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Der Rückgang der Feldvögel

In ganz Europa gehen die Feldvögel zurück. Grund dafür ist eine Landwirtschaftspolitik, die einseitig Intensivierung und große Agrarstrukturen fördert anstelle der kleinbäuerlichen Familienbetriebe.

Der verstärkte Einsatz von Mineraldünger, neue Pestizide, immer größere Bewirtschaftungseinheiten, denen Hecken, Wegränder und Tümpel zum Opfer fallen... Sie sind das Ergebnis dieser Förderung und haben weit reichende Folgen. Denn neben den vielen Betrieben verschwinden auch die Arten: Ohne Hecken keine Hasen, Rebhühner, Goldammern. Die Landschaft wird monoton und artenarm.

 

Europaweit

Rückgang seit 1980: 50%! (Grafik: www.birdlife.org)

Durch europaweite Zählungen unter dem Dachverband BirdLife haben Naturschützer den Rückgang der Feldvögel nachgewiesen.

Beispiel Feldlerche

Je mehr Feldfrüchten und je kleiner die Felder, desto mehr Feldlerchen gibt es (Daunicht 1998, Jenny 1990, Schläpfer 1988). Viele Strukturen (auch innerhalb großer Schläge) erhöhen dabei die Siedlungsdichte und die Anzahl der Brutversuche pro Paar. Wirbellose (Insekten etc.) als Nahrung der Nestlinge spielen außerdem eine Schlüsselrolle, besonders auf konventionell bewirtschafteten Feldern. So ermittelten Herrmann & Fuchs (2003), dass junge Rebhühner auf konventionell bewirtschafteten Flächen rechnerisch mehr als 24 Stunden täglich bräuchten, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Biologisch stehen ihnen dafür aber nur fünf Stunden zur Verfügung.

Fuchs & Scharon (1997) stellten fest, dass Feldlerchenreviere auf konventionell bewirtschafteten Feldern durch die schnell und dicht aufwachsenden Ackerfrüchte im Mai und Juni häufig aufgegeben wurden. Denn durch den Einsatz von Pestiziden ensteht ein Nahrungsmangel  und die Bewegungsmöglichkeiten für Feldlerchen am Boden sind stark eingeschränkt (Flade et. al 2003).

Ergebnis: Die Feldlerche hat in ihrer Bestandsdichte abgenommen, v.a. weil die einzelnen Paare seltener pro Jahr brüten.