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Im Sinkflug

Feldlerche beim Sandbaden. Ganz am Boden sind ihre Bestände noch nicht (Bild: Tunka).

Ca. 40% des europäischen Feldlerchenbestands leben in Deutschland und Polen  (Hagemeijer & Blair 1997 in: Flade et al. 2003). Laut bayerischem Brutvogelatlas gilt die Feldlerche in Bayern als häufiger Brutvogel. V. Lossow & Fünfstück (2003) vermuten jedoch eine Abnahme zwischen 20 und 50 % für den Zeitraum 1975 bis 1999. Kleinere Randvorkommen sind bereits aufgegeben, und lokale und regionale Daten zeigen fast überall weitere Abnahmen an. Langfristig könnte sich v.a. der niedrige Bruterfolg verheerend auswirken. Die Feldlerche steht in Bayern auf der Roten Liste in der Kategorie „Gefährdet“.

Biologie

Die Lerche ist ein Bodenbrüter. Zwischen April und August nistet sie in Beständen, die max. 50 cm hoch und eher dünn bestanden sind. Dabei nimmt sie Getreide genauso an wie Wiesen oder Hackfruchtäcker. Normalerweise brütet sie 2 – 3 x pro Jahr. Dann reicht die Zahl der Jungen, um den Gesamtbestand zu halten.

Ein Problemfaktor: Wintergetreide

Wintergetreide wird bereits im Herbst des Vorjahres ausgesät. Das Problem: es wird früher dicht als Sommergetreide, so dass die zum Bestandserhalt dringend benötigte zweite oder sogar dritte Brut für die Feldlerche nicht mehr möglich ist. Weder können die Lerchen in solch einem dichten Wintergetreide-Acker überall landen, noch finden sie genügend Nahrung. Also legen sie ihr Nest in den Fahrspuren an, wo es wegen der Räuber und landwirtschaftlichen Maschinen für sie gefährlich ist. Oder sie weichen auf Wegränder aus. Und zur Nahrungssuche müssen sie weit fliegen, was wertvolle Energie aufzehrt.