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12.03.2010
Engelsberg
Jahreshauptversammlung der Ortgruppe Engelsberg [...mehr]
12.03.2010
Deggendorf
Frühling in Spanien [...mehr]
12.03.2010
Berching
Vortrag: Weißstörche in Berching [...mehr]
12.03.2010
Bamberg
Vortrag „Vielfalt im Buchenwald“ [...mehr]
12.03.2010
Uffenheim
Diavortrag von hermann Weiß über die Exkursion des AK Botanik zum nördlichen Gardasee [...mehr]
12.03.2010
Ansbach
Der Kormon - ein Problemvogel? [...mehr]
13.03.2010
Arnschwang
Aktion für die ganze Familie - Nistkastenbau für Vögel und Fledermäuse [...mehr]
13.03.2010
Hilpoltstein
Flächenbetreuer AK(offen) in Hilpoltstein [...mehr]
13.03.2010
Feucht
Vogelkundlicher Spaziergang durch die Schwarzachklamm [...mehr]
14.03.2010
Tauberbrücke an der B25
Wasservogelzählung an der Tauber [...mehr]
15.03.2010
-
LBV - Haus- und Straßensammlung Sammler gesucht! [...mehr]
16.03.2010
Bayreuth
Vogelkundlicher Spaziergang [...mehr]
16.03.2010
Zorneding
Naturschutzarbeit im Landkreis [...mehr]
17.03.2010
München
Im Münchner Klärwerk Gut Großlappen [...mehr]
18.03.2010
Rottenbuch
Vortrag bei Obst- und Gartenbauverein Rottenbuch [...mehr]
18.03.2010
Unterbrunnenreuth/Ingolstadt
Film: Wald, Wasser, Sand, - lebendige Kulturlandschaft [...mehr]
18.03.2010
Wullenstetten
Mitgliederversammlung [...mehr]
18.03.2010
Muhr am See
Natur- und vogelkundliche Führung zur Vogelinsel [...mehr]
19.03.2010
Amberg
Kindergruppe Ammerthaler Fledermäuse [...mehr]
19.03.2010
Bayreuth
Vogelkundlicher Spaziergang [...mehr]
19.03.2010
Reckendorf
Der Biber - ein Lebensraumgestalter am Wasser [...mehr]
20.03.2010
Engelsberg
Hasen und Hennen basteln für die Osterdekoration [...mehr]
20.03.2010
Haiming
Wanderung in die Haiminger Au [...mehr]
20.03.2010
Traunreut
Arbeitseinsatz auf der LBV-Streuobstwiese in Pertenstein [...mehr]
20.03.2010
Deggendorf
Rainer Wald Naturjuwel des LBV [...mehr]
20.03.2010
Plankstetten
12.Treffen der BN- und LBV-Kreisgruppen Eichstätt Neumarkt und Roth [...mehr]
20.03.2010
Ulm
Ulm (Stadthaus): LBV-Kormoran-Tagung [...mehr]

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LBV Finanzbericht 2008

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Bayern am Ende

Abgeschlagen bei Sicherung der biologischen Vielfalt

18.02.2010: Der LBV-Partner NABU und der BUND legen heute ihre Bewertung der Bundesländer zur Sicherung der biologischen Vielfalt vor. 2007 hatte die Bundesregierung mit der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt ein Paket mit 330 Zielen und rund 430 Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt verabschiedet. Große Verantwortung haben dabei die Bundesländer. Doch die Analyse zeigt: In keinem einzigen Bundesland stehen die Zeichen für einen erfolgreichen Arten- und Biotopschutz auf Grün. Keines der Bundesländer erreicht mehr als die Hälfte der möglichen Punkte. Bayern erreicht mit 27% von max. 100% nur einen Platz im hinteren Mittelfeld.

 

Das Länder-Ranking

Die statistische Bewertung der Bestrebungen der Länder zur Sicherung der biologischen Vielfalt bezieht sich auf sieben verschiedenen statistisch vergleichbaren Werten in den Flächenbundesländern: 

  • Wildnis zulassen
  • Naturwaldreservate als Keimzelle der natürlichen Walddynamik
  • FFH-Gebietsausweisung
  • Aufstellung von FFH-Managementplänen
  • Naturschutzgebiete
  • Biolandbau
  • Fördermittel

Die Bundesländer könnten somit maximal 100% erreichen. Die Bilanz der Bundesländer zeigt, dass kein einziges Land auch nur 50%, also die Hälfte des möglichen Wertes erreicht!


  • das Saarland: 49%
  • Nordrhein-Westfalen: 45%
  • Sachsen: 35%
  • Brandenburg: 34%
  • Thüringen: 31%
  • Baden-Württemberg: 30%
  • Sachsen-Anhalt: 29%
  • Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern: 28%
  • Bayern und Hessen: 27%
  • Niedersachsen: 26%
  • Rheinland-Pfalz: 25%

Bayerns Bilanz wurde v.a. durch fehlende Naturschutzgebiete, mangelnde Förderung des Ökolandbaus und große Versäumnisse bei der Umsetzung der FFH- und Vogelschutzrichtlinien verhagelt.

Für die Naturschutzarbeit der Länder fehlen v.a. ausreichende Mittel. Deshalb forderten die Verbände die schnelle Umsetzung des im Koalitionsvertrag zugesagten „Bundesprogramms Biologische Vielfalt“. Dafür müssten in den kommenden vier Jahren jährlich zusätzliche 300 Millionen Euro aufgebracht werden. Ein bedeutsamer Teil dieser Gelder sollte aus dem Emissionshandel stammen. Die Länder müssten zudem ihre Naturschutzverwaltungen stärken und Landnutzer wie Agrar- und Forstbetriebe beim Naturschutz besser unterstützen. Unverzichtbar dafür seien verbindliche Managementpläne für das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 und die Schaffung eines zusammenhängenden Biotopverbundes. Außerdem müssten weitere 25.000 Hektar ökologisch wertvolle Flächen aus dem Bundesbesitz als Nationales Naturerbe dauerhaft für den Naturschutz in den Ländern gesichert werden.

>>Gesamte Bewertung herunterladen

 

LBV-Thema Artenvielfalt

Wir erhalten Artenvielfalt in Bayern. Hier finden Sie einen kleinen Überblick über unsere Aktivitäten

Die Artenvielfalt erhalten. Hier in Bayern:

LBV begrüßt Verabschiedung der bayerischen Biodiversitätsstrategie

LBV Vorsitzender Ludwig Sothmann, BN-Vorsitzender Hubert Weiger mit Umweltminister Otmar Bernhard und Ministerpräsident Günther Beckstein beim Verbändegespräch Anfang der Woche

18. 03. 2008 Ludwig Sothmann, Vorsitzender des Landesbund für Vogelschutz (LBV), hat die Verabschiedung der bayerischen Biodiversitätsstrategie durch den Ministerrat ausdrücklich begrüßt. Sothmann bewertete die  Vorlage des Papiers als wichtigen Schritt in die richtige Richtung, dem nun konkrete Maßnahmen folgen müssten. [Zur Pressemitteilung]  [zum Wortlaut der Biodiversitätsstrategie]

Artenvielfalt macht unsere Zukunft glücklicher

(Bild: E. Pfeuffer)

07.02.09: Agrarwirtschaft wohin? Teller, Tank oder Biotop? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Symposium des >>Evangelischen Bildungszentrums Hesselberg. LBV-Vorsitzender Ludwig Sothmann sieht in der Sicherung der Artenvielfalt einen Weg in eine reichere, glücklichere und menschlichere Zukunft. Hier ist eine Zusammenfassung seiner Rede:

"Die Menschen des 21. Jahrhunderts müssen sich zwei dramatischen Herausforderungen stellen: dem Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität. Unter Biodiversität verstehen wir die Vielfalt der Arten - sowohl evolutiv wie züchterisch entstanden -, die genetische Vielfalt innerhalb dieser Arten und die Vielfalt der Lebensräume.

Klimawandel und Biodiversitätsverluste gefährden eine erlebenswerte Zukunft für uns Menschen. Beide Schadwirkungen sind von uns verursacht und deshalb auch von uns unseren Enkeln gegenüber zu verantworten. Das Dramatische an den Artenverlusten ist das Tempo, in dem sie sich abspielen. Sie verlaufen einhundert bis eintausend Mal so schnell wie das uralte natürliche System des Werdens und Vergehens.

Die Entwicklung der Menschheit war und ist existentiell abhängig von der Vielfalt der Arten und ihrer Nutzung durch uns. Deshalb ist es so Besorgnis erregend, dass wir es verlernt haben, im Einklang mit den natürlichen Systemen zu leben. Seit der Neuzeit haben wir die Erde und ihren natürlichen Reichtum mehr oder weniger als unbegrenzte Verfügungsmasse für die Expansion unserer Ansprüche genutzt. Dabei haben wir die natürlichen Belastungsgrenzen der Erde und die Regenerationskraft ihrer natürlichen Systeme weit überschritten. Wenn wir nicht jetzt und sofort entschlossen gegensteuern, endlich Schöpfungsverantwortung ernst nehmen und leben, stehen uns massive sozioökonomische und ökologische Verwerfungen bevor.

Trotz dieser Schlüsselfunktion der Vielfalt der Arten- und Lebensräume für die Entwicklung und Wohlfahrt der globalen Gesellschaften fehlt bis heute der Biodiversität noch weitgehend die Anerkennung, als Wert verstanden zu werden, der die Weltgemeinschaft trägt.

Es sprechen soziale und ethische Gründe für die Biodiversität. Die Natur hat einen Eigenwert, dem wir gerecht werden müssen, indem wir den Schutz der Arten, auch um ihrer selbst willen, durchsetzen.

Wir leben von den kostenlosen Leistungen unserer natürlichen Systeme. Deshalb müssen wir in einem ökologischen Ansatz auch um unserer Zukunft willen intakte Öko-Systeme wieder herstellen oder erhalten. Die Leistungsfähigkeit sowie die Stabilität und Anpassungsfähigkeit der natürlichen Systeme veränderten Rahmenbedingungen gegenüber ist abhängig von ihrer Vielfalt, besonders der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten, die sie ausmachen.

Immer deutlicher werden die ökonomischen Potentiale der Biodiversität für die gesamte Menschheit. Schon aus diesem Grund müssen wir die züchterische Vielfalt ebenso erhalten wie die natürliche Vielfalt.

Biodiversität ist einschließlich des High-tech-Landes Bayern immer noch             Grundlage für die globale Arzneimittelversorgung. Hochpotente Arzneimittel der modernen Medizin leiten sich von Wirkstoffen der Natur oder deren Derivaten her. Das reicht vom cholesterinsenkenden Mitteln, Blutdruckpräparaten, Antibiotikas, Medikamenten zur Krebsbehandlung bis hin zu Schmerzmitteln und Immunsupressiva.

Auf diesen wie auf anderen Feldern müssen die Potentiale der Biodiversität für die Zukunft der Menschheit gesichert werden.

Das gilt gleichfalls für die Bionik wie für die Nanotechnologie. In beiden Fällen werden Baupläne der Natur zur Lösung technischer Probleme genützt.

Was wird zur Sicherung der Biodiversität getan?

Seit dem 01. April 2008 ist die bayerische Biodiversitätsstrategie „Natur.Vielfalt.Bayern“ in Kraft. Sie wurde einstimmig im Kabinett verabschiedet. Es geht nun darum, diese Querschnittsaufgabe mit ihren anspruchsvollen Zielen in Wert zu setzen.

Die wichtigsten Ziele werden vorgestellt. Diese Ziele der Strategie können nur erreicht werden, wenn uns ein Wandel im gewohnten Umgang mit Natur und Landschaft und in Konsequenz daraus eine Änderung unseres Lebensstiles hin zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung vor den kommenden Generationen gelingt. Die Frage Teller oder Tank darf sich überhaupt nicht stellen. Tank vor Teller ist unmoralisch, menschenverachtend und das Gegenteil von Nachhaltig- und Enkelverträglichkeit.

Wir leben in einer Kulturlandschaft. Die drastischen Verluste an natürlicher Vielfalt ereignen sich seit Jahren in der intensiv genutzten Agrarlandschaft am augenfälligsten. Wir müssen also die Produktion von Lebensmitteln dringend innerhalb ökologischer Leitplanken organisieren. Es gibt keinen Sinn, in einem Hochlohnland wie der Bundesrepublik eine Primärproduktion wie die Landwirtschaft schwerpunktmäßig am Weltmarkt auszurichten.

Wir müssen vielmehr die Landnutzung in Zukunft ganz wesentlich am Gemeinwohl orientieren. Biodiversität muss ein unternehmerisches Ziel des mulitfunktionalen Landwirts der Zukunft werden. Dafür gebührt ihm gesellschaftliche Anerkennung und ein sicheres wirtschaftliches Auskommen.

Wenn wir nachhaltig mit der Landschaft umgehen, werden die weichen Standortfaktoren gefördert, die Identifikation des Menschen mit ihrem Lebensraum wird wieder möglich, Heimatgefühl und damit soziale Geborgenheit können sich entwickeln.

Die dringend notwendige Biodiversitätssicherung macht unsere Gesellschaft reicher, glücklicher und vor allem menschlicher. Zu einer humanen Gesellschaft, die Schöpfungsverantwortung ernsthaft lebt, gibt es keine Alternative."

>> zum Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg

Alarmierender Bericht der EU-Kommission für den Schutz der biologischen Vielfalt

Auch der Feldhamster leidet unter den Beschlüssen (Bild: H. Zinnecker)

17.12.08: Der NABU, der LBV und ihre Partnerverbände des Netzwerkes BirdLife International haben den heute veröffentlichten Zwischenbericht der Europäischen Kommission zur Rettung der biologischen Vielfalt als alarmierendes Signal gewertet. Der Bericht zieht eine ernüchternde Zwischenbilanz der Umsetzung des im Mai 2006 verabschiedeten Aktionsplanes, mit dessen Umsetzung das Artensterben bis zum Jahr 2010 gestoppt werden soll. Dieses ambitionierte Ziel hatten die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten schon auf ihrem Gipfel in Göteborg 2001 beschlossen. 

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Der Bericht zeigt in erschreckender Deutlichkeit auf, wie wenig sich die Mitgliedstaaten und die Europäischen Institutionen bislang um die Erreichung der selbst gesteckten Ziele bemüht haben. Er ist ein Dokument des peinlichen Versagens im Bemühen um den Schutz unserer Lebensgrundlagen“. Mit der EG-Vogelschutzrichtlinie, der FFH-Richtlinie und dem europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 habe Europa hervorragende Instrumente zum Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen. Deren Umsetzung sei in vielen Mitgliedstaaten aber unzureichend. „Während in Südeuropa immer noch Millionen Zugvögel illegal getötet werden, gefährden Mitgliedstaaten wie Polen und Bulgarien die Schutzgebiete durch Autobahnen und andere Infrastrukturprojekte“, so Tschimpke. Außerhalb von Schutzgebieten leiden viele Arten immer noch unter der intensiven, hoch subventionierten Landwirtschaft. Auch der „ökologische Fußabdruck“ Europas in der Welt habe sich nicht verbessert. Die Zerstörung der tropischen Regenwälder schreite fort, auch für den Anbau von Agrotreibstoffen für Europa, und die Überfischung der Weltmeere gefährde schon heute die Ernährung eines Sechstels der Weltbevölkerung.     

NABU und LBV sehen hier eine Parallele zur aktuellen Finanzkrise und den auf dem EU-Gipfel gelockerten Klimaschutzzielen. „Wer nur auf kurzfristige wirtschaftliche Profite zielt, wird der Gesellschaft auf lange Sicht weitaus höhere Belastungen und Kosten aufbürden“, so Tschimpke. Offenbar hätten die Regierungen die Warnungen des Stern-Reports und des Sukhdev-Berichtes schon wieder vergessen, die beide überzeugend dargelegt hätten, dass die ökonomischen Folgen des Klimawandels und des Artensterbens die Menschheit wesentlich teurer zu stehen kommen als die erforderlichen Gegenmaßnahmen.

Der Bericht bestätigt nach Auffassung von NABU und LBV auch erheblichen Nachholbedarf beim Schutz der biologischen Vielfalt im eigenen Land. „Obwohl die EG-Vogelschutzrichtlinie im kommenden Jahr bereits 30 Jahre alt wird, lässt ihre Umsetzung in einigen Bundesländern immer noch zu wünschen übrig“, so Tschimpke. Bei der Meldung der Vogelschutzgebiete gebe es insbesondere in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz nach wie vor erhebliche Lücken, und in den FFH-Gebieten weisen im Bundesdurchschnitt nur etwa 25 Prozent der Lebensraumtypen und nur etwa 20 Prozent der untersuchten Arten einen günstigen Erhaltungszustand auf. Neben der Vervollständigung der Gebietsmeldungen müssten die Länder daher endlich auch Managementpläne erarbeiten und umsetzen sowie ausreichend Personal und Finanzmittel zur Verfügung stellen. Derzeit lägen erst für 744 Natura 2000-Gebiete, also 14 Prozent, Managementpläne vor. „Dies würde nicht nur mehr Rechts- und Planungssicherheit für Landnutzer, Kommunen und Investoren bedeuten, sondern auch Planungsverfahren beschleunigen und Arbeitsplätze schaffen“, so Tschimpke.     

Um das 2010-Ziel auch nur annähernd zu erreichen, seien daher sowohl auf europäischer, als auch auf nationaler und Länder-Ebene weitere Anstrengungen erforderlich, wie sie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede des Ministersegmentes der Vertragsstaatenkonferenz der CBD am 28. Mai 2008 eingefordert habe, so Tschimpke. In Deutschland sei dafür vor allem die schnelle Verabschiedung des Umweltgesetzbuches sowie die Umsetzung der nationalen Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt in den Ländern erforderlich. „Neunzig Prozent der Bürger Europas fordern von der Politik mehr Engagement für Umwelt und Artenvielfalt. Uns bleiben nur noch zwei Jahre, um das Ruder herumzureißen. Dies sollten alle Politikerinnen und Politiker bedenken und unser Gemeinwohl nicht kurzfristigen wirtschaftlichen Zielen opfern“, so der NABU-Präsident in Hinblick auf die Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen im Jahr 2009.

Ein Viertel der Säugetiere vom Aussterben bedroht!

(Bild: R. Groß)

07.10.08: Die Zahlen der Internationalen Naturschutzorganisation IUCN sind schockierend: Fast jedes vierte Säugetier ist vom Aussterben bedroht. 1.141 von 4.500 bekannten Saugetierarten stehen inzwischen auf der Roten Liste. Insgesamt wurden 44.800 Tier- und Pflanzenarten bewertet, von denen rund 16.900 in Gefahr sind. Damit wuchs die Rote Liste im Vergleich zum Vorjahr um 1.300 Spezies.

Allein 19.328 Tierarten in Europa zeigen deutliche Rückgänge oder konstant niedrige Bestandszahlen. In Deutschland ist jede zehnte Tierart gefährdet. Betroffen sind selbst weit verbreitete Arten wie die Feldlerche und der Kuckuck. Den Rückgang der Artenvielfalt bis 2010 zu stoppen wird damit immer unwahrscheinlicher.

Die aktuelle Rote Liste und die enorme Gefährdung vieler Arten sind das Resultat einer immer umfangreicheren Zerstörung natürlicher Ressourcen. Die weltweite Naturzerstörung bedroht dabei aber nicht nur die betroffenen Arten, sondern letztlich auch die dort lebenden Menschen.

Der LBV fordert daher von der bayerischen Staatsregierung eine zügige Umsetzung der Biodiversitätsstrategie. Alle relevanten politischen Strategien und Subventionen sind auch darauf hin zu überprüfen, ob sie direkt oder indirekt die Biologische Vielfalt schädigen. Der Masterplan 2010 des LBV-Partners NABU zeigt konkrete „Rettungsanker“ auf, wie beispielsweise mit wenig Aufwand eine naturnahe Bewirtschaftung von Wald, Wiesen und Feldern erreicht werden kann, um die dort lebenden Arten zu schützen.

Mehr unter: http://www.iucnredlist.org/

Von Altmünchnern und Zuagroasten

07.08.08: Vom Braunbär zum Waschbär: Die Natur in München hat sich mit ihrer Stadt gemeinsam entwickelt. Heute bietet sie ein vielfältiges Spektrum aus Altmünchnern und Zuagroasten, aus Bayern, die in die Stadt gezogen sind, und aus Nichtheimischen, die willkommen sind. über all diese häufigen und seltenen Tiere und Pflanzen können sie eine informative Broschüre hier herunterladen(pdf, 2,3 MB).

54.000.000.000.000 US$ Preisgeld - Naturschutz lohnt sich

Im LBV-Mitgliedermagazin Vogelschutz 3/08 berichten wir über den Zusammenhang zwischen Ökonomie und Artenvielfalt. Unser Artikel basiert auf einem wissenschaftlichen Artikel von Stefan Baumgärtner und Christian Becker. Sie können ihn hier herunterladen:  "Ökonomische Aspekte der Biodiversität" (pdf, 214 kb)

 

CBD-Konferenz bringt auch positive Impulse für Bayern

Aufgescheucht aber kopflos: die Debatte um den weltweiten Artenschutz erinnert an das Pferd am Starnberger See (Bild: Guckelsberger)

LBV: Freistaat und Bayrische Staatsforsten sollen sich deutscher Initiative anschließen  

Nach Ansicht des LBV hat die UN-Naturschutzkonferenz bislang zwar zu wenig konkrete Ergebnisse gebracht, um den Artenschwund bis 2010 eindämmen zu können. „Nach Bayern schwappen aber auch einige positive Impulse“, meint Ludwig Sothmann, Vorsitzender des LBV. Für Bayern habe Konsequenzen, dass der Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Wirtschaftsleistung zum ersten Mal breit diskutiert wurde (mehr).

[zur Pressemeldung] [alle Pressemeldungen]

Klimawandel bedroht 30% der Arten in Deutschland

Bienenfresser auf dem Vormarsch, Schneehuhn flüchtet

Berlin – Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, schmelzende Gletscher und Erdrutsche: Kein Zweifel, der Klimawandel hat längst begonnen. Die Klimazonen verschieben sich und mit ihnen die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Wärmeliebende Vogel- und Insektenarten wie der Bienenfresser und die Gottesanbeterin breiten sich aufgrund gestiegener Temperaturen nach Norden aus. Kälteliebende Tiere wie das Schneehuhn flüchten dagegen in kühlere Regionen. Und Langstreckenzieher unter den Zugvögeln wie der Trauerschnäpper sind in ihrem Bestand bedroht, da sie sich schlechter an die Klimaveränderungen anpassen können. Sollte sich die Erderwärmung ungebremst fortsetzen, werden allein in Deutschland bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten den Klimawandel wohl nicht überstehen.

Bei der Frage, welche Tiere und Pflanzen sich an diese Veränderungen erfolgreich anpassen können, wird es Gewinner und Verlierer geben. In der jetzt erschienen deutsch-englischen Broschüre dokumentiert der LBV-Partner NABU am Beispiel von 30 Tier- und Pflanzenarten auf bislang einmalige Art und Weise, wie sich der Klimawandel bereits auswirkt und welche Veränderungen noch zu erwarten sind. In einer Reise von den Alpen bis zur Nord- und Ostsee wird gleichzeitig aufgezeigt, was diese Veränderungen für Ökosysteme bedeuten. Denn vielfach geraten bereits heute räumliche und zeitliche Beziehungen in der Natur aus dem Takt.

Um den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen, fordert der NABU mehr Anstrengungen im Natur- und Klimaschutz. Dazu zählt der Schutz natürlicher und naturnaher Wälder, die Renaturierung von Flüssen, die Einrichtung von Meeresschutzgebieten sowie der Aufbau eines weltweiten Schutzgebietsnetzes, um so auf eine klimabedingte Abwanderung bedrohter Arten reagieren zu können. Nur vitale Ökosysteme können sich auf die Bedingungen im Klimawandel einstellen.

Neue Rote Liste der Brutvögel

Deutschland hat weltweite Verantwortung für den Rotmilan (Bild: R. Lodzig)

Negative Auswirkungen des Klimawandels auf Vogelbestände erstmalig belegt

Über 1.200 Vogelarten sind weltweit stark gefährdet. Zu Beginn der UN-Konferenz über biologische Vielfalt haben der weltweite Dachverband des LBV, BirdLife International, und die Internationale Naturschutzunion IUCN in Bonn ihre neue Rote Liste der bedrohten Vogelarten der Welt vorgestellt. BirdLife International hat diese Liste als weltweit führende Organisation für die Erfassung und den Schutz von Vogelarten im Auftrag der IUCN erstellt. An der Erstellung der Roten Liste waren Tausende von Wissenschaftlern weltweit beteiligt.

Das Werk ist ein alarmierendes Signal für den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt. Die Liste belegt darüber hinaus erstmalig, dass sich der Klimawandel negativ auf die Vogelbestände auswirkt, insbesondere durch lange Dürreperioden, die Ausbreitung der Wüsten und extreme Wettersituationen. Danach gelten 1.226 Arten und damit über zwölf Prozent der weltweit etwa 10.000 Vogelarten als hochgradig bedroht. Acht Arten, darunter der Tristan-Albatros (Diomedea dabbenena), der Löffelstrandläufer (Eurynorhynchus pygmeus), und die Floreana-Spottdrossel (Nesomimus trifasciatus) mussten im Gegensatz zur letzten Roten Liste zusätzlich als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Zudem steigen 24 Arten in eine höhere Gefährdungskategorie auf, darunter der in Europa vorkommende Große Brachvogel (Numenius arquata) und die in Spanien, Frankreich und Italien lebende Provencegrasmücke (Sylvia undata).

LBV und NABU verweisen darauf, dass auch in Deutschland immer noch mehr als 40 Prozent aller Vogelarten auf der Roten Liste stehen. Die Hauptursachen des Artensterbens in Europa und Deutschland sind die Intensivierung der Landwirtschaft und der wachsende Flächenverbrauch seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Deutschland hat zum Beispiel eine weltweite Verantwortung für den Rotmilan, da sechzig Prozent seiner Weltpopulation hier brüten.

2001 hatten die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen, das weitere Artensterben bis zum Jahr 2010 zu stoppen. Vor allem das Netz von Schutzgebieten für Lebensräume und Arten muss verbessert werden. Nach einer wissenschaftlichen Studie, die jüngst in der renommierten Zeitschrift „Science“ erschienen ist, haben sich die Populationen der Vogelarten in den Natura 2000-Gebieten erholt, während die Bedrohung der Arten der Agrarlandschaft zugenommen haben.  

LBV Vorsitzender: Deutschland muss Exportweltmeister zum Erhalt der Biodiversität werden

Der LBV begrüßt ausdrücklich die Initiative der Bundesregierung und des Freistaates Bayern, den Exodus an Arten- und Lebensräumen zu stoppen. Wir sind gerne Partner in einer solchen Strategie. Schon unser Verbandsname LBV, Verband für Arten- und Biotopschutz, gibt diesen unseren Arbeitsschwerpunkt vor. Wir fügen dem gerne noch hinzu: LBV als Kürzel für „Leben braucht Vielfalt“. Weil wir von dem Zusammenhang überzeugt sind, dass Leben Vielfalt braucht, erleiden wir die gegenwärtige genetische Erosion fast körperlich. [mehr]

NABU legt Maßnahmenkatalog zum Erhalt der biologischen Vielfalt vor

Die Situation der Tier- und Pflanzenwelt hat sich in den vergangenen Jahren weiter deutlich verschlechtert. Die Ursachen für den Rückgang sind weitgehend bekannt. Doch scheint das Ziel das Artensterben bis 2010 zu stoppen dennoch verfehlt. Mit seinem „Masterplan 2010“ hat der NABU einen Maßnahmenkatalog entwickelt, der konkrete Schritte zum Erhalt der biologischen Vielfalt aufzeigt. [mehr]

EU-Umweltkommissar Dimas: Schutz der Biologischen Vielfalt muss verstärkt werden!

LBV fordert Staatsregierung auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden EU-Umweltkommissar Dimas hat anlässlich der Vorstellung des Klimaatlas der europäischen Brutvögel festgestellt, dass der Verlust der Biologischen Vielfalt noch immer nicht mit dem erforderlichen Nachdruck angegangen werde. Nur wenn das Thema auf die Agenda der europäischen Regierungschefs rücke, bestehe eine Chance auf Umsetzung durchschlagender Maßnahmen.

[Zur Pressemeldung] [Zur Rede von EU-Umweltkommissar Dimas]

LBV fordert bayerischen Strategieplan

Die biologische Diversität, die Vielfalt an Arten und Lebensräumen, nimmt weltweit ab. Und das auch in Bayern, direkt vor unserer Haustür. Denn ungebremster Landschaftsverbrauch, intensive Bewirtschaftung, Zerschneidung der Landschaft und damit Isolation von Biotopen führen dazu, dass der Artenrückgang praktisch ungebremst weitergeht.

Die bayerischen Roten Listen zeigen das deutlich: Von den 35.000 Tierarten, die in Bayern vorkommen, gelten 40% der untersuchten Arten als ausgestorben, verschollen oder bedroht. Besonders alarmierend:  Auch die ehemals häufigeren Arten, wie Feldlerche, Kiebitz und Grasfrosch brechen in ihren Beständen ein. Besonderes Augenmerk verdienen Lebensräume und Arten, für die Bayern eine globale Verantwortung hat, wie beispielsweise Buchenwälder oder der Rotmilan.

Die LBV-Delegiertenversammlung 2007 fordert daher einen bayerischen Strategieplan zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit klaren, verbindlichen Aufträgen und Handlungsebenen und naturräumlicher Zuordnung. Um ihn umzusetzen, fordert der LBV einen Zeitplan, eine verlässliche Effizienzkontrolle sowie genügend Finanzmittel. (zur Resolution)

Nationale Dimension der Gefährdung der biologischen Vielfalt

Heiligendamm ist vorüber, der Zaun längst abgebaut, da rüstet sich die Bundesregierung für ein weiteres politisches Großereignis. Die 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt findet 2008 bei uns in Bonn statt. Wir sind damit Gastgeber für eine der wichtigsten Konferenzen dieses Jahrzehnts. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft der Menschen, weil es bei dieser Veranstaltung um die Vielfalt der Arten und ihrer Lebensräume geht, weil es darum geht, diese lebenswichtige Ressource dauerhaft zu sichern und ihre nachhaltige Nutzung so zu organisieren, dass vor allem die Ursprungsländer der Vorkommen in einem gerechten Umfang an den wirtschaftlichen Erfolgen dieser Nutzung beteiligt werden. Verlorengegangene Vielfalt lässt sich nicht wiederherstellen, ist also als Option für nachfolgende Generationen für immer verloren. Deshalb wurde 1992 bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro ein Übereinkommen zur Sicherung der biologischen Vielfalt geschlossen, dem bis heute 187 Staaten und die Europäische Gemeinschaft beigetreten sind. In diesem Übereinkommen ist in Art. 6 geregelt, dass die einzelnen Vertragsstaaten, also auch die Bundesrepublik, eine nationale Strategie, aber auch Pläne und Programme zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt entwickeln müssen. Vorhandene Konzepte sind in diesen fachlichen Rahmen zu integrieren. Ein weiteres Ziel ist es, alle gesellschaftlichen Kräfte zu mobilisieren, gebündelt dem Jahrhundertziel, die biologische Vielfalt in ihren regionaltypischen Besonderheiten dauerhaft zu erhalten, zum Durchbruch zu verhelfen.   Seit Mitte Mai liegt ein Entwurf einer nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt vor, den wir hier vorstellen.

Gefährdung

Rote Liste Art Laubfrosch. Photo: Pfeuffer

Deutschland beherbergt aufgrund seiner Lage in Mitteleuropa, die von den Eiszeiten beeinflusst wurde, natürlicherweise nicht so viele Arten wie z. B. tropische Länder. Bei uns kommen ca. 28.000 Pflanzen- und Pilzarten und ca. 48.000 Tierarten (insgesamt etwa 4 % des Weltbestandes der bisher bekannten noch lebenden Fauna) vor. Manche Arten sind schon vor langer Zeit ausgestorben oder in neuerer Zeit erloschen [bei den Säugetieren z. B. der Elch (18. Jh.), der Braunbär (19. Jh.) oder Mitte des 20. Jh. die Alpenfledermaus].

In Deutschland ist vor allem die Gefährdung (Erhöhung der Wahrscheinlichkeit des Aussterbens) von Arten sowie die Beeinträchtigung oder Zerstörung von Lebensräumen ein erhebliches Problem, mit dem gleichzeitig eine Verarmung und Nivellierung von Natur und Landschaft einhergeht. Von den einheimischen rund 3.000 Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands sind nach der aktuellen Roten Liste 26,4 % bestandsgefährdet (und 1,6 % ausgestorben oder verschollen). Von den einheimischen Tierarten Deutschlands sind 36 % bestandsgefährdet (und 3 % ausgestorben oder verschollen). Von den in Deutschland vorkommenden Lebensräumen sind 69 % gefährdet. Deutschland erreicht mit diesen Gefährdungsraten mit die höchsten Werte in Europa.   Die Gründe für die Gefährdung von Arten in Deutschland sind hinreichend untersucht:

Gründe der Gefährdung

Gefähruung für den Haubentaucher: Freizeitsportler Foto: R. Groß
  • Unmittelbare Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen
    (Siedlungsbau, Verkehrslinien, Abgrabungen, Flurbereinigungen, Trockenlegungen, Verfüllen von Gewässern, Nutzungsänderungen in Land- und Forstwirtschaft). In den Jahren 2001 bis 2004 wurden täglich 115 ha für Siedlungs- und Verkehrszwecke neu in Anspruch genommen. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche erhöhte sich in diesem Zeitraum um insgesamt 1.682 km2. Unzerschnittene verkehrsarme Räume von mindestens 100 km2 Größe kommen nur noch auf 23 % der Landesfläche vor (NRW: 3 %, MV: 54 %). Damit ist der Lebensraum für wildlebende Arten erheblich eingeschränkt.
  • Intensive Flächennutzung in der Landwirtschaft (hierzu gehören u. a. Pflanzenschutzmaßnahmen, Düngung, mehrfache jährliche Mahd, Einsatz von Kleintiere gefährdenden Mähgeräten, Entwässerung von Feuchtwiesen und Niedermooren, Umwandlung von Grünland in Äcker, zu hoher Viehbesatz)
  • Regionale Defizite bei der Waldbewirtschaftung (zu geringer Anteil von Alters- und Zerfallphasen sowie von Höhlenbäumen und Totholz, strukturarme Bestände, nicht standortgerechte Baumarten, unangepasste Forsttechnik und Holzernteverfahren)
  • Wasserbau (Begradigung von Fließgewässern, technischer Hochwasserschutz, Wasserstandsregulierungen und Stauhaltung von Fließgewässern und Wasserstraßen, Nivellierung von Flussbett- und Uferstrukturen durch Ausbau, Aushub und Verbauung)
  • Eintrag von Schad- und Nährstoffen  (Trotz erreichter Emissionsminderungen sind die Säure- und Stickstoffeinträge durch Luftverunreinigungen in die Waldökosysteme immer noch so hoch, dass sie das natürliche Säurepufferungsvermögen bzw. Stickstoffaufnahmevermögen der meisten Waldstandorte überschreiten. Die Belastungsgrenze für eutrophierende Stoffe wird auf rund 90 % der Waldfläche überschritten.)
  • nicht nachhaltige Praxis von Fischerei
  • naturbelastende Freizeitnutzungen (insbesondere Natursportarten)
  • Klimawandel (Man geht davon aus, dass in Europa die durchschnittlichen Temperaturen bis 2100 im Vergleich zu 1990 um zwischen 2 °C und 6,3 °C ansteigen werden. Dies würde tiefgreifende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, z. B. die Verteilung, die Migration und die Reproduktionsmuster, haben.)
  • invasive gebietsfremde Arten

Deutschlands Verantwortung

Gefährdet: Sumphornklee Widderchen. Photo: Merkel-Wallner

Eine besondere Verantwortung hat Deutschland für die Erhaltung von

  • Arten, die in Deutschland oder Mitteleuropa endemisch sind, also nur hier vorkommen
  • Arten, die in Mitteleuropa ihren weltweiten Verbreitungsschwerpunkt haben
  • wandernde Arten, von denen bedeutende Teile der Weltpopulation in Deutschland rasten oder überwintern
  • in Deutschland und angrenzenden Gebieten stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte einheimische Arten.