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Neue "Flora von Bayern"Bayerische Botaniker wollen Standardwerk aktualisieren 04.03.11: Einhundert Jahre ist es nun bald her, dass die letzte umfassende Flora von Bayern von VOLLMANN im Jahr 1914 erschienen ist. Nun wollen sich die bayerischen Botaniker aufmachen, die Flora von Bayern zu aktualisieren und die heutige botanische Vielfalt des Freistaates zu erfassen und zu bewerten. Dabei wird sich auch der Arbeitskreis BOTANIK des LBV nach Kräften engagieren. Alles Wissenswerte geht aus der beigefügten >>Einladung und dem >>Programm der bayerisch botanischen Gesellschaft hervor. |
Allergiekraut Ambrosia jetzt bekämpfen!Hochwertiges Vogelfutter verhindert Ausbreitung August 10: In Kürze beginnt für Pollenallergiker wieder eine schlimme Zeit, die bis in den Herbst dauern kann. Denn entlang von Straßen- und Wegrändern, an Baustellen und Schutthalden beginnt das beifußblättrige Taubenkraut oder die Ambrosia zu blühen. Der LBV rät daher, die Pflanzen jetzt zu bekämpfen und durch >>gutes Vogelfutter die Ausbreitung zu verhindern. Die Pollen der überwiegend durch Vogelfutter verbreiteten Pflanze gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern. Neben Heuschnupfen und Asthma kommen auch allergische Hautreaktionen bei Berührung vor. Die Ambrosie ist kein Problem für den Artenschutz, denn negative Einflüsse des nordamerikanischen Neubürgers auf die biologische Vielfalt sind nicht bekannt. Im Interesse der Gesundheit rät der LBV jedoch zur Bekämpfung. Am effektivsten ist die Bekämpfung vor der Blüte: bei kleinen Beständen das gründliche Entfernen einzelner Pflanzen samt der Wurzel oder bei größeren das Einarbeiten, nicht jedoch eine Mahd. Da die Art einjährig ist, sind die Erfolgsaussichten gut. Bei der Bekämpfung sollte man sich mit Handschuhen und ggf. Mundschutz schützen. Entsorgte Pflanzen kommen nicht in den Biomüll oder auf den Kompost, sondern in einem Plastikbeutel in den Restmüll. Zudem sollte der Wuchsort den >>staatlichen Stellen gemeldet werden. Damit im kommenden Jahr keine zusätzlichen Pflanzen aufkommen, empfiehlt der LBV, nur >>hochwertiges und speziell gereinigtes Vogelfutter zu kaufen. Denn besonders billige Futtermittel enthalten die gefährlichen kleinen Samen. Auch Futter mit dem Label „Ambrosia controlled“ hält nicht, was es verspricht, wie eine kürzlich veröffentlichte >>Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Mehr über sicheres Vogelfutter finden Sie >>hier. Mehr über Ambrosia unter http://www.ambrosiainfo.de/
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Achten Sie beim Einkauf auf Amrosia-freies Vogelfutter, wie es auch der LBV anbietet. >>mehr
Allergiker leiden unter Globalisierung der PflanzenweltLBV legt Liste invasiver Pflanzenarten vor 08.07.08: Mit der Blütezeit der Ambrosie stehen Allergikern schlimme Zeiten bevor. Nun beginnt auch wieder die Diskussion um die Gefahren durch pflanzliche Neubürger (Neophyten). Damit bei möglichen Problemarten frühzeitig gehandelt werden kann, legt der LBV nun zwei Pflanzenlisten vor, die aktuelle und zukünftige pflanzliche Gefahren zeigen. In Zeiten von Klimawandel, Globalisierung und weltweitem Tourismus steigt der Strom an Pflanzen und Tierarten, die bei uns Fuß fassen können. Das ist nicht immer eine Bereicherung der biologischen Vielfalt, sondern birgt auch Gefahren für die menschliche Gesundheit oder die heimische Pflanzenwelt. Die bekanntesten Beispiele dafür sind Riesenbärenklau, Indisches Sprinkraut, Goldrute, Sachalin-Knöterich und Ambrosie. Arten mit einem großen Verdrängungsvermögen werden als invasiv bezeichnet. Zusammen mit botanischen Experten hat der LBV nun zwei Listen mit möglichen invasiven Arten erarbeitet: Eine Vorwarnliste beinhaltet Arten, die in Bayern aktuell noch nicht oder nur ganz selten vorkommen, in den Nachbarländern oder –staaten aber schon problematisch sind. Eine „Schwarze Liste“ zeigt die Arten, die in Bayern aktuell schon als Problemart identifiziert sind. Beide Listen enthalten eine Einschätzung des Invasions- und Verdrängungspotenzials. So besteht eine sehr einfache, pragmatische Einschätzung, welche Arten für Mensch und Natur gefährlich werden könnten. Die Vorwarnliste zeigt vor allem den dringend notwendigen Bedarf des Aufbaus eines Frühwarnsystems. So sollen z.B. Botaniker bei ihren Streifzügen besonders auf die Arten der Vorwarnliste achten, so dass sie eventuell schnell bekämpft werden können. Bei der Einrichtung eines solchen Frühwarnsystems wird sich der LBV mit seinen Pflanzenexperten beteiligen. Die Liste ist offen, da sich immer wieder neue Arten bei uns einfinden. Mit der konkreten Benennung der problematischen Arten erhofft sich der LBV auch eine Versachlichung der Diskussion um die pflanzlichen Neubürger. „Hier geht es nicht um eine Verteufelung alles Fremden oder ob die Neubürger nun gut oder böse sind,“ sagt Bernd Raab, Botaniker beim LBV. Mit den Listen liege vielmehr ein Instrument vor, hauptsächlich die aus Naturschutzsicht problematischen, invasiven Arten zu finden. „Denn eines ist klar,“ so Raab weiter, „viele Arten, die heute für den Naturschutz bedeutsam sind, etwa Klatschmohn oder Kornblume, waren einst Neubürger.“ Die Listen sollen allen zur Verfügung gestellt werden, die mit invasiven Arten zu tun haben können: Naturschutzbehörden, Gartenbau- und Straßenbauämter, Garten- und Landschaftsbaubetriebe, Gartenbesitzer etc. >>zur Pressemeldung. |
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Die "Schwarze Liste" herunterladen (pdf) Die "Vorwarnliste" herunterladen (pdf) |
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Wo Bayern am buntesten blüht Der LBV hat zusammen mit der Zentralstelle der Floristischen Kartierung die Pflanzenvielfalt in Bayern untersucht. Zwischen 966 und 2093 Arten sind in den bayerischen Landkreisen zu finden, im Durchschnitt rund 1400 Pflanzenarten pro Landkreis. Die großen Unterschiede sind natürlich: So sind die Wärme- und Kalkgebieten artenreicher als etwa das ostbayerische Grenzgebirge oder das oberbayerische Hügelland. Außerdem spielt die Intensität der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle. Die Top 10 der Pflanzenvielfalt sind: Regensburg (1851 Arten gesamt, 222 stark gefährdet), Schweinfurt (1662/185), Bamberg (1771/181), Bad Kissingen (1956/166), Donau-Ries (1648/162), Nürnberger-Land (1675/160), Ansbach (1674/158), Main-Spessart (1579/172), Kehlheim (1572/169), Würzburg (1472/157). In diesen Landkreisen kommen sehr viele Arten vor, von denen viele stark bedroht sind. Sie sind damit für den Erhalt der Pflanzenvielfalt in Bayern besonders wichtig. „Die Analyse der floristischen Datenbank zeigt, wo die genetische Vielfalt der bayerischen Pflanzenwelt am effektivsten erhalten werden kann“ sagt Bernd Raab, Botaniker beim LBV. „Darum sollten hier auch staatliche Fördermittel und Artenhilfsprogramme verstärkt eingesetzt werden.“ Das sei bisher nicht ausreichend der Fall. Planungen wie etwa Bauvorhaben sollten hier schon im Vorfeld die Pflanzenvielfalt stärker berücksichtigen. Außerdem müsse die Pflanzenerfassung verstärkt werden.
Für einige Arten trägt Bayern eine weltweite Verantwortung, weil sie nur hier vorkommen oder einen Schwerpunkt ihrer Verbreitung haben. Das gilt z.B. für das Bodensee-Vergißmeinnicht, das Augsburger Steppengreiskraut oder auch den Böhmischen Enzian. Sollten solche Arten aussterben, geht auch ihr einzigartiges genetisches Material für immer verloren.I |
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Sag mir wo die Blumen sind Sie sind ja nicht alle verschwunden, unsere Blumen, auch noch alle nicht vom Aussterben bedroht, aber doch insgesamt viel seltener geworden Zusammen mit dem NABU stellt der LBV fünf Pflanzenarten zur Wahl, die stellvertretend den Rückgang und die Bedrohung der Pflanzenvielfalt in Deutschland am besten repräsentieren. Dazu kann auf www.sagmirwodieblumensind.de eine Abstimmung vorgenommen werden. |
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Ein Netzwerk zur Erhaltung der heimischen Pflanzenvielfalt Der LBV arbeitet zusammen mit anderen Experten im „Netzwerk Botanischer Naturschutz in Deutschland“ an der gemeinsamen Strategie zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt in Deutschland. Dabei soll die „Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen“ (GSPC: Global Strategy for Plant Conservation) umgesetzt werden. Diese ist eine international verbindliche Vereinbarung im Rahmen der „Konvention über die Biologische Vielfalt“ (CBD: Convention on Biological Diversity). Denn nach wie vor sind zahlreiche Arten von Wildpflanzen auch in Deutschland stark bedroht. Die Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen wurde von allen Vertragsstaaten der Konvention über die Biologische Vielfalt einstimmig verabschiedet. Auch Deutschland hat sich damit verpflichtet, diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Auf dem UN-Biodiversitätsgipfel im Mai 2008 in Bonn, zu dem über 5000 Delegierte erwartet werden, wird diese Strategie ein wichtiges Thema sein. |