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09.06.2008: Die großen 4 in der Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt in Garmisch-Partenkirchen Zwischen „wilder Bestie“ und „Kuscheltier“ – den Mittelweg in diesem Spannungsfeld sucht die Ausstellung „Die großen 4“, die heute in der Vogelschutzwarte des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) in Garmisch-Partenkirchen eröffnet wird. „Nicht nur die Großsäuger, sondern auch der Mensch und sein Umgang mit den Wildtieren stehen im Mittelpunkt“, sagte heute Dr. Andreas Otto vom LfU zur Einführung. Die Ausstellung, die der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Auftrag des Umweltministeriums erarbeitet hat, informiert daher über den zukünftigen Umgang mit den faszinierenden Tieren, der keineswegs immer konfliktfrei ist. Denn seit einigen Jahren tauchen immer wieder einzelne große Beutegreifer in Bayern auf: Im Bayerischen Wald haben sich Luchse etabliert, Bruno hat auf seiner Wanderung 2006 auch den Landkreis Garmisch-Partenkirchen durchquert, in Starnberg ist vor zwei Jahren ein Wolf aufgetaucht. Das LfU und das Bayerische Umweltministerium haben deshalb für die drei genannten Tierarten Managementpläne entwickelt. Auch Ulrike Lorenz, die Landesbeauftragte des LBV, freut sich über das rege Interesse an der Ausstellung und betont: „Um die Rückkehr der Großen Drei nach Bayern zu ermöglichen, ist es enorm wichtig, dass die Menschen gut informiert und auf ein Miteinander vorbereitet sind.“ Landrat Harald Kühn nahm an der Ausstellungseröffnung teil. Die Ausstellung „Die großen 4“ macht Station in der Vogelschutzwarte des LfU in Garmisch-Partenkirchen und kann dort in der Gsteigstr. 43 bis zum 7. Juli besichtigt werden. Sie wurde von Umweltminister Otmar Bernhard im Museum Mensch und Natur in München erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. An den bisherigen zwei Stationen haben in zwei Monaten über 25.000 Menschen die Ausstellung besucht. Die Öffnungszeiten sind Samstag bis Donnerstag von 12 bis 16 Uhr und freitags von 8-12 Uhr. Jeweils montags um 18 Uhr wird ein geführter Ausstellungsrundgang angeboten. Am 7.7. um 20 Uhr wird die Ausstellung mit einem Vortrag von Herrn Ulrich Wotschikowsky im Gasthof Schatten wieder verabschiedet. |