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Wird der Wolf überleben?
Nur gutes Management bietet Sicherheit 23.01.12: Der Wolf im Fichtelgebirge zeigt erneut: Luchs, Wolf und Bär stehen vor der Haustür. Doch Wilderei bremst ihre Ansiedlung. Nur mit einem professionellen Management vor Ort kann Bayern das in den Griff bekommen. Der LBV leistet mit Wildlandstiftung und BN seinen Beitrag dazu: mit dem Ausgleichstopf für Risse, mit der Ausbildung und der Betreuung von Experten und bei Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit im >>Luchsprojekt. Nur durch dieses Projekt gelang auch der Nachweis. Der Freistaat Bayern muss jetzt zügig den Managementplan weiterentwickeln. Sonst hat der >>Wolf in Bayern keine Chance.
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Wie gehen wir mit dem bayerischen Wolf um?
Ausgleichsfonds begleicht Schäden 22.10.10: Immer häufiger gibt es kritische Stimmen zum Wolf im Mangfallgebirge. Dabei wird viel spekuliert, z.B. über mögliche Auswirkungen auf Weidehaltung und Wild. Täglich erreichen uns mittlerweile Anrufe von Medienvertretern und Bürgern. Zuletzt wurden sogar Abschussforderungen erhoben. Die Trägergemeinschaft aus LBV, BN und Wildland-Stiftung (Naturschutzorganisation des Bayerischen Jagdverbandes) betrachten diese Entwicklung mit großer Sorge. Wo der Wolfs nachweislich Haustiere gerissen hatte, griff daher schnell unser Ausgleichsfonds "Große Beutegreifer" ein. Vor Kurzem haben wir diesen Fonds mit weiteren Geldern aus Verbandsmitteln aufgefüllt, da die Eigenmittel bereits aufgebraucht waren. Er wird auch vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Wir haben die Staatsregierung dringend gebeten, den Managementprozess für die großen Beutegreifer konsequent und offen weiterzuführen. Dies wird nun auch kurzfristig umgesetzt. Gerade in der jetzigen Situation müssen die Sorgen und Nöte von Betroffenen aktiv aufgegriffen werden. Das Management muss weiterentwickelt werden. Die Stufe 2 des Managementplans Wolf muss angegangen werden. Ansonsten bleibt immer mehr Raum für Spekulationen, Gerüchte und destruktive Ansätze. Eine Gefährdung von Menschen ist nicht zu befürchten. Der Wolf im Mangfallgebirge ist – typisch Wolf - sehr scheu und bislang nur sehr selten direkt beobachtet worden. Übergriffe von Wölfen auf Menschen sind in den vergangenen 100 Jahren aus ganz Europa praktisch nicht gemeldet worden. Aktuell ist auch in den Vorkommensgebieten der Schweiz, Frankreichs und Italiens kein Fall bekannt. |
Wolf fordert die Gesellschaft
LBV, BN und Wildland übernehmen Verantwortung 02.09.10: Große Beutegreifer leben schon seit mehreren Jahrzehnten in Bayern. Eine Zuwanderung von einzelnen Wölfen ist jederzeit möglich. Das zeigen die aktuellen Hinweise aus Oberbayern. Das Gleiche gilt für einzelne Bären. So entstehen immer wieder Konflikte. Gerade die aktuelle Einwanderung eines Wolfes in das Mangfallgebirge macht deutlich: Die Zusammenarbeit ist wichtig und dringend! Dieses schwierige Thema packen eine Trägergemeinschaft aus BN, LBV zbd Wildland Stiftung gemeinsam an. Sie übernehmen in einem vorausschauenden, offenen und konstruktiven Miteinander gemeinsam Verantwortung, vor allem bei den Themen extensive Nutztierhaltung, Rotwildmanagement und Monitoring. Das Ergebnis der bisherigen Zusammenarbeit:
Das Bündnis der drei Verbände ist ein sehr wichtiger Faktor in dem Prozess Wildtiermanagement/Große Beutegreifer. In einer Steuerungs- und einer Arbeitsgruppe entwickeln sie die Managementpläne und arbeiten an deren Umsetzung und Weiterentwicklung mit [vollständiger Text der Pressemeldung].
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Bär, Wolf und Luchs - diegroßen4Bär, Wolf und Luchs kommen zurück nach Bayern. Ob die Großen Drei eine Chance haben, bei uns wieder heimisch zu werden – das hängt entscheidend vom vierten im Bunde ab: dem Menschen. Große Beutegreifer sind keine einfachen Zeitgenossen, Konflikte sind programmiert. Deshalb müssen wir gut vorbereitet sein. Der LBV entwickelt für das Land Bayern die Wanderausstellung „Die Großen Vier“. So kommen Bär, Wolf und Luchs zu Ihnen! (mehr)
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Wolf im Fichtelgebirge?
Der LBV begrüßt die mögliche Wiederkehr des Wolfes nach Bayern und fordert nun die Erarbeitung der 2. Stufe des Wolfsmanagementplanes Der LBV begrüßt es, dass der Wolf nun auch nach Nordostbayern zurück zu kommen scheint. Nachdem in den vergangenen Jahren die beiden eingewanderten Wölfe abgeschossen bzw. überfahren wurden, sieht der LBV gute Voraussetzungen dafür, dass dem nun im Fichtelgebirge gespurten Wolf dieses Schicksal erspart bleibt. Hierzu muss Stufe 1 des Wolfsmanagementplans konsequent umgesetzt und Stufe 2 zügig erarbeitet werden. Nachdem gestern Umweltminister Bernhard Stufe 1 des 3-stufigen Wolfsmanagementplans öffentlich vorgestellt hat, scheint sich aktuell ein Wolf im Fichtelgebirge aufzuhalten. Der LBV fordert nun, den Wolfsmanagementplan auch konsequent umzusetzen, den Vertreter aus Naturschutz, Jagd und Landbesitzer gemeinsam erarbeitet haben. Er behandelt, wie auch Stufe 1 des Bärenmanagementplans, zu- und durchwandernde Einzeltiere. Keinesfalls soll damit eine künstliche Wiederansiedlung oder Aussetzung verknüpft werden. Dies ist breiter Konsens aller Beteiligten. Die bereits als Luchsberater ausgebildeten Experten vor Ort sollen auch als kompetente Ansprechpartner für den Wolf fungieren. Falls Wolfsrisse von Haustieren bzw. Gatterwild nachgewiesen werden, schafft ein von Landesjagdverband, Bund Naturschutz und LBV getragener und vom Bayerischen Naturschutzfonds geförderter „Wildtierfonds Große Beutegreifer“ einen finanziellen Ausgleich. Wichtig ist die Einrichtung eines funktionierenden Beobachtungs-Systems, um möglichst ein vollständiges Bild von den Wölfen in Bayern zu erhalten. Der LBV unterstützt dabei als Mitglied in der „AG große Beutegreifer“ die Beauftragten der Staatsregierung, die die vor Ort gesammelten Daten zusammenführen und auswerten sollen. Vor allem kommt es jedoch darauf an, die Öffentlichkeit sachlich und umfassend aufzuklären, um Ängste und Vorurteile abzubauen. Daher stellt die Zusammensetzung der AG eine ausgewogene Information der Bevölkerung sicher. Hierzu erarbeitet der LBV derzeit im Auftrag der Staatsregierung und in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der AG die Wanderausstellung „Die großen Vier“. Sie wird ab April in den Landkreisen zu sehen sein, in denen große Beutegreifer tatsächlich oder möglicherweise auftreten. |
WolfsmanagmentplanEnde Mai 2006 ist südwestlich von München im Landkreis Starnberg ein Wolf überfahren worden. Jetzt hat man vermutlich Wolfsfährten im Fichtelgebirge gefunden. 2006 kam er aus den italienisch-französischen Alpen, nun vermutlich aus Ostdeutschland. Die Wolfspopulationen in Europa wachsen und breiten sich wieder aus. Grundsätzlich ist Bayern Wolfserwartungsland, wie die Einzelgänger beweisen, die immer wieder hierher kommen. Der LBV ist Mitglied in der Steuerungsgruppe „Wildtiermanagement/ Große Beutegreifer“, die das Bayerische Umweltministerium eingerichtet hat. Hier wird der Umgang mit den großen Beutegreifern Bär, Wolf und Luchs interessensübergreifend diskutiert und abgestimmt und in Managementplänen zusammengeführt. Ende April 2007 wurde der Managementplan „Braunbären in Bayern – Stufe 1“ vorgelegt. Nun gibt es Stufe 1 des Wolfsmanagementplans. Das bayerische Wolfsmanagement berücksichtigt – wie beim Bären – drei Stufen: Stufe 1 Zu- und durchwandernde Einzeltiere Stufe 2 Standorttreue, wenige Tiere Stufe 3 Etablierte Population mit Reproduktion Der LBV setzt sich für ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf ein. Denn die mögliche Rückkehr der Wölfe weckt starke Emotionen. Vertrauen und Kompromissbereitschaft zwischen den Interessengruppen wollen wir schrittweise aufbauen. Deshalb stehen Maßnahmen zur Schadensprävention, zur Ausgleichszahlung und ausgewogenen Information der Öffentlichkeit im Vordergrund. Managmentplan hier herunterladen (pdf, 1 MB) |