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Gänsegeier in den Allgäuer Alpen

(Bild: H. Werth)

Beobachtungen bitte melden!

09.06.10: Am Montag, 7.6.2010, konnte der LBV-Gebietsbetreuer in den Allgäuer Hochalpen, Henning Werth, vier Gänsegeier im Bereich des Riedberger Horns beobachten. Woher die Tiere kommen und wie lange sie sich in den Allgäuer Hochalpen aufhalten werden, ist unklar.

Dank Schutz- und Fütterungsprogrammen hatten sich seit 1980 die Gänsegeier vor allem in Spanien wieder deutlich vermehrt. Dort kommen heute rund 22.000 Brutpaare vor, weitere 400 in Portugal, knapp 200 in Griechenland, 300 bis 500 in der Türkei sowie etwa 200 in den Balkanstaaten. In Frankreich sind es in den Pyrenäen und den Cevennen aufgrund von erfolgreichen Auswilderungen immerhin gut 600 Brutpaare. In Österreich fliegen gelegentlich aus Kroatien kommende Gänsegeier zur Übersommerung ein.

Der Gänsegeier ist bei uns seit 150 Jahren ausgestorben, doch die Rückkehr könnte kein gutes Zeichen sein. Den großen Aasfressern geht in ihren südeuropäischen Brutgebieten nämlich immer mehr die Nahrung aus, der Hunger führt sie dann über mehr als tausend Kilometer nach Norden. Schuld daran ist eine Hygieneverordnung der EU zur Vorsorge gegen BSE, die vor allem in Spanien zur Schließung tausender traditioneller Tierkadaver-Sammelstellen führte. Seit 2006 gibt es diese regelmäßigen Einflüge spanischer Gänsegeier in Mitteleuropa.

Wichtige Erkennungsmerkmale des Gänsegeiers sind die markante Größe (Spannweite bis 2,65 m – Im Vergleich Steinadler nur etwa 2 m), ein im Vergleich zum Bartgeier nicht rautenförmiger, sondern kurzer Schwanz und deutlich breitere Flügel.

Wanderer und Besucher der Allgäuer Alpen werden gebeten, weitere Gänsegeier-Beobachtungen an Gebietsbetreuer Werth zu melden:
Email: info@allgaeuer-hochalpen.de / Tel. 08321-619036. >>mehr

Hungrige Geier über Bayern

(Bild: M. Grabher)

Bartgeier im Allgäu gesichtet

17.03.09: Bartgeier waren in den Alpen schon ausgerottet. Dann gelang die Wiederansiedlung. Und aktuell werden Besucher der Allgäuer Alpen sogar gebeten, verstärkt auf Geier zu achten. Denn einzelne Gänse- und sogar Bartgeier, die individuell markiert sind, hielten sich in den letzten Wochen in Bayern auf. >>mehr

Interaktive Karte mit dem Flug eines Bartgeiers nach Bayern: >>hier

Gänsegeier in den Allgäuer Hochalpen

Das Beweisfoto (Bild: H. Werth)
Gänsegeier in Nahaufnahmen (Bild: H. Werth)

Eine seltene Beobachtung konnte Gebietsbetreuer Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Sonntag, 1.6. am späten Nachmittag im Oytal machen: Oberhalb des Schattenberges segelte ein „sehr großer Vogel“, der mit dem Fernrohr eindeutig als Gänsegeier bestimmt werden konnte!

Der Gänsegeier ist bei uns seit 150 Jahren ausgestorben, doch die Rückkehr ist an sich kein gutes Zeichen so Werth. Den großen Aasfressern geht in ihren südeuropäischen Brutgebieten nämlich immer mehr die Nahrung aus, der Hunger führt sie dann über mehr als tausend Kilometer nach Norden. Schuld daran ist eine Hygieneverordnung der EU zur Vorsorge gegen BSE, die vor allem in Spanien zur Schließung tausender traditioneller Tierkadaver-Sammelstellen führte. Seit 2006 gibt es diese regelmäßigen Einflüge spanischer Gänsegeier in Mitteleuropa.

Dank Schutz- und Fütterungsprogrammen hatten sich seit 1980 die Gänsegeier vor allem in Spanien wieder deutlich vermehrt. Dort kommen heute rund 22.000 Brutpaare vor, weitere 400 in Portugal, knapp 200 in Griechenland, 300 bis 500 in der Türkei sowie etwa 200 in den Balkanstaaten. In Frankreich sind es in den Pyrenäen und den Cevennen aufgrund von erfolgreichen Auswilderungen immerhin gut 600 Brutpaare. In Österreich fliegen gelegentlich aus Kroatien kommende Gänsegeier zur Übersommerung ein.

Werth ist sich sicher: „Wenn diese eindrucksvollen Segelflieger genügend Nahrung finden, hätten sie auch bei uns wieder eine Chance. Die Region könnte durch die Gänsegeier ähnlich belebt und touristisch aufgewertet werden wie schon heute die Regionen des französischen Zentralmassivs.“

Wichtige Erkennungsmerkmale des Vogels sind die markante Größe (Spannweite bis 2,65 m – Im Vergleich Steinadler nur etwa 2 m), ein im Vergleich zum Bartgeier nicht rautenförmiger, sondern kurzer Schwanz und deutlich breitere Flügel . Gebietsbetreuer Werth bittet um Meldung weiterer Beobachtungen (per E-Mail: info@allgaeuer-hochalpen.de, oder telefonisch: 08321-619036).