieren werden, an der Veranstaltung teil. Die Referenten werden die neuesten Erkenntnisse über das Rebhuhn und die besten Wiederansiedelungsmethoden vorstellen. Weiter wird noch durch Werner Kuhn von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim, der auch das Helmbrechtser Rebhuhnprojekt fachlich betreut, auf in die landwirtschaftliche Produktion integrierbaren Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensgrundlagen des Rebhuhns eingehen. |
Weihnachtsbäume fürs Rebhuhn!Neue Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten fürs Rebhuhn geschaffen 30.01.09: Das größte Problem für das Rebhuhn sind die fehlenden Strukturen in der Landschaft. Um das möglichst schnell zu ändern wurden zusammen mit der Jungen Union Helmbrechts die Bäume zügig im Projektgebiet Ottengrüner Heide, in dem zur Zeit zwei Rebhuhnketten vorhanden sind, verteilt. Sebastian Wolfrum, Leiter der LBV-Ökostation Helmbrechts: „Die Bäume wurden etwas gekürzt und dann in kleinen Trupps mit der Spitze nach unten in den Boden gesteckt, so dass auf die Schnelle viele kleine, heckenähnliche Strukturen entstanden". Für die Aktion war das Einverständnis der Flächeneigentümer notwendig, da auch Weihnachtsbäume nicht einfach in die Landschaft entsorgt werden dürfen. Sie engagieren sich jedoch gerne für das Rebhuhn. |
Juni 2008: Landwirtschaftsminister besucht blühende LandschaftenBeispiel für Kooperation von Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft Landwirtschaftsminister Josef Miller besuchte vergangene Woche das LBV-Projekt „Landschaft nutzen – Rebhuhn schützen“, um für den Rebhuhnschutz umgestaltete Naturschutzflächen zu begutachten und sich über das Projekt zu informieren. Klaus Wolfrum, 1. Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Hof, freute sich über die Aussage des Ministers, eine umfangreiche Aufwertung agrarökologischer Fördermaßnahmen für die Landwirtschaft in Angriff zu nehmen. Am Ortstermin in Sachsenvorwerk nahmen Jäger, Landwirte, Naturschützer und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim teil. [>>Mehr zum Projekt] |
Um die Erfassung des Rebhuhns im Landkreis Hof zu unterstützen, bitten wir alle Naturliebhaber, Landwirte und Jäger, Rebhuhn-Beobachtungen zu melden. Die Beobachtungen können telefonisch an die Ökostation des LBV in Helmbrechts weitergegeben (Telefon 09252/358781) oder auch per E-Mail mitgeteilt werden: info@lbv-hof.de.
Das LBV-Rebhuhnprojekt im Landkreis HofBei dem Rebhuhnschutzprojekt liegt der Schwerpunkt auf der Erhaltung und Entwicklung von geeigneten Lebensräumen im Landkreis Hof. Wegen der komplexen Zusammenhänge die zum Rückgang des Rebhuhns beitragen, kommt der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen besondere Bedeutung zu: Naturschutzvertreter, Vertreter der Landwirtschaft, Jagdgenossenschaften und der Jagdpächter. Außerdem wird die Öffentlichkeit eingebunden und informiert. Fachlich wird das Projekt begleitet von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising, die sich seit 2000 mit der wildtiergerechten Begrünung von Ackerflächen beschäftigen. |
Warum das LBV-Rebhuhnprojekt?Das Rebhuhn ist ein klassischer „Kulturfolger“, dessen ursprüngliche Heimat Steppen und Waldsteppen waren. Im Zuge der durch die Besiedelung entstehenden bäuerlichen Kulturlandschaft kam es nach Mitteleuropa. Bei uns sind struktur- und grenzlinienreiches Ackerland, offene und trockene Wiesen sowie Brachflächen der typische Lebensraum. In Bayern ist das Rebhuhn lückenhaft verbreitet, zählt aber zu den häufigen Brutvögeln. Allerdings hat der Bestand von 1975 bis 1999 um 20-50% abgenommen. Das Rebhuhn ist daher in Bayern gefährdet, im Ostbayerischen Grundgebirge, zu dem auch der Landkreis Hof zählt, sogar stark. Speziell im Landkreis Hof brütet das Rebhuhn zwar noch regelmäßig, die Bestände nehmen allerdings deutlich ab und sind zum größten Teil auf den ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen konzentriert. Die Ursachen für die Abnahme der Bestände sind vielfältig. Sie reichen vom Verlust der Strukturvielfalt und landwirtschaftlicher Intensivierung über Bejagung bis zu Prädatorendruck. Als bedeutendste Rückgangsursache zeichnen sich die Faktoren Lebensraumverlust und landwirtschaftliche Intensivierung ab. |
Projektziele
|
Massnahmen |
Ihr AnsprechpartnerSebastian Wolfrum |
Weitere LBV-Projekte zum Schutz der Feldvögel: