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LBV Jahresbericht 2010/2011

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Alle aktuellen Storchennester und -infos in Bayern

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Die Dohle- Vogel des Jahres 2012

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Die LBV Stiftung "Bayerisches Naturerbe" wird immer beliebter. Hier unsere Broschüre bestellen! [zur Stiftung]

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Die Themen:

>>Jagd

>>Fische und Vögel

>>Gentechnik

>>Glasfächen und Vögel

>>Landwirtschaft

>>Rabenvögel

>>Sicherung von Freileitungen

>>Steinbrüche

>>Teichwirtschaft

>>Waldwirtschaft

>>Windkraft

Bienen und Agro-Gentechnik

Honigbiene bei der Arbeit
(Bild: A. v. Lindeiner)

Neue Imker-Plattform "für reinen Honig"

20.06.10: Anlässlich der Klagen von Imkern gegen den Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON 810 hat Mellifera e.V. eine Internetplattform gestartet, auf der Sie Informationen über den Fortgang der Klagen, den politischen und rechtlichen Hintergrund sowie über Aktionen des Bündnisses zum Schutz der Bienen vor Agro-Gentechnik erhalten. >>mehr

Die Saatkrähe - Hitchcocks letztes Opfer

Saatkrähe - Bildautor: Tunka

Mit dem starken Siedlungswachstum, das der Großraum München in den letzten Jahrzehnten erlebt hat, wurden auch eine ganze Reihe Wildtiere „eingemeindet“. Nicht immer läuft in dieser neuen „Wohngemeinschaft“ von Mensch und Tier alles zufriedenstellend. Vor allem unsere beiden Krähenarten, die Saat- und die Rabenkrähe, sind wegen ihrer lauten Stimme und einer Reihe von Ängsten, die über Mythen und den Hitchcock-Thriller „die Vögel“ vermittelt wurden, nicht gern gesehen. Naturschützer bezeichnen deshalb die gefährdete Saatkrähe inzwischen bedauernd als „das letzte Opfer Hitchcocks“. Aktuell hat sich in Ottobrunn sogar eine Bürgerinitiative gegründet, die ein Bürgerbegehren gegen eine Saatkrähenkolonie in ihrer Nachbarschaft durchführen möchte. Das Ziel des Bürgerbegehrens soll die Auflösung und Vertreibung der Kolonie sein. Das Presseecho über die Vögel war daraufhin nicht sehr differenziert, so dass ein falsches, sehr negatives Bild der Tiere in der Öffentlichkeit entstanden ist. Dieses Bild soll durch die Beantwortung der folgenden Fragen wieder gerade gerückt werden. >>mehr zum Thema

Kandahar: LBV klagt nicht

Das Hausberggebiet bei Garmisch-Partenkirchen mit der Kandahar (Bild: Schödl)

Der LBV hat sich gegen eine Klage gegen den Ausbau der Kandahar-Piste bei Garmisch-Partenkirchen entschieden. Durch intensive Gespräche hat sich die Gemeinde stark auf den Naturschutz zu bewegt und ist weit gehende Kompromisse eingegangen. Darüber hinaus wird einer Klage keine große Erfolgsaussicht eingeräumt (mehr).

Stoppt den Kanal - rettet die Donau!

Bertl Wenzl und Roland HH Biswurm spielen den Donauwalzer für eine freifliessende Donau

Die Donau muss ein lebendiger Fluss bleiben. Kanalwände und Staustufen würden Fluss und Auen völlig zerstören. Helfen Sie Bayerns großem Strom: Sammeln Sie jetzt Unterschriften für den Schutz der frei fließenden Donau! Fast 10.000 Unterschriften haben LBVler bereits gesammelt. Herzlichen Dank!
Zur Unterschriftenliste
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Bilder und Bericht: Gentech-Demo in Kitzingen

Eine erfolgreiche Demonstration der Gentechnikgegner am 24.02.2008 in Kitzingen. Denn mit 122 ha und 90 % aller bayerischen Freisetzungsversuche macht der Landkreis bundesweit Schlagzeilen - als "Gentechniklandkreis"! Damit wollen sich die Kitzinger Bürger nicht abfinden. Der LBV ist vor Ort aktiv gegen die weitere Freisetzung genveränderter Pflanzen. Hier finden Sie aktuelle Bilder und mehr.

Retten Sie Vogelleben - Gehen Sie spazieren...

Ungesicherte Strommasten (Bild: NABU)

...und sagen Sie uns, wo! Ein winterlicher Spaziergang und dabei das Leben unzähliger Großvögel retten. Wie soll das gehen? Ganz einfach: Melden Sie uns, wo Sie ungesicherte Strommasten gesehen haben. Denn obwohl es seit 2002 eine rechtliche Verpflichtung dazu gibt, sichern viele Energieversorger ihre todbringenden Masten immer noch nicht gegen "Stromtod." Das Ergebnis: Immer noch kommen Uhus, Störche, Falken aber auch kleine Singvögel an Mittelspannungsmasten um. Wie Sie ungesicherte Masten erkennen und was Sie persönlich ganz einfach dafür tun können, lesen Sie hier.

Gift Ratron nicht flächig ausbringen!

Auch geschützte Arten wie der Feldhamster, sind von Ratron bedroht (Bild: Zinnecker)

Durch den milden Winter haben sich Feld- und Erdmäuse dieses Jahr massiv vermehrt und bereiten den Landwirten Probleme. Daher hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Anfang September eine dreimonatige Sondergenehmigung erteilt, nach der das Mäusegift „Ratron Mäuseköder“ flächig ausgebracht werden darf. In Bayern haben die zuständigen Ministerien jetzt auch grünes Licht gegeben. Der LBV warnt nachdrücklich vor möglichen Folgen für Wild- und Haustiere. In Sachsen-Anhalt hat das Agrarministerium die Ausbringung inzwischen wieder gestoppt. Die letzte Untersuchung steht zwar noch aus, aber man vermutet, dass dort mehrere Feldhasen an dem Gift eingegangen sind.

Bisher durfte der Köder nur direkt in die Mäusegänge gelegt werden. Er war dann für andere Tierarten nur schwer zu erreichen. Flächig ausgebracht gefährdet er nun aber auch andere Tiere. Darunter bedrohte Arten wie Feldhase und Feldhamster. Aber auch unsere Haustiere wie Hund und Katze können das Granulat fressen. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich das Gift in der Nahrungskette anreichert und auch Beutegreifer wie Fuchs, Rotmilan oder Uhu zu den Opfern zählen. Und gerade im Herbst rasten viele Zugvögel auf dem Weg nach Süden auf offenen Ackerflächen und freuen sich über ein reiches Mäuseangebot. Zwar sieht das BVL nur ein geringes Risiko für Beutegreifer, weil indirekte Vergiftungen für die letzten 15 Jahre nicht bekannt sind. Da solche indirekten Vergiftungen aber nur selten nachgewiesen werden können, sieht der LBV diese Aussage kritisch – und die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt scheinen ihm Recht zu geben.

Momentan dürfte das Gift sogar in Schutzgebieten, einem Rückzugsort für viele bedrohte Tierarten, ausgebracht werden. Vor diesem Hintergrund lehnt der LBV eine Ausbringung dieses Mittels ab. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass die Mäusepopulationen über den Winter zusammenbrechen, und sich dieses Problem von selbst erledigt – ohne einen Cent zu kosten und ohne zahlreiche andere Tierarten zu gefährden!

Wie wirkt das Gift? Der Wirkstoff dieses Nagergifts ist das so genannte Chlorphacinon. Es ist sehr giftig für Vögel und Säugetiere. Durch Hemmung der Blutgerinnung führt es zu inneren Blutungen und damit zum Tod. Das Problem: es wirkt nicht gezielt auf Feld- und Erdmaus, sondern auch auf andere Tiere. So stellte schon die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft 2004 fest, dass es „immer wieder zu Fehlanwendungen mit negativen Auswirkungen auf Nichtzielorganismen“ käme.

[LBV Pressemitteilung]