Birdlife Newsletter

Der BirdLife Newsletter auf deutsch. >>Jetzt abonnieren!

LIFE-Projekt

LBV Newsletter

Erscheint in Kürze. Jetzt noch abonnieren!

Spenden Sie jetzt!

Aktuelle Termine

Karte auf welcher die anstehenden Termine markiert sind.

Folgen Sie uns auf

LBV Jahresbericht 2010/2011

Hier als e-paper lesen.

Stimmen und Steckbriefe

Wo ist der Storch?

Alle aktuellen Storchennester und -infos in Bayern

Aktuelle Termine

Die Dohle- Vogel des Jahres 2012

LBV Magazin

LBV - Stiftungsbroschüre

Die LBV Stiftung "Bayerisches Naturerbe" wird immer beliebter. Hier unsere Broschüre bestellen! [zur Stiftung]

LBV-Füllanzeigen können Sie einfach hier herunterladen und dann bitte veröffentlichen.
Vielen Dank!

Vielfalt in Steinbrüchen schützen

Staatssekretärin Melanie Huml mit Ludwig Sothmann und Vertretern von LBV und der Industrie bei der Vertagsunterzeichung (Bild: StMUGV)

Vereinbarung zwischen LBV und Abbauindustrie

20.05.11: Rohstoffgewinnung und Naturschutz sind keine Gegensätze. Mit der neuen Vereinbarung sollen konkrete Lösungswege für die Verträglichkeit von Rohstoffgewinnung und Artenvielfalt erarbeitet werden.

Die Vereinbarung zwischen dem Bayerischen Industrieverband Steine und Erden e.V. (BIV), der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe e.V. (ABBM) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) über gemeinsame Aktivitäten zur Sicherung und Förderung der Biologischen Vielfalt in Gewinnungsstätten ist ein bedeutsamer und beachtenswerter Schritt für den Naturschutz.

„Die Vielfalt der Fauna und Flora zu bewahren, entspricht dem besonderen Lebensgefühl und ist zugleich Verpflichtung gegenüber der unverwechselbaren Identität unserer Heimat.“, so Staatssekretärin Melanie Huml. „Ich begrüße es daher sehr, dass sich die Bayerische Rohstoffwirtschaft und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. darauf verständigt haben, gemeinsam zur Sicherung und Förderung der Biologischen Vielfalt in Gewinnungsstätten aktiv zu werden.“

Ziel ist es, gemeinsam die Artenvielfalt zu fördern. Denn Rohstoffgewinnung und Naturschutz stehen nicht im Widerspruch: Häufig werden die Gewinnungsstellen bereits während desrProduktion ökologisch aufgewertet, z.B. durch Ansiedlung seltener Pflanzen- und Tierarten.

Udo der Uhu führt durch den Steinbruch

Lebt im Steinbruch: der Uhu (Bild: Z. Tunka)
v.l.: Marc Sitkewitz (LBV), Herr Baunach (CEMEX), Edgar Martin (1. Bürgermeister Helmstadt)

Umwelterlebnis-Kooperation im Steinbruch

24.01.11: Die Firma CEMEX Kies und Splitt GmbH erhält vom LBV ihren eigenen Umwelterlebniskoffer für den Steinbruch in Helmstadt. Steinbrüche, Sand- und Kiesgruben bieten viel Abwechslung. Hier finden sich die unterschiedlichsten Geländeformen und eine reiche Palette an Naturlebensräumen und -materialien. Sie bilden einen idealen Ort, um mit allen Sinnen der Natur zu begegnen. Nicht nur für Kinder geeignet, regt der eigens für diese Lebensräume konzipierte Umweltkoffer zur Auseinandersetzung mit den vielseitigen Gewinnungsstätten an. Sinnliche Wahrnehmung bildet hierbei das voranginge Mittel, um die Wertigkeit dieser Lebensräume und das Wissen über ihre zum Teil äußerst seltenen und gefährdeten Bewohner zu vermitteln. Bei der Übergabe freuen  sich Herr Baunach, der örtliche Betriebsleiter, und Herr Edgar Martin, 1. Bürgermeister von Helmstadt, auf die spannenden Exkursionen in den Steinbruch. Interessierte können sich gerne an die LBV Geschäftsstelle in Veitshöchheim wenden unter der Telefonnummer: 0931/45265047.

Entdeckungstour durch die Kiesgrube

(Bild: EZW)

Kooperation in Hörblach bei Kitzingen

19.05.2010: Rohstoffgewinnung und Naturschutz arbeiteten bei der Exkursion auf dem Gelände der Kiesgrube der Lenz-Ziegler-Reifenscheid GmbH (LZR) in Hörblach Hand in Hand. Frau Elisabeth Ziegler-Weißer von LZR und Sabine Schmidt vom LBV führten im Rahmen der „Bayern Tour Natur“ gemeinsam über 30 interessierte Besucher über das Gelände. Sie konnten das Abbaugelände und die in den von LZR eigens für die darin brütenden Uferschwalben errichteten Steilwände besichtigen. Der gegenüberliegende Baggersee, der seit 5 Jahren nicht mehr zum Kiesabbau genutzt wird, hat sich mittlerweile zu einem wahren Naturparadies entwickelt. Frau Ziegler-Weißer führte die erwachsenen Teilnehmer auf eine Entdeckungsreise um den See, bei der sie die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und die natürliche Dynamik erläuterte. Währenddessen untersuchte Frau Schmidt mit den Kindern das Leben unter Wasser. Diese fanden Köcherfliegenlarven, Libellenlarven und Ruderwanzen, die sie stolz den Erwachsenen zeigten.

LBV auf Miro 2009

Sprachen mit den Vertretern der Industrie: M. Sitkewitz, S. Schmidt, F. Wanders (v. l.)

Messestand beim Branchentreffen der Steinindustrie

21.11.09: Das Forum Miro ist das deutschlandweite Branchentreffen der Kies-/Sand- und Natursteinindustrie. Bei der diesjährigen Messe in Würzburg durfte natürlich auch der LBV nicht fehlen. Mit einer Präsentation und vielfältigen Informationsmaterial wurden die Teilnehmer über die Aktivitäten des Frankenbündnisses informiert: Gemäß dem Motto: Gemeinsam für die Natur „Rohstoffgewinnung und Naturschutz ziehen an einem Strang.“ >>mehr über das Frankenbündnis

Abenteuerreise durch den Steinbruch

Die Kinder der Bischofsheimer Ferienspiele hatten viel Spaß und haben viel gelernt im Steinbruch bei Bischofsheim (Bild: M. Sitkewitz)

Aktion vom Frankenbündnis aus LBV und Steinbruchbetreibern

25.08.09: 63 Kinder besuchten im Rahmen der Bischofsheimer Ferienspiele den Basaltsteinbruch der Basalt AG am Bauersberg. Sie gingen mit Sabine Schmidt und Marc Sitkewitz vom LBV gemeinsam mit Dr. Bernhard Weiher von der Basalt AG auf zwei Entdeckungstouren durch den Steinbruch.

Anhand der unterschiedlichen Gesteinstypen erfuhren sie mehr über die Entstehungsgeschichte der Gesteine und die Abbaumethoden besprochen, wobei die Kinder gute Vorkenntnisse und großes Interesse zeigten. Außerdem entdeckten sie einen Schacht, der noch aus der Abbauzeit der Braunkohle stammt und heute einen wertvollen Lebensraum für die im Gebiet vorkommenden Fledermäuse bietet. Auch die Schutthalden und offenen Flächen sind ein wertvolles Habitat für andere Tier- und Pflanzenarten, was die Kinder selbst erkannten. Bei den  Radladern und Maschinen, die den Basalt transportieren und zerkleinern, wurde der Weiterverarbeitungsprozess von Dr. Weiher erläutert. 

Tiere der Nacht

Bei einer zweiten Aktion machten sich die Kinder auf die Suche nach den Tieren der Nacht. Mit Taschenlampen bewaffnet konnten sich die Kinder bei völliger Dunkelheit auf die Suche nach dem ersten – vorher von den Referenten versteckten – Tier machen, dem Präparat eines Uhuweibchens. Begeistert erfuhren die Kinder Neues über Eulen und etwas den Uhu, der in Steinbrüchen brütet. Auch seinen Ruf konnten sie hören. Danach begann die Nachtwanderung, bei der die Kinder lebendige oder ausgestopfte typische Bewohner dieses Lebensraumes entdeckten, wie Steinkauz, Baummarder und Waldohreule. Auch die eine oder andere Fledermaus wurde von besonders aufmerksamen Kindern gesichtet.


Aktionsbündnis für Natur in Steinbruch, Sand- und Kiesgrube gegründet

Foto v.l.: Frau Ziegler-Weißer (LZR), Herr Volkmar Halbleib (MdL und stellvertretender Landrat Würzburg, Herr Kuhn (Kuhn GmbH), Herr Manfred Ländner (MdL), Herr Schulze (CEMEX), Herr M. Sitkewitz (LBV Geschäftsstelle Veitshöchheim), Herr Stretz (Rock-Block-Trading), Herr Gleußner (FGV Steinmetz GmbH), Herr Schraud (Schotterwerk Schraud)
Die Gäste auf der Marienburg in Würzburg.
CEMEX schiebt das Projekt auch mit finanzieller UNterstützung an (Bilder: M. Sitkewitz)

LBV und Betreiber kooperieren in Unterfranken  

26.05.09: Eine Vielzahl Rohstoff gewinnender Unternehmen aus dem Nordbayerischen Raum nahm den European Minerals Day „europäischen Rohstofftag“ zum Anlass, ein  ganz besonderes Partnerschaftsabkommen zu besiegeln. Gemeinsam mit dem LBV schlossen sie am Samstag, den 16.05.09, bei einem feierlichen Festakt auf der Festung Marienberg in Würzburg ein „Frankenbündnis für die Natur“.

Mit Unterstützung durch den Bayerischen Industrieverband Steine und Erden und die Arbeitsgemeinschaft bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe ABBM wollen sich die Unternehmen Baustoffe Benkert, Josef Schraud GmbH, Kuhn GmbH, Rock-Block-Trading, Orgeldinger KG, FGV Steinmetz GmbH, Knauf, BAG, CEMEX und LZR im gemeinsamen Miteinander für den Naturschutz in der Kiesgrube und im Steinbruch einsetzen.  

Das Bündnis strebt die Vernetzung des Naturschutzes im Rahmen des Abbaubetriebes unter Wahrung der wirtschaftlichen Interessen an du

  • Frühzeitige Beratung und Beteiligung bei Eingriffsvorhaben und in der Folgenutzung (Rechtzeitiges Konfliktmanagement)
  • Integration von  Naturschutzmaßnahmen in der Bewirtschaftung (Betriebe stellen Maschinen zur Verfügung)
  • Führungen und Vorträge für z.B. Schulklassen, Umweltbildungsmaterialien)
  • Pflegemaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem LBV
  • Wertschätzung der Lebensräume aus zweiter Hand stärken



Naturschützer und Steinbruchbetreiber ziehen an einem Strang

Die Projektgruppe aus Naturschützern und Steinbruchbetreibern.
Ein Radlader hat hier nachgeholfen und einen Platz zum Laichen geschaffen. Diplom-Biologe und Projektleiter Jürgen Thein fischt für den Pressetermin im Trüben...
...und fängt für's Foto eine der zierlichen Gelbbauchunken.

GlücksSpiralen-Projekt in Hassberge gestartet

14.06.08: So selten wie die bedrohten Tierarten selbst ist das neue Glücksspiralenprojekt der LBV-Kreisgruppe Hassberge, das am Freitag dem 13.06.08 vorgestellt wurde. „Nutzer und Naturschützer arbeiten hier ohne Konflikte für die Erhaltung der Lebensräume zusammen“, lobten die Projektleiter Jürgen Thein und Marc Sitkewitz die Kooperation mit den Steinbruchbetreibern und insbesondre mit den Gebrüdern Gleußner als Inhaber und von der  Firma FGV Steinmetz „Hier ist ohne Auflagen etwas für den Erhalt unsere Artenvielfalt zu erreichen“. Im Rahmen des Abbaubetriebes gilt es, freiwillige Maßnahmen zu integrieren. Die Habitatoptimierung  erfolgt hinsichtlich der Leitarten: Gelbbauchunke, Kammmolch; Ringelnatter, Zauneidechse, Wildbienen und Uhu      

„Gelbbauchunken schmecken extrem schlecht“ war eine nützliche Information von Diplom-Biologe Jürgen Thein aus Haßfurt, dem als Projektleiter die Erhaltung genau dieser Tierart in den Steinbrüchen besonders am Herzen liegt. Diese Eigenschaft kommt den kleinen Amphibien zwar gegenüber natürlichen Feinden gelegen, hilft aber nicht gegen den wichtigsten Feind: „Das Nichtstun der Menschen“, so Jürgen Thein, sei die größte Gefahr für ein Aussterben der possierlichen Tierchen. Um dem entgegen zu wirken, arbeiten LBV-Kreisgruppe, Naturschutzbehörde und die Betreiber so z.B. die Firma FGV Steinmetz GmbH in den  Steinbrüchen im Ebelsbachtal Hand in Hand. „Ohne die Nutzung durch den Menschen und den Abbau würde der Steinbruch in kürzester Zeit zuwachsen, was für viele Tierarten fatal wäre. Die reguläre Arbeit im Steinbruch hilft den Lebensraum der Gelbbauchunken, aber auch der Libellen, Molche und vor allem den des Uhu zu erhalten, der für seinen Nistplatz Felsenwände aussucht. Durch menschliche Tätigkeit sind in den Steinbrüchen außergewöhnliche Lebensräume entstanden, die nur durch die weitere naturverträgliche Nutzung zu erhalten sind. „Wird die Nutzung aufgegeben, verschwinden wichtige Biotope in kurzer Zeit“, erklärt Biologe Jürgen Thein, „Wird zu intensiv abgebaut, bleiben keine Ruhezonen für die Entwicklung der Biotopflächen“. Sehr erfreut ist er, dass die Naturschützern mit ihren Konzepten bei den Betreibern im Steinbruch auf „offene Ohren“ gestoßen sind. Für die Gelbbauchunken haben die Arbeiter mit dem Radlader bereits eine tiefe Spur gezogen, die sich durch den Regen mit Wasser füllte. Als flaches, sich schnell erwärmendes Gewässer in freier Sonnenlage bietet so eine Spur nun Lebensraum für gut zehn bis zwanzig Unken.    

Die Gelbbauchunke, in Deutschland auf der Roten Liste der stark gefährdeten Tierarten, ist trotz ihres bescheinigten üblen Geschmacks derzeit in aller Munde; so richtig betrachtet haben sie bisher aber vermutlich nur wenige. Etwa 2000 Exemplare, die sich alle durch ihren „Bauchabdruck“ voneinander unterscheiden, schätzt Jürgen Thein im gesamten Ebelsbachtal, einer „Perle im Landkreis“, wie er schwärmt. Die Gelbbauchunke hat hier ihre wahrscheinlich größten Bestände überhaupt, das „absolute Zentrum“ im Landkreis sowieso, aber auch innerhalb Nordbayerns (und gleichzeitig Deutschlands), wie Jürgen Thein verdeutlicht: „Wenn die Gelbbauchunke hier verschwindet, dann verschwindet sie in ganz Deutschland“. Erste Maßnahmen zum Erhalt wurden bereits ergriffen, im gemeinsamen Anpacken und in vorbildlicher Kooperation wird bis zum Frühjahr 2009 das Artenschutzprojekt einer der „Top-Tierarten“ im Landkreis einen wertvollen Rückzugs- und Lebensraum retten.

Kontakt: m-sitkewitz(at)lbv.de